Veröffentlicht am 18.01.2017 von Kilian Mutter in Neue Musik

Touch, Silver Firs, Wavering Hands, α=f/m etc. Bei wie vielen Projekte die Luzerner Jungs von Dans La Tente auch ihre Finger im Spiel haben – sie finden immer wieder die Zeit und Lust, um in ihr Langzeitprojekt zu investieren.

Am 20. Januar wartet das Quintett mit seiner bereits siebten Veröffentlichung seit 2009 auf, die in Form der neuen EP 2016 daherkommt. Der Vorabtrack «A Waste», den wir hier und heute exklusiv präsentieren dürfen, erinnert mit seinem stakkato-artigen Bass und den repetitiven Gitarrenläufen an die Songstrukturen von Lower Dens und wird durch den sanft warmen Stimme von Christoph Barmettler abgerundet.

Das Video zum Song stammt von Caroline Schöbi, die bereits den Song «In The End» von Touch in minimalistischer Manier visuell passend umzusetzen wusste.

Die 2016 EP, oder gemäss Dans La Tente «Ein Plädoyer für mehr Unaufdringlichkeit», wird auf Oh, Sister Records erscheinen.
Am Samstag, 4. Februar tauft die Band ihr neues Werk in der Jazzkantine Luzern.

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Veröffentlicht am 16. Januar 2017 von Eva Hediger in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik, zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone. Diese Woche mit grossen Soul-Sängern, einer Plattentaufe und langen Nächten.

Montag, 16. Januar 2017
Vor sieben Jahre veröffentlichte Lee Fields & The Expressions das Debütalbum My World. Bereits damals zählte Fields zum Urgestein der Soulszene: Seit den 1960er Jahren ist er als Musiker erfolgreich, hat mit Grössen wie Kool & the Gang gespielt und ist weltweit aufgetreten. Heute Abend spielt Fields mit seiner Band im Zürcher Stall 6.

Dienstag, 17. Januar 2017
Sad & Horny heisst das neuste Album von Fai Baba. Der Zürcher tauft sein Album im schicken Kaufleuten, die Afterparty steigt in der Bar 3000 – mit noch nicht genau bekannten Special Guests.

Mittwoch, 18. Januar 2017
Camera ist ein deutsches Duo, das Vergleiche mit La Düsseldorf nicht scheuen muss. Im August haben sie ihr Phantom Of Liberty veröffentlicht. Acht wuchtige Tracks, die live noch intensiver wirken. Ihre Album Release Tour führt Steffen Kahles und Michael Drummer am Mittwoch in die Berner Bee-Flat.

Donnerstag, 19. Januar 2017
Die Death Valley Girls belebenden Gitarrenrock mit verzerrter Stimme und sehr viel Energie neu. Die Band besteht aus drei Frauen und einem Mann. The Kid, eine der Musikerinnen, erklärt: «We are attracted to the dark side because there’s no rules.» Am Donnerstag treten die Amerikaner im Café Mokka in Thun auf.

Freitag, 20. Januar 2017
Als «Intimate Solo Performance» wird die Show im Kaufleuten angekündigt: Conor Oberst wird in Zürich zwei Stunden spielen – und deshalb nicht nur die zehn Songs von seiner aktuellen Platte Ruminations, sondern auch viele ältere Stücke.

Samstag, 21. Januar 2017
Der Samstagabend im Basler Hirscheneck wird lang: Um 23 Uhr ist Türöffnung, die Bands Reka, Hapax, Steiner und Escape MCP werden die ganze Nacht auftreten.

Sonntag, 22. Januar 2017
Masha Qrella tourt aktuell durch die Schweiz und Deutschland. Am Sonntag ist die Sängerin im Bad Bonn in Düdingen. Charmanter, zurückhaltender und schöner könnte die Woche nicht enden: Qrellas fünftes Solo-Album «Keys» ist dramatisches Pop-Meistwerk.

 

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Veröffentlicht am 15. Januar 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Was ist der Vorteil des Januarlochs? Man kann sich in Ruhe durch alle Bestenlisten kämpfen oder man findet noch mal neue Musik vom vergangenen Jahr, die irgendwie unseren Radar verfehlte. Jack River ist genau ein solcher glücklicher Fund. Die Debütsingle «Talk Like That» der Australierin kommt uns zwar irgendwie bekannt vor, ihre Debüt-EP Highway Songs No. 2 hat den langen Weg aber nie zu uns geschafft – bis jetzt!

