Veröffentlicht am 07.04.2014 von Laurin Huber in Video

Norwegen ist seit einigen Jahren ein sehr spannendes Pflaster für elektronische Musik. Gerade in den Grossräumen Oslo und Bergen im Süden des Landes ist um Labels wie Full Pupp (von Thomas Hermansen alias Prins Thomas), Smalltown Supersound oder dem Label-Verbund Sex Tags (von DJ Sotofett und seinem Bruder DJ Fett Burger, mit diversen Sub- und Schwesterlabels) eine sehr produktive und innovative Szene entstanden.

Bekannt ist diese – spätestens seit dem Erscheinen von «Inspector Norse» vom Osloer Produzenten Todd Terje [sein Debüt-Album It’s Album Time ist letzten Freitag auf Olson Records erschienen] auch international – vor allem für eigenwillige Produktionen im Bereich Leftfield, House und Disco, oft auch im Rahmen von Kollaborationen (Achse Oslo–Berlin und/oder Oslo–New York).

Aber auch im Bereich der Musik-Hybriden zwischen Pop und experimenteller Elektronik tut sich in letzter Zeit spannendes in Norwegen: Etwa mit Kine Sandbæk Jensen, die mit ihrem Projekt Pieces Of Juno im Stile von Holly Herndon oder einer frühen Laurel Halo die ruhigere, sphärischere Seite der elektronischen Musik bearbeitet. Kürzlich veröffentlichte die in Oslo wohnhafte Künstlerin eine neue EP unter dem Namen Do You Know Who You Are via Soundcloud. Darauf findet man zwei ihrer Produktionen, welche von düsteren, gespenstischen Synthesizer-Klänge bestimmt werden.

[fap_track url=“https://soundcloud.com/pieces-of-juno/heliophilia“ title=“Heliophilia“ title=“Heliophilia“ share_link=“https://soundcloud.com/pieces-of-juno/heliophilia/download“ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“yes“]

[fap_track url=“https://soundcloud.com/pieces-of-juno/saffron“ title=“Saffron“ title=“Saffron“ share_link=“https://soundcloud.com/pieces-of-juno/saffron/download“ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“yes“]

Zu «Saffron», einem der beiden Songs, gibt es seit kurzem ein Musikvideo, aufgenommen von Kristine Meling Enoksen, welches man sich hier ansehen kann.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 7. April 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Die mysteriöse britische Sänger- und Produzentin TĀLĀ wird gerade in der Online-Welt als vielversprechende Beat-Bastlerin gehandelt und das zurecht! Trotzdem zeigt sie sich bisher noch in einem geheimnisvollen Kleid und gibt über sich nur bekannt, dass sie iranische Wurzeln hat und zurzeit in London lebt. Auf dem Label Aesop, auf welchem auch Künstler wie SOHN und Wayward zuhause sind, wird sie bald ihre Debüt-EP veröffentlichen.

Letzte Woche erschien die erste düstere Nummer «The Duchess» von TĀLĀ im Netz. Ein zeitgenössischer Mix aus wuchtigen, konstant anhaltenden Bassklängen mit verzogenen Vocals und benebelten, tanzgetriebenen Rhythmen berauscht unsere Sinne auf eine angenehme Weise.

[fap_track url=“https://soundcloud.com/talaofficial/the-duchess“ title=“The Duchees“ title=“The Duchees“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“yes“]

Aus einer Zusammenarbeit mit dem britischen House-Producer T.Williams für seine Feelings Within EP, kann man sich überdies auch von TĀLĀs Stimmorgan überzeugen lassen.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 4. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Seit geraumer Zeit schwirrt der Name dd elle durch die Blogosphäre und mit ihm verbunden zwei hübsche, basslastige Songs. Das aber ist es dann auch schon. Zurzeit beissen sich verschiedene Musikplattformen die Zähne aus, herauszufinden, wer hinter diesem Pseudonym stecken mag.

Wir überlassen die Arbeit den anderen, lassen uns überraschen und vergnügen uns in der Zwischenzeit mit den vielversprechenden Tracks  «a note»,  «Kind 2 U» und ganz neu auch «Love Me Only». (Anhören auf Gorilla vs. Bear)

Anscheinend soll in Kürze eine erste EP mit dem Namen U veröffentlicht werden.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Review

