Veröffentlicht am 29.08.2016 von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit der frühherbstlichen Wiederauferstehung der Clubshows.

Montag, 29. August 2016
Junge Gitarren ertönen am Montag in Zürich: Und zwar mit Wolf Alice und Gengahr im Dynamo und den zwei jungen Freundinnen aus New York namens Beau, die aufmüpfigen Riff-Pop im Bogen F spielen.

Dienstag, 30. August 2016
Ein weiteres Dreigespann, das zwar im Kollektiv noch keine 65 ist, aber bereits hohe Wellen in der Brooklyn-Szene geschlagen hat: Sunflower Bean bewegen sich mit lässigem Savoir-Faire durch den Indiedschungel. Am Dienstag spielen sie in der Roten Fabrik.

Mittwoch, 31. August 2016
Mit dem Wortwitz der Weakerthans (mit John K Samson war er zuletzt auf Tour) und der unaufgeregten Stimme von Stephen Malkmus kombiniert Shotgun Jimmie Lieblingsattribute der Indiegarde für einen Mittwochsgig in der Zürcher Zukunft.

Donnerstag, 1. September 2016
In der Zukunft geht es gleich auch am Donnerstag weiter, und zwar mit den bezaubernden Klängen von Gun Outfit, von denen Pitchfork bei ihrem vergangenen Release sagte, «a band that will validate your pain as much as it will comfort you». Schön! Und der Eintritt ist – wie bei Shotgun Jimmie am Tag davor – frei.

Freitag, 2. September 2016
Seit unsereins Konzerte besucht, war der ehemalige Knast Sedel in Luzern immer irgendwo in einer Kulturagenda zu erspähen. Nun feiert das Lokal seine stolzen 35 Jahre mit einem beachtlichen Openair-Lineup: Am Freitag und Samstag spielen Weval, Vök, Disco Doom und Göldin & Bit-Tuner neben vielen anderen Bands um die Gunst der Jubilanten.

Samstag, 3. September 2016
Als sich A Tribe Called Quest damals auf ihrer Farewell-Tour verabschiedeten, begann die Ära von Slum Village – deren Tour-Support – mit den mittlerweile leider verstorbenen Rapper und Produzenten J Dilla und Baatin. Die Crew tourt weiter, nun mit J Dilla’s Bruder und dem langjährigen Produzenten Young RJ. Am Samstag im Stall 6.

Sonntag, 4. September 2016
Ein bärtiger Mann aus der Ukraine, der mit seinen Piano-Virtuositäten alle staunend hinterlässt: Für einen würdigen Wochenabschluss pilgern die noch nach Musiklechzenden nach Bern in die Dampfzentrale zu Lubomyr Melnyk.

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Veröffentlicht am 22. August 2016 von Eva Hediger in Konzert

Tipps für eine Sommerwoche voller besserer Musik zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone. Dieses Mal mit iPod Classics und anderen alten Hasen.

Musikfestwochen Winterthur
Noch bis Donnerstag gibt’s in in Winterthur massig gratis und gute Konzerte: Local Natives spielen heute, Grandbrothers am Mittwoch. Ebenso verlockend, aber kostenpflichtig: Der Samstag. Elias, Daughter und Tom Odell sorgen an diesem Abend für einen mehrstündigen Herzschmerz. Hach!

Thee Oh Sees – 24. August
Schlipsträger vs. Art Punk? So manche Wochentagkonzerte im Mascotte waren schon mit einem für Zürich nicht untypischen After Work-Desinteresse behaftet. Die brachiale Kraft des Noise-Pop Outfits Thee Oh Sees wird wohl diese mittwöchliche Gleichgültigkeit sprengen und das Bellevue zum Beben bringen.

Zürich Open Air
Das Line-Up beschert uns ein hohes Nostalgie-Fieber: Mit Bloc Party, Foals, Boys Noize, Soulwax, Kaiser Chiefs, Editors und M83 füllten wir einst unsere iPod Classics. Jetzt spielen die Teenager-Favoriten von Mittwoch bis Samstag in Glattbrugg. Hingehen und jung fühlen!

