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Veröffentlicht am 04.01.2018 von Simon Gwinner in best of

Zum krönenden Abschluss unserer Jahreszusammenfassung kommen wir noch auf die Alben und EPs des Jahres zurück. Ein Blick auf internationale Werke, die teilweise zu wenig Aufmerksamkeit erhalten haben:

(Sandy) Alex G: Rocket


(Sandy) Alex G neuestes Album Rocket ist ein undurchschaubares und von Authentizität strotzdendes Werk. Im Vergleich zum Vorgänger Beach Music klingt Rocket zwar eingängiger, dennoch wirkt auch hier wieder eine Bandbreite an unterschiedlichen Songmelodien und Strukturen, welche ausschlaggebend für den Stil von des 23-jährigen Alex Giannascoli aus Philadelphia sind. Experimenteller Indie-Rock, der emotional und instrumental tief einschneidet.

(Sandy) Alex G’s Rocket erschien über Domino Records und gibt’s via Bandcamp als Download.

Milo: who told you to think??!!?!?!?!


Milo wollte nie wirklich gross sein, rechnete er doch immer wieder gerne mit den Rapgrössen von Übersee ab, die sich inzwischen als Werbefiguren in der Gesellschaft etabliert hatten. Auch auf seinem dritten Album Who told you to think??!!?!?!?! lebt er mit seinen hypnotischen Songs seinen ganz eigenen Stil des Underground-Hip-Hop aus. Mit diversen Elementen aus Jazz und Soul hält er seine Musik durchwegs spannend und wirkt dabei nie überheblich. Von Kopfskizzen über fixfertige Bars ist auf seinem neuen Werk eine breite musikalische Palette. Dabei scheint der Künstler zugänglicher denn je.

Milos who told you to think??!!?!?!?! erschien über das Label Ruby Yacht und gibt’s via Bandcamp als Download.

Mourning [A] BLKStar: BLK Muzak


Das Kollektiv rund um den Produzenten RA Washington aus Cleveland experimentiert mit 70’s Soul, rauen Hip-Hop Beats und einer DIY-Punk Attitüde. Ihr neustes Album BLK Muzak erklingt wie ein Skizzenheft, welches von verschiedenen Akteuren des Afrofuturismus gekennzeichnet ist. Verstaubte Samples aus der Soul und spirituellen Jazzwelt treffen auf laute zerknitterte Synth- und Beatklänge, während lyrisch die Diaspora einer afroamerikanischen Kultur prophezeit wird.

Mourning [A] BLKStars BLK Muzak erschien über das Label Glue Moon und gibt’s hier als Vinyl.

Sudan Archives: Sudan Archives (EP)


Die Amerikanerin Sudan Archives ergründet auf ihrer EP ihre eigenen Wurzeln. Oft nur mit virtuosem Violine-Spiel, wie es im Sudan typisch ist, schlängelt sie um knackige Afro-Beats. Mit ihrer Performance am Le Guess Who? 2017 in Utrecht debütierte sie in Europa und liess so einige Musikliebhaber auf sie aufmerksam werden. Durch die Vermischung der Kulturen in ihrer Musik fährt sie eine ganz eigene Linie, die verführt und zugleich einnimmt.

Sudan Archives selbstbetitelte EP erschien über das Label Stones Throw und gibt’s hier als Download.

Bastien Keb: 22.02.85


Bisher verdiente Bastien Keb seine Brötchen mit Songwriting für Film und TV. Sein neues Album scheint eine Fortsetzung seines Debüts von 2015. Das Werk ist aber durchaus ausgereifter und eingängiger produziert und der Sound erhält eine eigene Note. Der Multiinstrumentalist setzt seine Songs zusammen wie ein Puzzle und generiert mit seiner sanften Stimme unwiderstehliche Momente. Jai Paul und Co. lassen grüssen.

Bastien Kebs 22.02.85 erschien über das Label First Word Records und gibt’s via Bandcamp als Download.

King Krule: The Ooz


Mit The Ooz kreierte Archy Marchall ein umfassendes Werk, dass sein vielseitiges Können in unterschiedlicher Weise wiedergibt. Musikalisch gereift, vermischt King Krule Einflüsse von Rockabilly mit Jazz, Dub, Trip Hop und New Wave zu seinem eigenen Genre. Die von seinem krulsches Universum handelnden Lyrics übermittelt Marchall wiederum in seiner bellenden Gesangssprache. Und auch wenn er selber immmer wieder betont, dass King Krule nicht direkt seine Persönlichkeit widerspiegelt, bekommt man mit The Ooz einen tiefen Einblick in die stets leicht befremdliche Welt des immer noch sehr jungen Musikers aus London.

King Krules The Ooz erschien über das Label True Panther Sounds und gibt’s hier als Download.

Lorde: Melodrama


Wenn jemand die Popkrone dieses Jahr verdient hat, dann Lorde. Ihr neustes Werk Melodrama strotzt vor Emotionen, erzählt vom Jungsein, von Einsamkeit und Herzschmerz. Ein Konzeptalbum, dass sich an einer Homeparty abspielt und euphorisch zwischen Hedonismus auf der Tanzfläche und von Kummer gezeichneten Momenten im Badezimmer wechselt. Majestätischer Pop, der pocht, betäubt und jugendlicher kaum klingen könnte.