Von der warmen australischen Sonne geküsst, verschmelzt ihre Single «Palo Alto» den bittersüssen Protestfolk von Neil Young mit den ungeschminkten Gitarrenmelodien von Nirvana.

«It was always destined to be sun-drenched and gritty and gilded in synths and electric guitars – I wanted to find the line between the ’90s, early 2000s and now, and blend all my dreams of a highway song into one.»

So nimmt uns Holly Rankin aka Jack River auch auf ihrer im Oktober erschienene EP Highway Songs No. 2 mit, auf eine filmische Fahrt ins Ungewisse. Ein vielschichtiger Mix aus Pop, Rock und elektronischen Spielereien, geblendet von lebhaften und ansteckenden Songs mit viel Potential.

Während man «Palo Alto» bereits als Jack Rivers eigenen Klassiker feiern kann, zeigt sie mit einem Cover von Cigarettes After Sexs Kultklassiker «Nothing’s Gonna Hurt You Baby» auch noch ihre melancholische Seite.

Die ganze EP Highway Songs No. 2, welche auf I Oh You erschienen ist, gibts auf Spotify zum durchhören.

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Veröffentlicht am 10. Januar 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik, Video

Die aus Liverpool stammende Zuzu steht kurz davor den Indie Rock aus seinem Dauerschlaf zu holen. Anstatt so zu sein, wie sie andere gerne sehen würden, trällert Zuzu in ihrem neusten Single «What You Want» darüber, wie sie eigentlich sein will. Begleitet von dreckigen Gitarrenriffs und einem euphorischen Refrain sorgt sie ein unbeschwertes Gefühl, dass zum wild rumhüpfen und sich selbst sein aufruft.

Inspiriert vom Kultfilm I Heart Huckabees erzählt auch das Video zur Single diese Geschichte auf unterhaltsame Weise.

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Veröffentlicht am 9. Januar 2017 von Eva Hediger in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik, zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone. Diese Woche mit einer Handvoll Acts gegen das Januarloch.

Tom Wu
Entweder der Schauspieler aus Hong Kong, der vietnamesisch-amerikanische Mensch gewordene American Dream der in Vegas Reden über Erfolgsstrategien hält, oder der Münchner Drummer? Schwer auf sicher zu sagen, welcher Tom Wu am Samstag ins Veka nach Glarus kommt – wir tippen aber auf letzteren. Der singende Schlagzeuger ist ein Schamoni-Schützling und weiss mit psychedelischen Tönen und einer verrückten Oneman-Show zu überzeugen.

Norient Musikfilmfestival
Das Kollektiv Norient, so ihre Beschreibung, «sucht weltweit nach neuer Musik, Klängen und Lärm». Für ihr eigenes Musikfilmfestival vom 12. bis zum 15. Januar bewegt sich ihr Spirit weltweit mit verschiedensten Acts und schweizweit mit drei Locations: dem Palace in St. Gallen, Le Bourg in Lausanne und die Reitschule in Bern. Filme werden gezeigt und Live-Musik gespielt – unter anderem mit der südafrikanischen Rapperin Dope Saint Jude aus Südafrika und die amerikanisch-chinesische Dis Fig.

One Sentence. Supervisor
One Sentence. Supervisor haben einen Preis eingesackt: Indie Suisse hat das Album Temporär Musik 1 – 13 zum Album of the Year 2016 ernannt. Dass es die Badener nicht nur im Studio drauf haben, zeigen sie diese Woche an zwei Abenden: Am Donnerstag spielen One Sentence. Supervisor im Winterthurer Albani, am Freitag im Kiff in Aarau.

The Monsters
Seit mehr als dreissig Jahren führt «Voodoo Rhythm»-Boss Reverend Beat-Man seine The Monsters an. Einfache Songtexte, knackige Titel («Happy people make me sick») und ein satter Sound zeichnen die Berner Band aus. Am Freitag treten The Monsters im Tabtap in Schaffhausen auf.

Dirty Slips
«Verdorbene Rhythmen, sündige Melodien»: So beschreiben sich Dirty Slips selbst. Wie genau das klingt, zeigen die Zürcher am Samstagabend in Bern – und zwar im kleinen Café Kairo.

Mehr Konzerte gibt es in der Orange Peel Konzertagenda

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Veröffentlicht am 8. Januar 2017 von Kilian Mutter in Neue Musik

«The Monumental Men are like mineral water – produced in the dark by the forces of nature for many years, then disgorged out of the epic rocks that we call the Swiss Alps just to taste fresher than air. Take a zip and you will feel life as it is: rich, complex and – believe it or not – eternal.»

