Goss: Homeland Security

Mit seiner zweiten EP Homeland Security überzeugt der dänische Produzent Goss einmal mehr mit Gespür für kleine Pophits.

Der dänische Musiker und Produzent Goss weiss eigentlich, wie sich vollwertige Mainstream Popsongs anhören, so produzierte er beispielsweise bereits für den dännischen Popstar MØ. Mit seinem Soloprojekt schlägt er andere Wege ein – der Bezug zum Pop bleibt aber immer noch im Vordergrund.

Ähnlich wie bereits die Debüt-EP Healthcare setzt sich auch seine neue EP Homeland Security mit dem Thema der Liebe und der eigenen Identität auseinander. Musikalisch wird an den Grenzen des Pops herumexperiment, ohne, dass Goss dabei seinen bereits signierten Stil verliert. Aufs Wesentliche reduziert und dennoch mit einem breiten Fächer an Effekten und Klangexperimenten verstärkt, vermittelt des Dänens zweite EP wiederum ein Spektrum an Emotionen, die schwer in Worte zu fassen sind, sich beim Durchhören aber sehr nah anfühlen.

Highlight der EP ist das Duett mit einer unkreditierten, aber familiären Stimme in «There’s Just so Much a Heart Can Take». Die gefühlsbetonten Stimme harmonisieren innig, während im Hintergrund schwüle Gitarrenriffs und seidige Beats tänzeln. Auch in «These Days I Don’t Know» und «Fever Ray» hört man dem in Kopenhagen beheimateten Produzenten sein Gespür für eingängige Melodien und Popstrukturen heraus.

Goss‘ EP Homeland Security erschien am 9. November und gibt es auf Bandcamp zu erwerben, sowie als Stream zu hören.