Veröffentlicht am 02.07.2014 von Simon Gwinner in Review

«Sumpf des Schlafs», so die Übersetzung für Palus Somnii aus dem Lateinischen. Dass diese Bezeichnung keineswegs wortwörtlich genommen werden sollte, brachten wir dir im Konzertreview zu Dans La Tentes Plattentaufe (bei welcher Palus Somnii als Supportact auf der Bühne stand) schon näher. Belia Winnewisser, welche uns mit der Luzerner Dark-Pop Combo Evje erst vor kurzem in sphärische Welten transportierte und auch bei den Indie-Pop Lieblingen Silver Firs mitmusiziert, veröffentlichte gestern den ersten Output ihres Soloprojekts Palus Somnii.

Synthetische Melodien und wohlklingende Harmonien, umgarnt von Belias eindringlichen Gesangseinlagen. Musik, die mehr an einen fernen Kosmos denn an unseren Planeten erinnert. In «Hunting» und «For The Sake Of Someone» jagen sich Arpeggiatoren durch eine ambiente Klangwelt, stets begleitet von Belias hypnotischem Gesang und minimalistischen Beats. «Once More Again» versprüht dagegen einen Hauch zeitgenössische Popästhetik und verebbt zum Schluss gekonnt in düsteren Drone-Sounds.

Die selbstbetitelte EP von Palus Somnii besänftigt mit träumerischen Soundsphären und Belia Winnewissers sinnlicher, im Hall versinkender Stimme. Alle drei Tracks stehen neben dem Stream auch als Gratisdownload zur Verfügung.

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Veröffentlicht am 1. Juli 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Am 22. September veröffentlicht das schwedische Kollektiv GOAT sein neues Album Commune. Ihr 2012 erschienenes Debut überzeugte Kritiker wie Hörer mit psychedelischem Rock mit World-Einschlag. Die Erwartungen an den neuen Longplayer sind also dementsprechend hoch.

Ob diese Erwartungen erfüllt werden können, weiss man seit heute wenigstens teilweise. Mit «Hide From The Sun» gibts nämlich einen ersten Vorabtrack, der die indischen Vorzeigeinstrumente Sitar und Tabla in den Mittelpunkt rückt. Diese werden durch die gewohnt schweren Gitarren ergänzt, welche ihren kürzlichen Vertrag mit Sub Pop mehr als gerechtfertigen.

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Veröffentlicht am 30. Juni 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Die Debütsingle der Zwillinge Naomi und Lisa-Kainde Diaz verbindet Yoruba-Erbe mit zeitgenössischer Popkultur. Ibeyi, was übrigens auf deutsch Zwillinge heisst, nennen sich die beiden 19-jährigen mit französischen und kubanischen Wurzeln.

Der tief bewegende Track «Oya», welche auf dem Label XL Recordings erschien, geht direkt unter die Haut. Minimalistische Synthschichten formen sich um hypnotische traditionelle Yoruba Rhythmen und die eindringlichen zweisprachigen Gesangseinlagen der Zwillinge. Die melancholischen Harmonien sind gespenstig und atemberaubend zugleich. In den ethnischen Einflüssen, mit welchen sie wahrscheinlich durch ihrem Vater Anga Diaz (unter anderem Perkussionist bei Buena Vista Social Club) in Berührung kamen, verbergen Ibeyi auch ein Gespür für zeitgenössischen Pop.

Im Moment arbeiten Ibeyi unter anderem mit XL Labelboss Richard Russell, an ihrem Debütalbum. Bereits diesen Sommer soll aber noch die zweite Single «River» mit «Oya» auf einer 7″ erscheinen.

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Veröffentlicht am 26. Juni 2014 von Kilian Mutter in Playlists

Einmal mehr fasst unsere Playlist den zu Ende gehenden Monat musikalisch zusammen und bietet dir eine Auswahl von den Songs, die uns im Moment begleiten, begeistern und prägen. Die gesamte Playlist gibt es weiter unten gratis runterzuladen, sowie auf Spotify und Soundcloud anzuhören.

Speziell hervorheben möchten wir die 2 Berner Jungs von MUNGOCOBRA, die uns diesen Monat mit ihrem Track «COCOS» aus dem nichts überrolt haben.

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  1. Psychic Rites Alone At Night
  2. Benin City Bus
  3. kissed her little sister trying to walk
  4. Kestrels The Moon Is Shining Our Way
  5. The Orwells Southern Comfort
  6. Boris Taiyo No Baka
  7. Alex G Sorry
  8. Avi Buffalo So What
  9. Paws Tongues
  10. Evje STILL
  11. Mr. Twin Sister Out Of The Dark
  12. alt-J Hunger Of The Pine
  13. Freedom Fry Home
  14. Dune Rats Dalai Lama Big Banana Marijuana
  15. Niagara Currybox
  16. A Sunny Day In Glasgow In Love With Useless (The Timeless Geometry in the Tradition of Passing)
  17. Bear In Heaven Time Between
  18. Glass Gang Broken
  19. It Looks Sad. Radical
  20. Jack And The Ripper Will You Be Mine
  21. The Phoenix Foundation Bob Lennon John Dylan
  22. Happyness Great Minds Think Alike, All Brains Taste the Same
  23. Nick Raven Nineteen Fifty Three
  24. The Brian Jonestown Massacre Food For Clouds
  25. Alvvays Atop A Cake
  26. Rome Fortune One Time For (prod. For Tet)
  27. Mykki Blanco Wish You Would (feat. Princess Nokia)
  28. Damn Right! Stars
  29. OOIOO Atatawa
  30. Meridian Brothers Doctor Trompeta
  31. Caribou Can’t Do Without You
  32. MUNGOCOBRA COCOS
  33. Brothertiger This Must Be The Place (Naive Melody)
  34. Seoul White Morning
  35. Island Boy Ashes
  36. Jamie xx All Under One Roof Raving
  37. Rat & Co The Farm
  38. Throwing Snow The Tempest (feat. Adda Kaleh)
  39. Brian Reitzell Last Summer

