Wavering Hands: No Codes

Das Luzerner Trio Wavering Hands hat bereits in der Vergangenheit national sowie international für Aufsehen

Das Luzerner Trio Wavering Hands hat bereits in der Vergangenheit national sowie international für Aufsehen gesorgt. Angefangen mit der verträumten Debüt-EP I Remember Nothing, welche noch in Eigenregie von Rolf Laureijs entstand und das Interesse von Blogs wie Disco Naivete oder Pigeons and Planes auf sich zog, folgte vor zwei Jahren das progressivere und vom westdeutschen Sound der 70er geprägte Album In Wet Sand. Dieses bekam leider nicht ganz so viel Aufmerksamkeit. Daran ist die Band vielleicht auch bisschen selbst schuld, denn Wavering Hands gehören nicht zu der Sorte Menschen, die sich gerne und laut selber preisen. Viel lieber lassen sie ihre Musik für sich sprechen und diese hat es auch auf ihrer neuen EP No Codes in sich.

Ähnlich wie das dänische Duo First Hate schwelgen Wavering Hands in vergangenen Dark Wave Territorien. Wenn auch nicht mehr ganz so präsent, sind auch auf No Codes die anfänglichen Einflüsse von Krautrock und Dream Pop spürbar. Vielmehr klingt Wavering Hands neuer Sound nach einer Zeit, die erst noch auf uns zukommen wird.

Der Titeltrack zum Beispiel klingt wie eine dystopische Post-Pop Nummer, die um Erbarmen bittet. Treibende, vom Industrial-Genre geprägte Perkussionen untermauern melancholische Gitarrenpassagen, während eine fast schon beschwörende Stimme, den letzten Schimmer Hoffnung zu vermitteln versucht. Solche Post-Trance Elemente erwägen aufregende Szenerien, die sich zwischen balearischen Sonnenaufgängen und düsterem Weltuntergang abwechseln und eine neue Ära des Pop erforschen.

Wavering Hands neue EP No Codes erschien über das Label Edipo Re.