Lordes Melodrama erschien über das Label Lava und gibt’s hier als Download.

Febueder: From an Album (EP)


2017 präsentierten Febueder (Fe-byou-der) ihre bereits dritte EP. So schaffen die jungen Musiker aus Ascot uns abermals zu überzeugen, für ein ganzes Album hat es bisher aber doch noch nicht gereicht. Mit eigenwilig einfacher Besetzung ziehen sie die Hörer sofort in den Bann. Die Songs bleiben schnell haften und hegen mit der imposanten Stimme des Sängers grosses Potenzial. Im Herbst waren sie als Support von Xiu Xiu ein erstes Mal in der Schweiz. Bleibt zu hoffen, dass es bald mehr gibt.

Febueder’s From An Album gibt es hier zum streamen.

Msafiri Zawose: Uhamiaji


Msafiri Zawose lebt die Musik seit kleinauf. Von seinem Vater, der einer der wichtigsten Musiker Tanzanias nach der Unabhängigkeit des Landes war, lernte er die Liebe zur musischen Kunst. Mit seinem zweiten Album Uhamiaji tritt er nun in dessen Fussstapfen und etabliert sich durch seine Annäherung an die westliche Elektro-Musik. Er gehört zu den spannendsten Entdeckungen des letzten Jahres.

Msafiri Zawoses Uhamiaji erschien über das Soundway Records und gibt’s via Bandcamp als Download.

Steve Lacy: Steve Lacy’s Demo (EP)


Zwar veröffentlichte Steve Lacy bis jetzt nur eine (Demo) EP, dennoch sollte man den 18-jährigen Kalifornier für 2018 im Auge behalten. Dabei ist Steve Lacy kein Unbekannter. Als Teil von The Internet war er bereits für einen Grammy nominiert und war unter anderem auch an dem neuen Kendrick Lamar Album DAMN, sowie Tyler The Creators Flower Boy beteiligt. Auf seiner Debüt-EP sammlen sich insgesamt sechs Songskizzen. Reduziert und bewusst unterproduziert (die meisten Songs enstanden auf seinem iPhone), dafür umso eingänglicher in der Melodie und im Gesang, spielt Steve Lacy mit sonnengetränktem Funk und Soul und erinnert damit ein bisschen an das quirlige Debüt In Search of… von N.E.R.D..

Steve Lacys Demo EP erschien über das Label Three Quarter und gibt’s via Apple Music als Download.

Sir Was: Digging A Tunnel


Erfrischend, aber dennoch hinkend sorgen die Songs von sir Was für Gänsehaut. Der Drummer von Junip, der Band um José Gonzalez, veröffentlichte im Frühling sein Solo-Debüt Digging A Tunnel. Seine Klänge erzeugen paradoxe Atmosphären und scheinen sich aufs zweite Hinhören hin selbständig zu Hits zu entwickeln. Der studierte Saxophonist Joel Wästberg entzückt mit gleitenden Harmonien und einem breiten Band an Stimmfarben.

Sir Wass Digging A Tunnel erschien über das Label City Slang und gibt’s via Bandcamp als Download.

Ein Überblick über das vergangene Jahr gibt’s auch mit unserer 100 Songs des Jahres 2017 Liste sowie unserer Swiss Sounds 2017 Liste.

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Veröffentlicht am 27. Dezember 2017 von Beni Geisseler & Simon Gwinner in best of

Das musikalische Jahr 2017 in der Schweiz war gespickt von unzähligen Überraschungen, Höhenflügen und grossartigen Debütanten. Eine kleine Übersicht, was vom Jahr übrig bleibt – und was uns 2018 glücklich machen könnte, inklusive einer Extended Spotify Playlist.

Ella Soto

Ella Soto gilt als eine der aufstrebendsten und vielleicht auch unterschätztesten Talente, welche dieses Jahr aus der Schweizer Musikszene zum Vorschein kamen. Durch die Kombination von fortschrittlichem Hip Hop und Elektronica Beats mit Pop Harmonien und progressivem Soul, bringt die aus Lausanne stammende R&B Künstlerin die Klangtexturen der 90er zu erneutem Glanz.

Ella Sotos Debütalbum Sisterhood erschien dieses Jahr über das Label Creaked Records.

One Sentence. Supervisor

Zwar erschien One Sentence. Supervisor’s Album Temporär Musik 1-13 noch im vergangenen Jahr, doch an der Badener Band kam man 2017 schlicht nicht vorbei. Nach diversen Auftritten an namhaften Festivals in Europa tourten sie mit Archive quer durch den Kontinenten. Zuletzt spielten sie eine Session für KEXP ein und veröffentlichten zum Ende des Jahres einen Song mit Bahur Ghazi.