Nox Orae Festival
Ein etwas zeitgenössischeres Festivalerlebnis gibt es rund 200 km südwestlich von Glattbrugg am Nox Orae Festival – trotz der Präsenz von alten Businesshasen wie Thurston Moore (unterwegs mit seiner Band und dem fantastischen Album «Best Day») und Pete Kamber, aka Sonic Boom, aka Spectrum, seines Zeichens Mitglied der legendären Spacemen 3. Denn mit Noiserock und Weltmusik (Imarhan) trifft man zweifelsfrei den Nerv der Zeit.

Während den Sommermonaten findet nicht an jedem Tag ein Konzert statt. An eine Pause denken wir trotzdem nicht – sondern präsentieren euch Montag für Montag die besseren Festivals und Konzerte der neuen Woche. Alles wie gewohnt, eigentlich. Aber kürzer.

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Veröffentlicht am 18. August 2016 von Simon Gwinner in Neue Musik

Mit unverkrampftem psychedelischen Rock begeisterte die dänische Band Masasolo anfangs Jahr mit ihrem Song «Really Thought She Loved Me». Ähnlich wie Tame Impala spielen sie mit Gitarreneinflüssen aus den 70ern und werten diese mit melodiösem Pop auf. Der 29-jährige Leadsänger Worten Søgaard überzeugt aber auch in einem anderen aufstrebenden Projekt.

Luster heisst die vierköpfige Band aus Kopenhagen, welche mit einer Livesession ihres Debütsongs «Good Dreamer» unser Interesse auf sich zog. Mac DeMarcos Versuche hinter dem Synthesizer verschmelzen mit typischen Jangle-Gitarren à la Lower Dens und dem melancholischen Pop von Beach House. Zum verwaschenen Gesang und dem üppigen Gitarrensolo lässt sich seinesgleichen Träumen, wie auch Tanzen. Zwar machen die vier Dänen noch ein (kleines) Geheimnis aus sich, wir hören und sehen aber bereits grosses Potential.

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Veröffentlicht am 17. August 2016 von Kilian Mutter in Neue Musik, Video

Drug Train, eine Synthwave Combo aus Montréal, wird nächste Woche auf dem tollen französischen Label Beko Disques ihr Debutalbum Petite Nature veröffentlichen.

Bereits im Juli erschien mit «All My Friends» bereits eine erste Single, die mit ihrer Leichtfüssigkeit an den herrlichen Indie Pop von Casiotone For The Painfully Alone zurückerinnert.

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Veröffentlicht am 15. August 2016 von Eva Hediger in Konzert

Tipps für eine Sommerwoche voller besserer Musik zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone. Dieses Mal mit drei Mal Wochenendsszenario am Wasser.

Giraffage
Am kommenden Mittwoch beschallt uns das Soundsystem im Zürcher Stall 6 mit sommerlichen elektronischen Beats. Der amerikanische Prinz der R&B-Remixes Giraffage (bei Fool’s Gold unter Vertrag) schafft mit minimalistischen Arrangements und DIY-Hip-Understatement Live-Shows, die so manches Tänzchen und anerkennendes Nicken hervorlocken.

 

Funk am See
Noch immer Lust auf Festivals, aber das Portemonnaie ist langsam leer? An diesem Wochenende kein Problem. Das Luzerner Funk am See ist gratis, sein Programm aber erstklassig. Am Freitag und Samstag gibt es drei internationale Acts – Liss, Her, Romare – und zig Schweizer Bands.

Rock am See
Ähnlicher Name, andere Stadt: Das Rock am See ist in Konstanz. The Libertines und We Were Promised Jetpacks locken uns am Samstag vielleicht über die Grenze.

Klingen Openair
Für läppische 45 CHF bietet das 25-jährige Klingen Openair auf der Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein ein Programm, das an eine kleine Kilbi erinnert: Morgan Delt, The Oscillation (Foto) und Novella als Auszug der internationalen Psych-Noise-Shoegaze-Fraktion; aus dem heimischen Musikpot wurden Roy and the Devil’s Motorcycle, Lord Kesseli and the Drums und Combineharvester gezogen. Neben Funk und Rock am See zweifelsfrei eine dritte musikalische Option in Wassernähe für das kommende Wochenende.

 

Während den Sommermonaten findet nicht an jedem Tag ein Konzert statt. An eine Pause denken wir trotzdem nicht – sondern präsentieren euch Montag für Montag die besseren Festivals und Konzerte der neuen Woche. Alles wie gewohnt, eigentlich. Aber kürzer.