Im Dezember geht im ganzen Weihnachts- und Jahresbestenlistenstress gerne mal die eine oder andere Veröffentlichung unter. Zum Glück gibt es das Januarloch, welches eine Auseinandersetzung mit ebensolchen, auf der Strecke gebliebenen Perlen ermöglicht.

Für ein unglaublich schönes Exemplar sorgen die Berner Produzenten Monumental Men mit ihrer clubbigen und gleichwohl schwelgerischen Version von Bon Ivers letztjährigem Albumhighlight «33 „GOD“», die das Duo als Gratisdownload anbietet. Sehr schön.

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Veröffentlicht am von Yemi Omodunbi in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir auch noch diese Woche ihre jeweiligen Topalben des Jahres 2016 vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Yemi Omodunbi:

Black Oak: Equinox (Bellwether)

Die beiden Bandleader von The Black Atlantic respektive I am Oak Geert van der Velde and Thijs Kuijken haben 2014 eine äusserst tolle Idee in die Tat umgesetzt, nämlich – nebst ihren bereits bestehenden Projekten – gemeinsam zu musizieren. Die beiden Holländer wollten das Beste der Bands in einer vereinen. Daraus entstand Black Oak. 2016 war auch das Jahr ihres Debütalbums Equinox, das im Mai 2016, erschien. Dies mit einem solchen Erfolg, dass Ende November bereits der Verkauf der zweiten Pressung startete. Auf Equinox ist die Kombination zweier wunderschöner Stimmen und einer schier unertragbaren Leidenschaftlichkeit zu hören – Folk und Singer-Songwriting auf höchstem Niveau.

Harrison Brome: Fill Your Brains EP (Nettwerk Productions)

Der erst 20-jährige Harrison Brome machte bereits 2015 mit seinem Song «Fill Your Brains» auf sich aufmerksam. Er ist seinerseits auch der Opener und Ohrwurm seiner gleichnamigen EP, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde, und schafft es auf irgend eine Weise, einfach nie zu verleiden. Fill Your Brains vereint eine angenehme Düsterkeit und sehnsüchtige Melodien in alternativem R&B und beweist, welches Musikgespür Brome als noch junger Musiker bereits an den Tag legt. Seine intensive, volle Stimme zieht einen von Beginn weg in ihren Bann.

Young Magic: Still Life (Carpark Records)

Young Magic war schon seit Beginn weg immer geprägt von Musik und Geräuschen aus aller Welt, von denen die Globetrotter auf ihren Reisen rund um den Globus inspiriert wurden. Gekonnt kombiniert die Band diese mit elektronischen Elementen und reizender Percussion. Und dies geschieht stets mit einer gewissen Authentizität. Die Vielschichtigkeit und gleichzeitige Sinnlichkeit, die das Album  ausmachen, ist unverkennbar. Die persönliche Note, die von Young Magic angekündigt wurde, war nicht zu viel versprochen. Still Life ist am 13. Mai 2016 erschienen.

Weitere Albumhighlights 2016:

Ultimate Painting – Dusk
Nearly Oratorio – Tin EP
BadBadNotGood – IV
One Sentence. Supervisor – Temporär Musik 1-13
Nonkeen – The Gamble
Dope Lemon – Honey Bones
Die Höchste Eisenbahn – Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Klaus Johann Grobe – Spagat der Liebe
Matt Maltese – In A New Bed
Afro-Haitian Experimental Orchestra
S U R V I V E – RR7349
Samaris – Black Light

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Veröffentlicht am 5. Januar 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Mit ihrem noise-pop, and everything in between haben Lowly bereits im vergangenen Jahr unser Interesse geweckt. Das dänische Quintet meldet sich nun mit einem neuen Vorgeschmack auf ihr bald erscheinendes Debütalbum zurück.

«Prepare the Lake» knüpft an den dynamischen Perkussionsläufen und aufblähenden Synthsphären von «Word» an. Durch abrupte Szenenwechsel gewinnt der Track an zusätzlicher Dynamik. Die flackernden Gitarrenwände und Soffie Viemoses Sopran geben dem fast schon hymnischen Klangbild den letzten Schub an Emotionen.

Am 10. Februar erscheint Lowlys Debütalbum Heba über das Label Bella Union.

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