Schnellertollermeier

Bereits mit dem letzten Album X sorgten Schnellertollermeier international für Furore. 2017 haben Manuel Troller, Andi Schnellmann und David Meier das Nachfolgewerk Rights via Cuneiform Records veröffentlicht. Und dieses steht dem Erstgenannten in nichts nach. Ihre kompromisslose Musik wirkt brachial auf die Hörer ein und lebt von faszinierenden Improvisationen und Repetitionen. An der diesjährigen Bad Bonn Kilbi hielten sie Auszüge ihres neuen Album fest.

Crimer

Man mag ihn oder eben nicht, jedoch gilt der ehemalige Mittelscheitelträger (RIP) zu einem der prominentesten Aufsteiger des letzten Jahres. Man sollte Crimer aber nicht nur auf den Schwiegersohn-Look und die exzentrischen Tanzschritte reduzieren, denn er hat mit seiner Debüt EP definitiv ein Händchen für ansteckenden Wave-Pop bewiesen. Dieser bringt nicht nur die Schweizer Illustrierte-lesende Tante, sondern auch yours truly ins Schwitzen.

Crimers Debüt-EP Preach erschien über Muve Recordings.

Alois

Alois Debütalbum Mints darf man getrost zu einem der stärksten in diesem Jahr zählen. Verspielt arbeiten sie mit träumerischen Pop und diversen anderen Genres. Es erstaunt nicht, dass das Projekt aus einer instrumentalen EP heraus entstanden ist. Die Stimme von Martin Schenker lenkt den Sound aber deutlich in neue Gewässer und beweist mit seinen Mitmusikern, dass eingängiger Pop nicht per se einfach sein muss.

Alois Debütalbum Mints erschien dieses Jahr über das Label Red Brick Chapel.

Danitsa

Zwar ist Danitsa erst zarte 21 Jahre alt, mit dem im Oktober erschienenen Debütalbum Ego stellte sie jedoch bereits ihr grosses Talent unter Beweis. Die in Genf und Paris beheimatete Künstlerin vermischt urbane Einflüsse von Soul, Dancehall und Trap Musik zu einer ansteckenden und aneckenden Mixtur. Vor allem die Singles «Hoover», sowie «Ego» stechen heraus.

Danitsas Debüt Ego erschien über das Genfer Label Evidence Music.

Jeans for Jesus

Die Berner sind nicht einfach nur Estavayeah, sondern eine ausgereifte Schweizer Pop-Band für die Zukunft. Dies zeigten sie auf ihrem neuen Album Pro welches im Frühling erschien. Jeans For Jesus Sound scheint teilweise eine Überinszenierung von globalen Musikgrössen, doch konnte man sich davor wohl nie vorstellen, dass Mundart-Pop so international klingen könnte.

Jeans For Jesus Pro erschien über Universal Music.

Magic & Naked

Die vier Musiker aus Genf verblüfften dieses Jahr mit ihrem Debütalbum Human Expressions. Sie erzeugen Klänge aus den 70er Jahren, wobei sie mit ihrem zarten Alter dem Sound eine zeitgemässe Note aufdrücken. «Bring Me The Moon» war die erste Single-Auskoppelung von Magic & Naked neuem Album Human Expression und überzeugte mit einer famosen Riff-Leichtigkeit, die man sonst nur von Übersee kennt.

Magic and Naked neues Album Human Expression erschien über das Label Echo Orange.

ALL XS

Dass wir schon immer grosse Fans von ‚Oh, Sister‘-Bands waren, ist kein Geheimnis. Mit All XS hat das Berner Label ein neues Baby bekommen. Allerdings kein gänzlich unbeschriebenes, wirkten doch Teile der Band bereits bei Labrador City mit. Das neue Projekt scheint ein Flashback zurück ins England der frühen 90er Jahre. Dennoch trifft ihr Album Soma Fortuna United den Nerv der Zeit. Strikte Beats mit discoiden Synths und Bass irren umher und münden in tanzbaren Pop-Hymnen.

ALL XS Debütalbum Soma Fortuna United erschien über das Oh, Sister Label.

B77

Das Fribourger Duo B77 gibt noch kaum was von sich preis – wie man das halt so macht im Jahre 2017. Dennoch weist der sphärische Synth-Pop, den die Band schmiedet, auf grosses Potential hin. Aufs wesentliche reduziert, verbinden B77 atmosphärischen Electro-Pop à la M83 mit elektronischem French House und unkomplizierten Lyrics, die man nicht schnell aus dem Kopf kriegt.

B77s Debüt-EP L L 8 gibt’s auf Bandcamp mit Stream und Download.

Zeal & Ardor

Der Basler Manuel Gagneux wusste nicht, wohin ihn sein neues Projekt führen wird. Mit der Idee Black Metal und Gospel zu vereinen, landete er 2017 auf den ganz grossen Bühnen. Als Vorband von Metal-Grössen tourte er mit Zeal & Ardor rund um den Globus und wurde im Nu zu einem der grössten Exportschlager der Schweiz.

Zeal & Ardors Devil is Fine erschien dieses Jahr offiziell über das Label MVKA.