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Veröffentlicht am 10. August 2016 von Simon Gwinner in Neue Musik

Toulouse aus New York gilt nach Rationale wohl zu den spannendsten neuen Stimmen im alternativen Soulterritorium. Mit «Hurtin‘» legte er vor drei Monaten bereits eine grossartige Debütsingle vor. «So I Know You Care» knüpft nun genau an dem üppigen Orchestral-arrangement und den von weltlichem Schmerz geprägten Lyrcis an.

Es erstaunt vor allem das hinter dem Instrumentationen keine grössere Band oder teures Studio steckt, sondern eine feinsäuberlich angelegte Palette an bereits vorhandenen Sounds, aus welchen Toulouse so viel wie möglich herauszuholen versucht und gegebenenfalls ergänzt. Selbst bezeichnet Toulouse seinen Produktionsablauf mit un-sexy klingenden Wörtern wie Einfallsreichtum und Problemlösen. Doch wahrscheinlich steckt genau in dieser Limitation und dem Umgang mit bereits vorhandenem das Geheimnis dieses von Dramaturgie gezeichneten, organischem und zutiefst souligen Sounds.

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Veröffentlicht am 9. August 2016 von Kilian Mutter in Playlists

Einmal mehr bietet dir unsere monatliche Playlist eine Auswahl von den Songs, die uns im Moment begleiten, begeistern und prägen. Die gesamte Playlist gibt es weiter unten gratis runterzuladen, sowie auf Spotify und Soundcloud anzuhören. Ruhm für’s Artwork geht wiederum direkt an Cameron Taylor.

1. Lucy Dacus I Don’t Wanna Be Funny Anymore
2. CASTLEBEAT Falling Forward
3. Thunder Tillman Jaguar Mirror
4. Jamila Woods VRY BLK (feat. NoName)
5. The Amazing Ambulance

6. Spookyland God’s Eyes
7. Andy Shauf To You
8. Black Marble Woods
9. Geowulf Saltwater
10. Isaiah Rashad Free Lunch

11. Lewis Del Mar Painting (Masterpiece)
12. Gothic Tropic Stronger
13. Cosima Had To Feel Something
14. Wills Woes vs. Whoas
15. Camera Tjamahal

16. LVL UP Pain
17. Trevor Sensor Texas Girls and Jesus Christ
18. Clarence Clarity Splitting Hairs (feat. Pizza Boy)
19. Dyan Looking For Knives
20. Skott Wolf

21. 
Communions Don’t Hold Anything Back
22. Palmistry Sino
23. Flamingosis Casanova
24. Joey Purp Girls @ (feat. Chance The Rapper)
25. Dead Times Lightness

26. Mothers It Hurts Until It Doesn’t
27. Valley Queen My Man
28. Jay Som Rush
29. Drugdealer Suddenly (feat. Weyes Blood)
30. The Holy This Will Be The Day That I Die

31. YJY Summer Lifeguard
32. Ski Saigon Sweet Dreams In The Botanics
33. Douglas Dare Doublethink
34. Kaitlyn Aurelia Smith Arthropoda
35. Justin Peter Kinkel-Schuster Laid Low

Download: Orange Peel Playlist 08|16

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Veröffentlicht am 8. August 2016 von Simon Gwinner in Neue Musik

Die in Melbourne aufgewachsene und mittlerweile in Berlin lebende Carla dal Forno scheintauf dem düsteren Berliner Label Blackest Ever Black tief verankert zu sein. Mit Tarcar und F INGERS erschienen bereits zwei spannende Releases und bald folgt auch ihr erstes Soloalbum.

Die erste Single «What You Gonna Do Now?» ist eine desorientierte Popnummer mit psychedelischen Folkeinflüssen, welche das düstere Post-Punk Image des Berliner Labels auf ein Neues untermalt. Von Dub ummantelt singt dal Forno über die Fantasie, Rache auszuüben, durch Kontrolle und Macht über eine andere Person – wenn auch sie persönlich – laut einem Interview mit Fact – diese Position nie missbrauchen würde.

Carla dal Fornos Soloalbum You Know What It’s Like erscheint am 9. Oktober über das Berliner Label.

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