Mehr Posts in Neue Musik

Veröffentlicht am 21.09.2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Yangze aus Kopenhagen ist das neuste Famillienmitglied beim renommierten dänischen Powerhouse Escho, auf welchem bereits Veröffentlichungen von Iceage, Eric Copeland, First Hate oder LISS erschienen. Bewusst geheimnisvoll teilte er vor kurzem seine Debütsingle «U & Me». In dieser spielt der noch unbekannte Künstler gekonnt mit gepitchten Stimmen, Glitches und abrupten Unterbrüchen, welche ein heroisches Klangbild verzerren. Auch dieser unverkennbare nordische Pop-Einfluss kommt dabei nicht zu kurz.

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Veröffentlicht am 14. September 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Mit dem Elektro-Pop Hit «One The Regular» ging Shamir im Jahr 2014 viral. Mit dem darauf folgende Debütalbum Ratchet ging dann alles sehr schnell – villeicht zu schnell für das junge Gesangstalent aus Las Vegas. Im April dieses Jahres veröffenlichte Shamir aus dem Nichts, ein Überraschungsalbum mit dem Titel Hope. Ein intimer Hilferuf nach Veränderung, und ein musikalischer Genrewechsel. Die rauen Lo-Fi Songs enstanden auf einem 4-Track Recorder, aufgenommen während nur eines Wochenendes, an welchem Shamir am liebsten alles an den Nagel hängen wollte.

Mit einer neuen Single kündigt Shamir nun sein neues Album Revelations an. Ein Album, dass wie man aus einem Interview mit The New York Times herauslesen kann, grösstenteils in zwei Wochen entstanden ist und sich mit zutiefst persönlichen und seelischen Themen Shamirs beschäftigt.

Die erste Single «90’s Kids» erzählt vom Erwachsen werden, dem Erwartungsdruck anderer, und den Anstregungen es jedem Recht zu machen ausser sich selbst. Die zurückhaltende Instrumentation aus Klavier und Gitarrenakkorden birgt fast schon Lagerfeuerstimmung. «90’s Kids» ist nicht Shamirs bester aber auf alle Fälle innigster und emotionalster Song bis dato. Auch wenn sich der Inhalt um viele Klischeeartige «Millennials» Problemen dreht, bewirken Shamirs Worte etwas.

Am 3. November erscheint Shamirs neues Album Revelations und findet mit Father/Daughter Records auch ein passendes zu Hause.

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Veröffentlicht am 11. September 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Mit «Game Over» und der dazugehörigen Debüt-EP COMET, gewährte uns die elektronische Soloistin L I M aus Mailand bereits einen intimen Einblick in ihre mystische Klangwelt. Elektronische Popelemente fusionieren dabei mit düsterer Klubatmosphäre zu einer umringenden Komposition, die sich an den visionären Sound von FKA Twigs und Acra anlehnt. Eine neue Single kündigt nun ihre nächste EP Higher Living an.

Der ruhige, eindringlicher, ab und an fast schon Computer-esque Gesang sowie die Lyrics in «Rushing Guy» berauschen dabei gleichwegs wie das orchestralen Gesamtbild des Produzenten Riva.

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Veröffentlicht am 27. Juli 2017 von Yemi Omodunbi in Neue Musik, Video

Sudan Archives ist Violinistin und Sängerin in Einem. Wie der Name fälschlicherweise verlauten könnte, ist die 23-Jährige nicht etwa im Sudan aufgewachsen. Der Name ist dennoch Programm: Die gebürtige und nun in Los Angeles beheimatete Amerikanerin bedient sich dem Klang und Rhythmus der Violine, wie sie im Sudan typisch sind. Gemischt werden in Sudan Archives‘ Musik oftmals Geigenklänge mit elektronischen Elementen oder Hip-Hop Beats. Der Autodidaktin (das Geigenspielen hat sie sich in jungen Jahren selber beigebracht) gelingt auf diese Weise eine Fusion verschiedener Genres, wie auch geographisch unterschiedlich einzuordnender Musikelemente, die schliesslich in einem sehr besonderen Stil resultieren.