S S S S

Was Samuel Savenberg unter seinem Moniker S S S S produziert kann man als düstere Klubmusik bezeichnen. Dabei geht es dem Luzerner Musiker nicht unbedingt darum, mit seiner Musik Gefühle zu erwecken oder nur rein technoide Club-Tracks zu schreiben, sondern viel mehr darum Grenzen auszuloten, Klangtexturen aufeinander prallen zu lassen und laut zu sein. Mit There Is No Us, sowie Guilt präsentierte der Produzent dieses Jahr zwei anspruchsvolle und experimentell hochstehende Veröffentlichungen.

S S S S There Is No Us erschien über das Berliner Label aufnahme + wiedergabe und Guilt über das Schweizer Label Edipo Re.

HUGOwho

2014 hat HUGOwho seine Debüt-EP I Am Not Hugo veröffentlicht, und damit so einige Musikhörer entzückt. Der Zürcher lebt inzwischen in London und feilt an seiner Musikkarriere. Im Sommer kam er mit einer neuen EP zurück. Mit diversen Electro-Elementen treibt er seine Songs nach vorne und hört sich dabei an wie ein junger Chet Faker. Kaum zu glauben, dass er nur vor wenigen Jahren noch Kandidat bei The Voice of Switzerland war.

HUGOwhos neue EP Another erschien via Irascible.

S.O.S

Könnten wir einen Preis für die Beste Live Performance verleihen, wären Nativ und Dawill unumgänglich an der Spitze – zumindest im Hip Hop. S.O.S lösten mit ihren beiden Alben 2017 einen regelrechten Hype aus. Und dies völlig zurecht. Eine breite Palette an kräftigen Songs veröffentlichten sie und waren und sind sich nicht zu schade auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Und die Bewegung geht weiter.

S.O.S veröffentlichte gleich zwei Alben (Akim und Imani) dieses Jahr.

Jon Hood

Unter dem Moniker Jon Hood spannte Joan Seiler mit zwei Labelkollegen von Red Brick Chapel zusammen. Was daraus resultierte war ein glänzendes Debütalbum. Mit filigraner, aber reifer Stimme führt sie die Band an und durchbricht gekonnt die üblichen Genregrenzen.

John Hoods selbstbetiteltes Debütalbum erschien dieses Jahr über Red Brick Chapel.

Dans La Tente

Ja, es stimmt, die Herren aus Luzern machen sich rar. Ein neues Album kommt frühestens gegen Ende 2018 – wohl eher 2019, wenn überhaupt. Aber Anfang Jahr haben sie eine EP veröffentlicht, die fast in Vergessenheit geriet. Sie zeigt, wie verworren das System Dans La Tente arbeitet. Alleine der Song «A Waste» sollte die Mini-Sammlung nicht in Vergessenheit geraten lassen. Selten hat sich Schweizer Melancholie wärmer angehört. Die Musik der Band scheint zeitlos.

Dans La Tentes EP 2016 erschien Anfang Jahr via Oh Sister Records.

ESTELLE ZAMME

Nochmal ein Künstler, über welchen wir eigentlich gar noch nichts wissen. Estelle Zamme ist ein Projekt aus Neuchâtel und veröffentlichte mit der Debütsingle «Fiston» einen ersten Eindruck von tanzbarem (Ed Banger ähnlichem) Elektropop, inklusive Musikvideo mit kitschigem Bergpanorama.

Cella

Cella ist Teil einer neuen Welle von Producern, die sich selber als Spotify-Kinder bezeichnen und lieber mit Maus und Tastatur arbeiten, als mit richtigen Instrumenten. Trotzdem besitzt der junge Zürcher Haudegen ein Gespür für eingängige Melodien und fortschrittliche Beats. Seine in diesem Jahr erschienen Debüt-EP Prolouge verbindet disharmonische Jazzakkorde mit wilden Trapbeats und unzähligen elektronischen Texturen. Der Mix klingt dabei so organisch wie auch verzerrt und tanzt hochseilartig zwischen der realen und digitalen Welt.

Cellas Debüt EP Prologue erschien dieses Jahr über das Zürcher Label Quartz Records.

Eine umfassende Playlist mit besserer Schweizer Musik des Jahres 2017 gibts auf Spotify zum Durchhören und umso mehr sind wir gespannt, was uns im 2018 aus der Schweizer Musikszene erwarten wird.

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Veröffentlicht am 23. Dezember 2017 von Kilian Mutter in best of

Auch dieses Jahr präsentiert unser Autor Kilian Mutter seine 100 Lieblingssongs des endenden Jahres, feinsäuberlich geordnet und gebündelt. Die Liste gibt es unten stehend, sowie auf folgenden Kanälen zu hören:

(1) Spotify
(2) Youtube Playlist

#100 | Anna St. Louis Mercy
#99 | Aldous Harding Horizon
#98 | deer scout sad boy
#97 | Aloïs Flowers
#96 | boy pablo everytime
#95 | Grumpus Waters
#94 | Angelo De Augustine On My Way Home
#93 | Hodera North Dakota
#92 | Julie Byrne Natural Blue
#91 | (Sandy) Alex G Bobby
#90 | Rex Orange County Loving Is Easy (feat. Benny Sings)