DownloadSpotifySoundcloud

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Veröffentlicht am 25. Juni 2014 von Simon Gwinner in Review

Sei es mit Andrew Johnson als The Remote Viewer, The Boats oder als The Archivist, Craig Tattersalls aussergewöhnliche Ausschöpfung an minimalistischen Klangstrukturen hat sich über die Jahre zu seinem ganz eigenen Sound entwickelt.

Natürliche Muster verformen sich zu algorithmischen Kompositionen, welche eine blasse, geisterhafte Einsamkeit ausstrahlen und trotzdem von verwirrender Schönheit glänzen. Als The Humble Bee arrangiert Tattersall nun ein weiteres mal analoge Synthesizer mit Tonband-Loops und Feldaufnahmen.

She Possessed The Secret For Listening To The Stars klingt mysteriös, fast zerbrechlich und vor allem melancholisch. Mitternachtsgeräusche, welche mit ambienten Soundsphären, unter anderem von der experimentellen Simulationssoftware Berna (eines elektro-akustischen Musikstudios aus dem Jahre 1950) von Girogio Sancristoforo harmonisieren.

Das Album erschien vor kurzem via Other Ideas und  ist der Nachfolger seiner im letzten Jahr erschienenen LP Henrietta. Diese konzentrierte sich auf eine ähnliche Herangehensweise, in dem Fall auf herbstlichen Feldaufnahmen welche das südenglische Cornwall während einer Woche Urlaub für Tattersall zu bieten hatte.

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Veröffentlicht am 24. Juni 2014 von Kilian Mutter in Review

Über eine Dekade lang wusste die amerikanische Band The Walkmen ihre weltweiten Fans mit analogem Indie Rock zu verzücken – bis sie Ende des letzten Jahres ein vorzeitiges Ende ihres musikalischen Projektes verlauten liessen. Zu diesem Zeitpunkt waren aber sowohl Leadsänger Hamilton Leithauser, Keyboarder Walter Martin und Bassist Peter Matthew Bauer schon mit Aufnahmen zu Soloalben beschäftigt. Während Leithausers Black Hours und Martins We’re All Young Together beide letzten Monat erschienen, folgt nun auch Peter Matthew Bauers Solodebüt.

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Auf Liberation! lebt dieser in autobiographischem Stil seinen Bezug zur Spiritualität aus und beleuchtet die Thematik des Glaubens aus verschiedenen Perspektiven. Keine Angst, Liberation! ist weder eine Sammlung an christlichen Rocksongs, noch will es den Hörer zum Hinduismus bekehren.

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Und doch lassen sich die Einflüsse nicht nur in den Songtexten heraushören: Auch rein instrumentell bewegt sich das Album geschickt zwischen westlichen und östlichen Prägungen, zwischen amerikanischem Rock’n’Roll und orientalischem Folk.

Label: Mexican Summer
VÖ: 24. Juni 2014

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Veröffentlicht am von Marc Hofweber in Neue Musik

Museum Of Love sind Ex-LCD Soundsystem Drummer Pat Mahoney und Run Roc Records Gründer Dennis McNany. Ihr Debütalbum wird am 19. August auf DFA Records erscheinen. Der erste Track davon heisst «In Infancy» und kommt in typischer DFA Manier daher. Live Drums, Cowbells und ein fuzzy Bass. Das macht Lust auf mehr. Hoffen wir, dass es bald eine Live-Umsetzung mit dazugehöriger Tour geben wird.

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Veröffentlicht am 23. Juni 2014 von Marc Hofweber in Neue Musik

Der 24-jährige Londoner TJ Carter aka Lil Silva hat, seit seiner ersten Veröffentlichung im 2008, ein ziemlich beeindruckenden Weg hingelegt. In den Anfängen noch im UK Funky und Grime zuhause, hat sich Lil Silva mittlerweile zu einem begnadeten Produzent im Pop Business gemausert. Das Album «Goddess» von Lablekollegin Banks wurde von Silva mitproduziert. Nun steht im August seine nächste Solo EP auf Good Years / True Panther an. Wie wir aus dem ersten Preview entnehmen können, entfernt sich die Mabel EP noch etwas mehr vom Dancefloor und nähert sich dafür ungehindert der Popmusik. Zum ersten Mal ist Lil Silvas Stimme zu hören, die einwandfrei mit den luftig, souligen Beats harmoiert. Wir sind gespannt wo ihn seine musikalische Reise noch hinführen wird.

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