Ihr neuster Song «Come Meh Way» ist dabei das beste Beispiel dafür. Eine eigenwillige Geige, der Gesang einer selbstbewussten Frau, gemütliche afro-angehauchte Beats, abgerundet von elektronischen Komponenten. Das Video dazu zeigt Sudan Archives während eines Aufenthalts in Ghana, den sie nutzte, um jungen Studenten das Kreieren und Produzieren von Musik näherzubringen.

Ihre sechs Tracks lange Debut-EP Sudan Archives, in die es sich wirklich reinzuhören lohnt, erschien am 24. Juli 2017 bei Stones Throw.

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Veröffentlicht am 26. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Corbin, auch bekannt als Spooky Black, veröffentlichte mit Couch Potato das letzte Mal im Jahr 2015 eine Sammlung an Songs. Anfangs dieses Jahres erlebte er, nun als Corbin, mit dem neuen bedrückenden Ambienttrack «destrooy» eine Wiedergeburt. Darauf folgt nun eine weitere eindrückliche und melancholisch-klagende Single.

Produziert wurde «Ice Boy» von Shlomo und D33J, welche eine ruhige Harmonie zwischen Corbins teils schreiender Stimme und einem minimalistischen Set an Klangkörpern schaffen. Die Single erschien auf dem Label WEDITIT.

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Veröffentlicht am 25. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Untogether hiess das Debütalbum des Duos Blue Hawaii, welches 2013 erschien. Raphaelle ‘Ra’ Standell und Alexander ‘Agor’ Kerby musizieren immer noch zusammen und kündigen mit einer neuen Single den Nachfolger Tenderness an. Dieser sei ein Konzeptalbum, welches sich den Herausforderungen einer Liebesbeziehung übers Internet widmet.

«No One Like You» klingt im Gegenteil zum doch eher kühleren Debüt nach einem lauwarmen Sommerabend, zu welchem es sich nicht nur einen vornehmen Drink schlürfen, sondern auch leicht tanzen lässt. Ra’s Stimme bettet sich dabei liebevoll zwischen den orchestralen Instrumentationen und wummernden Bässen ein. Laut dem Presserelease soll ihr neues Album klingen, als treffe Björk auf The xx und DJ Koze. Blue Hawaiis Tenderness erscheint am 6. Oktober über das Label Arbutus Records.

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Veröffentlicht am 20. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik, Video

Der in Nigeria geborene und mittlerweile in London lebende Obongjayar, veröffentlichte letztes Jahr mit «Creeping» und der dazugehörigen EP Home ein interessantes Debüt. Darin nimmt er geschickt Elemente aus Soul, Grime und Electronica auf, bringt eine eigene gefühlsvolle Note mit ein und erweckt ein rüttelndes Gedicht.

Auch in seiner neusten Single «Endless» fesselt Obongjayar, mit seinem kratzenden Sprachgesang und sich in Ekstase bewegenden Rhythmen, die sich im Erbe Fela Kutis bewegen. Ein intensiver, poetischer Mix, der sehr innovativ und eigen wirkt.

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Veröffentlicht am 18. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Ben Stevenson ist ein kanadischer Singer-Songwriter, um welchen es nach seiner vielversprechenden Debüt-EP Dirty Laundry ziemlich ruhig wurde. Mit «Honeycola» kündigt er nun sein Debütalbum an. Dieses beinhaltet auch Gastauftritte von Project Pablo, Joseph Shabason von Destroyer und Matthew Tavares von BADBADNOTGOOD.

In «Honeycola» brüten harmonische Melodien und Gesangseinlagen unter üppigen Synthesizern. Der Song entstand in einer Kollaboration mit Matthew Tavares, dessen eigenes Soloprojekt wir erst kürzlich vorgestellt haben.

“The song is about a muse, a near mythical creature who is at once alluring yet terrifying. She embodies truth and beauty and forces you to realize that you cannot hold on to either…you allow it to pass through or lose it altogether”

Ben Stevenson Debütalbum Cara Cara erscheint am 22. September via Culvert Music.

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