#89 | Gorillaz Ascension (feat. Vince Staples)
#88 | Dougie Poole Less Young But As Dumb
#87 | Lydia Ainsworth Open Doors
#86 | The Molochs No More Cryin‘
#85 | Algiers The Underside Of Power
#84 | Homeshake Every Single Thing
#83 | Beck Dear Life
#82 | Perera Elsewhere Happened
#81 | Helena Deland Baby
#80 | Haiku Hands Not About You

#79 | Bedouine Dusty Eyes
#78 | The Entire Universe Can They Hear?
#77 | Oneothrix Point Never The Pure and the Damned (feat. Iggy Pop)
#76 | The Horrors Something To Remember Me By
#75 | Grandbrothers Bloodflow
#74 | Cosmo Pyke Chronic Sunshine
#73 | The Blaze Territory
#72 | Alvvays In Undertow
#71 | Wolf Parade Valley Boy
#70 | Isaac Delusion Cajun

#69 | Why? This Ole King
#68 | Julien Baker Turn Out The Lights
#67 | Charly Bliss Glitter
#66 | The xx I Dare You
#65 | King Krule Half Man Half Shark
#64 | Sheer Mag Suffer Me
#63 | Camp Cope Lost: Season One
#62 | Noga Erez Off The Radar
#61 | Matthew Dear Bad Ones (feat. Tegan and Sara)
#60 | Yaeji Drink I’m Sippin On

#59 | Equiknoxx Melodica Badness
#58 | Idles Mother
#57 | The Proper Ornaments Bridge By A Tunnel
#56 | FRUM Let It
#55 | Priests JJ
#54 | Arcade Fire Everything Now (Todo Ya) (Bomba Estéreo Remix)
#53 | Jane Weaver Slow Motion
#52 | Alex Cameron Runnin‘ Outta Luck
#51 | Sophia Kennedy Dizzy Izzy
#50 | Slowdive Star Roving

#49 | Milck Quiet
#48 | Mount Kimbie Delta
#47 | Moodoïd Reptile
#46 | S.O.S. Persischi Chuchi
#45 | (Sandy) Alex G Proud
#44 | Tristen Glass Jar (feat. Jenny Lewis)
#43 | The War On Drugs Holding On
#42 | Sudan Archives Come Meh Way
#41 | Harrison Brome Body High
#40 | Joey Dosik Game Winner

#39 | Cende What I Want
#38 | God Colony Fights (feat. Flohio)
#37 | Vundabar Acetone
#36 | Kendrick Lamar HUMBLE.
#35 | The xx Say Something Loving
#34 | Sundara Karma Flame
#33 | Yaeji Raingurl
#32 | Big Thief Shark Smile
#31 | Zeal And Ardor Devil Is Fine
#30 | Men I Trust Tailwhip

#29 | First Hate A Prayer For The Unemployed
#28 | Kane Strang Oh So You’re Off I See
#27 | Trettmann Grauer Beton
#26 | Ayo River White Dress
#25 | Cigarettes After Sex Apocalypse
#24 | Phoebe Bridgers Motion Sickness
#23 | Superorganism something for your M.I.N.D.
#22 | Crimer Brotherlove
#21 | Sonny Smith Pictures Of You
#20 | Noah Gundersen The Sound

#19 | Indian Wells It’s Where The World Ends
#18 | King Gizzard & The Lizard Wizard Rattlesnake
#17 | Loma Relay Runner
#16 | Fog Lake Roswell
#15 | HAIM Want You Back
#14 | α=f/m Ashes
#13 | Nilüfer Yanya Baby Luv
#12 | St. Vincent New York
#11 | Schnellertollermeier Rights
#10 | Middle Kids Edge Of Town

#09 | Perfume Genius Slip Away

#08 | Foreign/National Mr Unlucky

#07 | Thunder Jackson Guilty Party

#06 | Faith Healer Sterling Silver

#05 | Junior A Sleep Machine

#04 | Sigrid Don’t Kill My Vibe

#03Jonathan Bree You’re So Cool

#02 | Brockhampton Heat

#01 | Anna Leone I Never Really

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Veröffentlicht am 8. Januar 2017 von Yemi Omodunbi in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir auch noch diese Woche ihre jeweiligen Topalben des Jahres 2016 vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Yemi Omodunbi:

Black Oak: Equinox (Bellwether)

Die beiden Bandleader von The Black Atlantic respektive I am Oak Geert van der Velde and Thijs Kuijken haben 2014 eine äusserst tolle Idee in die Tat umgesetzt, nämlich – nebst ihren bereits bestehenden Projekten – gemeinsam zu musizieren. Die beiden Holländer wollten das Beste der Bands in einer vereinen. Daraus entstand Black Oak. 2016 war auch das Jahr ihres Debütalbums Equinox, das im Mai 2016, erschien. Dies mit einem solchen Erfolg, dass Ende November bereits der Verkauf der zweiten Pressung startete. Auf Equinox ist die Kombination zweier wunderschöner Stimmen und einer schier unertragbaren Leidenschaftlichkeit zu hören – Folk und Singer-Songwriting auf höchstem Niveau.

