Veröffentlicht am 27.07.2017 von Yemi Omodunbi in Neue Musik, Video

Sudan Archives ist Violinistin und Sängerin in Einem. Wie der Name fälschlicherweise verlauten könnte, ist die 23-Jährige nicht etwa im Sudan aufgewachsen. Der Name ist dennoch Programm: Die gebürtige und nun in Los Angeles beheimatete Amerikanerin bedient sich dem Klang und Rhythmus der Violine, wie sie im Sudan typisch sind. Gemischt werden in Sudan Archives‘ Musik oftmals Geigenklänge mit elektronischen Elementen oder Hip-Hop Beats. Der Autodidaktin (das Geigenspielen hat sie sich in jungen Jahren selber beigebracht) gelingt auf diese Weise eine Fusion verschiedener Genres, wie auch geographisch unterschiedlich einzuordnender Musikelemente, die schliesslich in einem sehr besonderen Stil resultieren.

Ihr neuster Song «Come Meh Way» ist dabei das beste Beispiel dafür. Eine eigenwillige Geige, der Gesang einer selbstbewussten Frau, gemütliche afro-angehauchte Beats, abgerundet von elektronischen Komponenten. Das Video dazu zeigt Sudan Archives während eines Aufenthalts in Ghana, den sie nutzte, um jungen Studenten das Kreieren und Produzieren von Musik näherzubringen.

Ihre sechs Tracks lange Debut-EP Sudan Archives, in die es sich wirklich reinzuhören lohnt, erschien am 24. Juli 2017 bei Stones Throw.

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