Einst nahm Dylan Baldi seine Songs im stillen Kämmerchen zuhause auf, mit minimalem Equipment und wenig Erfahrung. Dementsprechend charmant und ungezwungen kamen die Songs auf seinem Debut Turning On und dem selbstbetitelten Nachfolgwerk daher.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/mt0qmiinoev2qm2zgke6.mp3″ title=“«Can’t Stay Awake» (ab: Turning On, 2010)“ title=“«Can’t Stay Awake» (ab: Turning On, 2010)“ share_link=“https://app.box.com/shared/static/mt0qmiinoev2qm2zgke6.mp3″ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Dann der grosse Wandel: Mit Album Nummer 3, Attack On Memory, welches 2012 erschien, mutierten Cloud Nothings definitiv zur Band. Das deutlich vom Grunge beeinflusste Rockepos war härter, schneller und stärker als die frühen Aufnahmen und wurde von der Musikpresse in höchsten Tönen gelobt.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/j957tvxicgmldi8ecrjg.mp3″ title=“«Cut You» (ab: Attack On Memory, 2012)“ title=“«Cut You» (ab: Attack On Memory, 2012)“ share_link=“https://app.box.com/shared/static/j957tvxicgmldi8ecrjg.mp3″ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Nun sind Cloud Nothings mit Here And Nowhere Else zurück. Geschrieben auf Tour und aufgenommen in New Jersey ist das Album ein weiteres Werk voller raffinierter Noise-Rock-Songs, die trotz des organisierten Lärms melodiöser nicht sein könnten. Besonders herauszuheben gilt es dabei Dylan Baldis markant verbesserten Gesang und die virtuose Schlagzeugkünste von Schlagzeuger Jayson Gerycz’s.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/f3ua5scpw8gsh1rkkpj7.mp3″ title=“«Psychic Trauma» (ab: Here And Nowhere Else, 2014)“ title=“«Psychic Trauma» (ab: Here And Nowhere Else, 2014)“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Here And Nowhere Else ist soeben auf Carpark Records und Mom & Pop erschienen.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 3. April 2014 von Simon Gwinner in Video

Kiwi’s Psych-Pop Liebling Connan Mockasin scheint auf den ersten Blick eher zurückhaltend und in sich gekehrt. Lässt man sich jedoch erst mal auf seine Musik und Geschichten ein, spürt man seinen magischen Charme, welcher einen tiefen Einblick in seine Person gewährt. So auch in seinem neusten Musikvideo zum Song «Do I Make You Feel Shy?» von seinem letzten Album Caramel(Mehr Worte über  das Album Caramel)

Zwei Mädels vor einer Karaokebar überreden Connan zum singen. Erst nach mehreren Schmeicheleien gelingt es den beiden, ihn auf die Bühne zu holen. Sobald Mockasin das Mikrofon in der Hand hält, blüht er auf und betört seine weiblichen Fans mit der Strophe: «I am the boy of your dreams». Spätestens dann verfällt man ihm wieder, dem skurillen Charme des schrägen Blondschopfs.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Neue Musik

Wie bereits vermutet, erscheint bald das 3. Album von Tom Krell aka How To Dress Well. Nach «Words I Don’t Remember» tauchte heute ein weiterer Appetizer auf sein neues Album What Is This Heart? auf.

[fap_track url=“https://soundcloud.com/howtodresswell/repeat-pleasure/s-iGevo“ title=“Repeat Pleasure“ title=“Repeat Pleasure“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“yes“]

In «Repeat Pleasure» kombiniert How To Dress Well sanfte Gitarrenakkorde mit poppigen Riffs, himmlischen Synths und seine, (von uns) geliebte Engelsstimme. Eine eingängige, glasklare Nummer, von welcher Sorte sein neues Album geprägt sein wird. “This is at once my most extremely personal and most universal record yet”, suggeriert Krell. Aufgenommen hat er What Is This Heart? übrigens in Berlin mit dem Producer Rodaidh McDonald, welcher auch schon den Sound von The xx oder Vampire Weekend mit beeinflusste.

Tracklist sowie mehr Infos zum neuen Album gibt’s auf What is This Heart?.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am von Laurin Huber in Neue Musik

Mit Salad Days steht dieser Tage das neue Album von Mac DeMarco – 23-jährig, geboren und aufgewachsen in Edmonton, Kanada,  inzwischen wohnhaft in Brooklyn, New York – in den Plattenläden. DeMarco gibt sich darauf ungewohnt reif, erwachsen, erzählt etwa nicht mehr von seiner Liebe zu Viceroy-Zigaretten, sondern von seinem turbulenten Leben, seinen Problemen und Sorgen, und dies mit einem trotz Leichtfüssigkeit und viel Witz schon fast klassischen Songwriting-Ansatz.

«Don’t go telling me how this boy should be leading his own life
It’s sometimes rough but generally speaking I’m fine»
–Mac Demarco («Goodbye Weekend»)

[fap_track url=“https://soundcloud.com/capturedtracks/brother“ title=“Brother“ title=“Brother“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Diese Entwicklung mag dem Hörer gefallen oder nicht – Fakt ist, dass der Kanadier nebst einem kometenhaften Aufstieg über die letzten Jahre auch eine beeindruckende und spannende musikalische Veränderung durchgemacht hat.

Noch 2009, bevor Mike Sniper von Captured Tracks (DIIV, Wild Nothing, The Soft Moon, …) erstmals bei ihm anklopft, steht DeMarco an einem ganz anderen Punkt in seinem Leben und seinem musikalischen Schaffen. Nach dem Abschluss der High School in Edmonton zieht er nach Vancouver, wo er sich mit diversen (laut eigener Aussage miesen) Jobs über Wasser hält und daneben stetig an eigenen Songs arbeitet. Name des Projekts: Makeout Videotape. Unter dem Namen Heat Wave wird ein erstes Album veröffentlicht (nach kurzem ausverkauft), man wird rasch von einem Label in Vancouver gesignt und man geht auf Tour (mit Japandroids, nach der Veröffentlichung von deren Debüt-Album Post-Nothing). Immer dabei am Schlagzeug: Alex Calder.