Harrison Brome: Fill Your Brains EP (Nettwerk Productions)

Der erst 20-jährige Harrison Brome machte bereits 2015 mit seinem Song «Fill Your Brains» auf sich aufmerksam. Er ist seinerseits auch der Opener und Ohrwurm seiner gleichnamigen EP, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde, und schafft es auf irgend eine Weise, einfach nie zu verleiden. Fill Your Brains vereint eine angenehme Düsterkeit und sehnsüchtige Melodien in alternativem R&B und beweist, welches Musikgespür Brome als noch junger Musiker bereits an den Tag legt. Seine intensive, volle Stimme zieht einen von Beginn weg in ihren Bann.

Young Magic: Still Life (Carpark Records)

Young Magic war schon seit Beginn weg immer geprägt von Musik und Geräuschen aus aller Welt, von denen die Globetrotter auf ihren Reisen rund um den Globus inspiriert wurden. Gekonnt kombiniert die Band diese mit elektronischen Elementen und reizender Percussion. Und dies geschieht stets mit einer gewissen Authentizität. Die Vielschichtigkeit und gleichzeitige Sinnlichkeit, die das Album  ausmachen, ist unverkennbar. Die persönliche Note, die von Young Magic angekündigt wurde, war nicht zu viel versprochen. Still Life ist am 13. Mai 2016 erschienen.

Weitere Albumhighlights 2016:

Ultimate Painting – Dusk
Nearly Oratorio – Tin EP
BadBadNotGood – IV
One Sentence. Supervisor – Temporär Musik 1-13
Nonkeen – The Gamble
Dope Lemon – Honey Bones
Die Höchste Eisenbahn – Wer bringt mich jetzt zu den Anderen
Klaus Johann Grobe – Spagat der Liebe
Matt Maltese – In A New Bed
Afro-Haitian Experimental Orchestra
S U R V I V E – RR7349
Samaris – Black Light

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Veröffentlicht am 4. Januar 2017 von Beni Geisseler in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir diese Woche ihre jeweiligen Topalben des endenden Jahres vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Beni Geisseler:

Klangstof: Close Eyes To Exit (Mind Of A Genius)

klangstof

Mit ihrem Album Close Eyes to Exit bescherte uns die Band Klangstof einen der schönsten Debüt-Langspieler des Jahres. Schon seit längerer Zeit geisterte der Name der holländischen Band durch die Blogosphären. Mit einer Leichtigkeit zeigt die Band nun wie der Indie Pop der Zukunft aussehen könnte. In einem Zusammenspiel zwischen elektronischen Klängen, klassischer Rock-Arrangements und simplen Melodien machen sie auf sich aufmerksam. Im Frühling stehen sie bereits auf der Bühne des Coachella Festival oder dem Great Escape.

Wild Nothing: Life Of Pause (Captured Tracks)

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Wild Nothing ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Seit sie 2010 mit Gemini ihr Debüt präsentierten, erreicht ihre Musik eine immer breitere Hörerschaft. Dieses Jahr hoben sich die Amerikaner mit dem Album Life of Pause auf eine neue Ebene. Von den ersten Marimba-Klängen aus dem Opener «Reichpop» bis zum letzten Song erkennt man die Liebe der Band zu Soul oder Disco. Man hat sich definitv weiterentwickelt und erfolgreich experimentiert.

LUH: Spiritual Songs For Lovers To Sing (Mute)

luh

Lost Under Heaven (LUH.) brachte 2016 wohl eines der unterbewertetsten Alben raus. Wer erinnert sich nicht an die Hymnen von Wu Lyf, der Band, die sich leider 2011 auflöste. Ellery Roberts kann aber auch alleine, oder besser gesagt mit seiner Partnerin Ebony Hoorn. Zugegeben, seine Stimme klingt immer noch wie ein sterbender Hirsch in der Wüste. Doch wohl kein anderer kann mit einer solchen melancholischer Kraft solch schöne Popsongs ausschreien.

Weitere Albumhighlights 2016:

LNZNDRF – LNZNDRF
Sunflower Bean – Human Ceremony
DIIV – Is the Is Are
Junior Boys – Big Black Coat
Porches – Pool
GoGo Penguin – Man Made Object
Kevin Morby – Singing Saw
Cullen Omori – New Misery
Skeletons – Am I Home?
Car Seat Headrest – Teens of Denial
Adult Jazz – Earings Off!
Magic Potion – Pink Gum
Whitney – Light Upon the Lake
BADBADNOTGOOD – IV
Throws – Throws
Soft Hair – Soft Hair
Alex Izenburg – Harlequin
Klaus Johann Grobe – Spagat der Liebe

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Veröffentlicht am 31. Dezember 2016 von Kilian Mutter in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir diese Woche ihre jeweiligen Topalben des endenden Jahres vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Kilian Mutter:

Anna Meredith: Varmints (Moshi Moshi)

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Varmints mag das Debütalbum von Anna Meredith, doch ist die schottische Mitdreissigerin keineswegs eine Unbekannte auf dem musikalischen Parkett. Bevor sie 2012 mit «Nautilus» bereits einen ersten Track des diesjährigen Albums veröffentlichte, war sie bereits knapp zwei Jahrzehnte als klassische Musikerin aktiv und war unter anderem Komponistin in Residence für das BBC Scottish Symphony Orchestra. Varmints ist ihr erstes grosses Werk, welches nicht als Auftragsarbeit entstanden ist und etabliert die Schottin als eine der innovativsten musikalischen Köpfe der britischen Szene. Hier werden klassische Instrumente und digitale Erzeugnisse durch den Fleischwolf gedreht, gesamplet, geloopt und hie und da zu regelrechten Popsongs vereint.

Palmistry: PAGAN (Mixpak)

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Wenn 2016 uns etwas gelehrt hat, so ist es der Fakt, dass Dancehall nicht gleich Dancehall ist. Gewöhnlichen Dancehall posten wir hier bei Orange Peel ja schliesslich auch nicht. Dancehall, wie ihn hingegen der Engländer Benjy Keating a.k.a. Palmistry zu zelebrieren weiss, hingegen schon. Mit Pagan veröffentlichte er dieses Jahr ein Album, das den jamaikanischen Musikstil auf sein Minimum reduziert und mit Stakkatosynthies, warmen Beats und Fistelstimme trotzdem ganz gross auffährt.

Pinegrove: Cardinal (Run For Cover)

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Pinegrove haben das Jahr als Geheimtipp in der erweiterten Pop-Punk und Folk Szene der amerikanischen Ostküste begonnen und werden es als Dauergast auf den Jahresbestenlisten 2016 beenden. Grund dafür ist ihr faszinierendes Album Cardinal, welches nach seinem Release im März bereits von Kollege Gwinner in höchsten Tönen gelobt wurde. Cardinal und seine kaum 30 Minuten Spielzeit verbinden Americana, Folk und Country mit einer Prise Pop-Punk und machen die Band um den genialen Songwriter Evan Stephens Hall zu einer ganz grossen Zukunftshoffnung.

Weitere Albumhighlights 2016:
Alex Cameron – Jumping The Shark
Anderson .Paak – Malibu
Car Seat Headrest – Teens Of Denial
GeilerAsDu – Turbo Mate & Kalaschnikow
Haley Bonar – Impossible Dream
Kevin Morby – Singing Saw
King Gizzard & The Lizard Wizard – Nonagon Infinity
Klangstof – Close Eyes To Exit
LVL UP – Return To Love
Magic Potion – Pink Gum
Mary Halvorson Octet – Away With You
Michael Nau – Mowing
Mitski – Puberty 2
Morgan Delt – Phase Zero
Pavo Pavo – Young Narrator in the Breakers
The Range – Potential
Romare – Love Songs: Part Two
A Tribe Called Quest – We got it from Here… Thank You 4 Your service
Ulrika Spacek – The Album Paranoia
Weval – Weval
Whitney – Light Upon The Lake
Xenia Rubinos – Black Terry Cat

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Veröffentlicht am 30. Dezember 2016 von Sabrina Stallone in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir diese Woche ihre jeweiligen Topalben des endenden Jahres vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Sabrina Stallone:

Angel Olsen: My Woman (Jagjaguwar)

angelolsen

Wer sich noch an ihr Konzert an der Bad Bonn Kilbi 2014 erinnert, sieht eine schüchterne junge Frau auf der Bühne, die vor ein paar Dutzend Leuten murmelnd ihre Songs zum Besten gibt. Damals noch mehrheitlich mit Material vom Album «Burn Your Fire For No Witness», dem zweiten Langspieler, das in ausgewählten Kreisen für Aufsehen gesorgt hatte. Mit dem doch stattlichen Erfolg kam aber auch eine unbequeme Midwestern Girl Schiene, das ungewollte Reduzieren auf grosse Rehaugen und eine schwierige Kindheit. Es wurde der Liedermacherin zu eng. Deshalb ist My Woman mehr als nur traurige Songs; es kann mal PJ Harvey frech salutieren, es gespickt mit Canzoniere-Momenten vergangener Zeiten (Ornella hier, Mina dort) und es kokettiert nun mit allen Attributen, die einst zu lästig und nun gar nicht mehr sie sind.

Angel Olsen’s My Woman erschien im September bei Jagjaguwar Records.

La Dispute: Tiny Dots (Vagrant Records)

ladispute

La Dispute veröffentlichte dieses Jahr einen Dokumentarfilm über ihr Bandbestehen. Seit knapp zehn Jahren schon schwimmen sie auf dem Jetstream der wortgewandten Emo- und Post-Hardcore Bands und gehören zu den Gründungsmitgliedern der Bewegung «The Wave». Die Begleiterscheinung dieses visuellen Stück Subkulturgeschichte ist ein Soundtrack-Album, das La Dispute in weicherem Licht zeigt. Ambient-Tracks folgen auf zugänglichere Neuinterpretationen alter Klassiker wie «Woman (In Mirror)» und werden unterbrochen von Spoken Word Nummern, dass einem die Spucke wegbleibt.