Alex Calder stammt wie Mac DeMarco aus Edmonton, ist ebenfalls 23-jährig – man kennt sich seit langem, ist gut befreundet. 2011 ziehen beide ostwärts, nach Montreal. Während DeMarco an seinem ersten Release für Captured Tracks arbeitet, intensiviert auch Calder das Schreiben und Aufnehmen von eigenen Songs. Und das erfolgreich, denn es dauert nicht all zu lange, bis auch seine Musik auf dem Schreibtisch (oder in der Mailbox) von Mike Sniper landet: Schon bald darauf wird im Dezember 2012 mit der Single «Suki and Me» eine kommende Alex Calder EP auf Captured Tracks angekündigt.

[fap_track url=“https://soundcloud.com/capturedtracks/suki-and-me“ title=“Suki And Me“ title=“Suki And Me“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Die EP heisst Time und wird im Frühjahr – das heisst ziemlich genau vor einem Jahr – veröffentlicht. Darauf zu finden sind sieben von Calders Songs, in denen leichter Flower-Pop mit verspielten Gitarren auf die gewisse «Wierdness» und das Unkonventionelle trifft, das wir von Kollege DeMarco so gut kennen (oder vielleicht kannten?). Lo-Fi ist das Kredo auf dieser Platte, auch eine gewisse Unperfektheit– etwas was Calder eigentlich steht, auf die andere Seite aber auch nur eine erste Station in seinem musikalischen Schaffen ist, eine Art Grundstein für etwas komplexeres, vielschichtigeres.

[fap_track url=“https://soundcloud.com/capturedtracks/alex-calder-light-leave-your“ title=“Light Leave Your Eyes“ title=“Light Leave Your Eyes“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Momentan scheint er genau an dem zu feilen. Denn seit dem Erscheinen von Time muss Calder eine unglaubliche Anzahl von Stunden in neue Musik investiert haben. Daraus resultierten bis jetzt 17 Songs, welche aber nicht unter seinem realen Namen, sondern dem neuen Alias MOLD BOY veröffentlicht wurden. Calder scheint MOLD BOY als eine Art Nebenprojekt mit gewisser Narrenfreiheit zu nutzen, hier kann er einfache, schnell aufgenommene Produktionen veröffentlichen, auch Songs, die erst als grobe Skizzen existieren, noch nicht wirklich fertig überarbeitet, geschliffen sind.

Nichtsdestotrotz sind auf Cool Relief, Someone und Fade, den drei Alben, die er in diesem Jahr auf seinen MOLD BOY Bandcamp-Account geladen hat (zu kaufen für jeweils 4–5$), wunderbare und spannende Stücke zu finden, von Gitarren-Pop à la Deerhunter, SSLYBY oder Julian Lynch bis zu Material, das eher dem experimentellen, auch ruhigeren Spektrum zuzuordnen ist. Calder macht und spielt seine Musik mit einer erfrischenden Nonchalance – locker, sympathisch, unbekümmert – aber trotzdem mit viel Feingefühl für das Schöne und Eingängige. Gerade deswegen geht sie wohl so gut ins Ohr.

Man kann bereits jetzt auf eine kommende neue Veröffentlichung von Alex Calder auf Captured Tracks gespannt sein. Zu hoffen ist, dass er in Sachen Erfolg und dem Weiterkommen, dem Fortschreiten mit der eigenen Musik, einen ähnlichen Weg einschlagen kann und wird wie sein guter Freund Mac. Denn «Salad Days are gone»…

Cool Relief, Someone und Fade können unten im jeweiligen Bandcamp-Player in voller Länge angehört werden.

Von den behandelten Künstlern/Projekten zu empfehlen:

Mac DeMarco: Salad Days LP (2014, Captured Tracks) / 2 LP (2012, Captured Tracks) /
Rock And Roll Night Club EP (2012, Captured Tracks)
Makeout Videotape: Heat Wave LP (2009, self-released)
Alex Calder:  Time EP (2014, Captured Tracks)

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 2. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

«Lilac In Hand» ist eines der vielen Highlights ab dem kommenden Amen Dunes Album Love. Der 2. Vorabsong nach «Lonely Richard» stillt den musikalischen Hunger mit Harmonien die an Becks Opus Magnum Sea Change erinnern, gepaart mit schleppendem Psych-Folk à la Woods und einer sphärischen Produktion.

Love erscheint am 13. Mai auf dem verlässlichen Sacred Bones Records und wurde von David Bryant and Efrim Menuck von Godspeed You! Black Emperor produziert. Des weiteren wirken verschiedene Godspeed Musiker, Colin Stetson oder Iceage & Vår Sänger Elias Bender Ronnenfelt auf dem Album mit.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/ak3jqjh2omtnpjq6ewlw.mp3″ title=“Lilac In Hand“ title=“Lilac In Hand“ share_link=“https://app.box.com/shared/static/ak3jqjh2omtnpjq6ewlw.mp3″ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Teile diesen Post via