Tiny Dots ist im April als Soundtrack des gleichnamigen Dokumentarfilmes auf Vagrant Records erschienen.

BadBadNotGood: IV (Beat Records)

badbadnotgood-2016-iv

BadBadNotGood’s Album IV beginnt mit geglückten Kollaborationen (Sam Herring auf «Times Moves Slow») und bewegt sich weiter an der ewig produktiven Schnittstelle zwischen Jazz und Hip Hop. Und dann, nach knapp einer Albumhälfte voll verspielter und anspruchsvoller Jazz-Stücke, schenkt mir das kanadische Kollektiv den Song des Jahres. Charlotte Day Wilson leiht «In Your Eyes» ihre Stimme, und die soulgetränkten Synths und Bässe beenden wie eine kühle, nächtliche Sommerbrise eines der berauschendsten Alben von 2016.

Am 8. Juli erschien IV von BadBadNotGood auf Beat Records.

Weitere Albumhighlights 2016:
Florist – The Birds Outside Sang
Jimi Tents – 5 O’Clock Shadow
MoreEats – Quality Time
Pinegrove – Cardinal
Whitney – Light Upon The Lake
Parquet Courts – Human Performance
Frank Ocean – Blonde
Mitski – Puberty 2
Car Seat Headrest – Teens of Denial
Kedr Livanskiy – January Sun

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Veröffentlicht am 29. Dezember 2016 von Simon Gwinner in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir diese Woche ihre jeweiligen Topalben des endenden Jahres vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Simon Gwinner:

Buvette: Elasticity (Pan European Recording)

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Dynamischer DIY Pop mit einem Faible für sich repetierende Krautmelodien und poetische Lyrics, die gerne auch mal in Auto-Tune vorgetragen werden. Die New Wave Einflüsse sind auf Buvettes neustem Werk Elasticity omnipräsent. Sein interkulturelles Interesse am musikalischen Schaffen von Südamerika bis hin nach Asien lädt auf ein Abenteuer ein, bei welchem das Körperliche auch mal verloren geht. Ein nostalgisches Werk, das den synthetischen Pop der 80er wieder aufleben lässt und doch Buvettes ganz eigene psychedelischen Erlebnisse spürbar macht.

Erschienen ist Buvettes Elasticity auf dem französischen Label Pan European Recording.

Kaitlyn Auriela Smith: Ears (Western Vinyl)

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Kaitlyn Auriela Smith beschreibt ihre Kompositionen als futuristischen Dschungel aus Tönen und Klangfarben. Dabei lässt sie sich auch von den Comicwelten von Mœbius oder Miyazaki inspirieren. Ihr neustes Werk Ears fühlt sich oft wie ein solcher bildreicher Abenteuerroman an. Esoterischer Experimentalismus, welcher vor allem durch einen 60er Jahre Hippie-Synthesizer geprägt ist, schwingt um poppige Gesangseinlagen und akustische Instrumentation, die so klingt als wären sie elektronisch erzeugt. Ears stammt von einem Ort, den es nicht gibt, erschafft eine künstliche Klangsphäre, welche ihre Inspiration aus der Natur zieht, und simuliert den Wandel vom Menschen zur futuristischen Maschine.

Kaitlyn Auriela Smiths Ears erschien im April auf Western Vinyl und gibt’s via Bandcamp zum durchhören und bestellen.

Blood Orange: Freetown Sound (Domino Records)

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Dev Hynes drittes Album unter seinem Moniker Blood Orange widerspiegelt eine umfassende Auseinandersetzung mit der afroamerikanischen Kultur, rückt unterdrückten Stimmen und Geschichten in den Vordergrund und widmet sich jenen, die unter dieser systematischen Unterdrückung leiden. Es ist ein persönliches Werk, welches von Dev Hynes Vergangenheit, ausgehend von der Geburtsstadt seines Vaters, geprägt ist. Freetown Sound widmet sich aber auch den Ängsten der Gegenwart und erzeugt eine Art Gemeinschaftsgefühl. Was bei vielen anderen Konzeptalben dieses Jahr manchmal zu kurz oder zu kompliziert war, kommt bei Freetown Sound umso mehr zur Geltung – zeitgenössischer Pop der von Facettenreichtum nur so glänzt. Neo-Funk mit einem Twist Disco und fast schon beruhigenden Zügen. Musik die vibriert, gedanklich berührt und körperlich bewegt.

Blood Oranges Freetown Sound erschien Ende Juni via Domino Records.

Weitere Albumhighlights 2016:
Anderson .Paak – Malibu
Noname – Telefone
Whitney – Light Upon The Lake
Powell – Sport
Yussef Kamaal – Black Focus
Chance The Rapper – Coloring Book
Frank Ocean – Blonde
Palmistry – PAGAN
Pinegrove – Cardinal
Told Slant – Going By
LUH – Spiritual Songs for Lovers to Sing
Leon Vynehall – Rojus (Designed To Dance)
Solange – A Seat at the Table

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