Veröffentlicht am 16.06.2014 von Simon Gwinner in Video

Die Pariser Sänger- und Rapperin Bonnie Banane und der Produzent Waltaa zeigten schon letztes Jahr mit ihrem herrlichen 90’s R&B inspirierten Track und Video «Muscles» Sinn für Humor. Ihre neuste Kollaboration «Champs-Elysées» fährt auf gleicher Schiene. Mit einem Zitat aus Al Pacino Scarface beginnt die satirische Hommage an den Kommerz, Markenprodukte, Drogendealer und den 90er Jahre Stil. Der Track, sowie das dazugehörige Video durchbohren die moderne Jugendkultur richtiggehend.

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Musikalisch bietet «Champs-Elysées» einige unerwartete Wendungen und repräsentiert dank den sonderbaren und kitschigen Synthesizern auch den textlichen Inhalt «I don’t give a shit, I sell it» treu. (Auch wenn dazu mehrere Anläufe benötigt werden)

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Veröffentlicht am 16. Juni 2014 von Laurin Huber in Neue Musik

Nach ihrem tollen Debüt-Album Death Surf (erschienen 2012 auf Boring Machines) und einer Split-LP mit Ensemble Economique¹ veröffentlichte das in Rom sesshafte Duo Heroin In Tahiti kürzlich neue Musik auf dem für spannende Vinyl- und Kassetten-Erscheinungen bekannten Label Yerevan

Auf den beiden neuen Stücken – namentlich «Peplum» und «Alo», gepresst auf eine toll gestaltete 7″ – findet sich die eigenwillige, von früheren Produktionen der Band bekannte Mischung aus Elektronik, verschleierten Gitarren-Riffs (welche sich hie und da zu eigentlichen Soli ausweiten) und monotonen, aber dennoch treibenden Rhythmen aus Klick- bis Zisch-Geräuschen. Stark spürbar ist die Vorliebe und Faszination der beiden Musiker für Film-Soundtracks – seien es reale oder imaginäre. Anlehnungen an das Werk von italienischen Filmmusik-Produzenten – beispielweise Ennio Morricone (Bugsy, Cinema Paradiso, The Untouchables, …) – und vor allem auch die Musik in amerikanischen Gangster- und Kriminalfilmen finden sich an diversen Stellen im Schaffen von Heroin In Tahiti.

Peplum / Alo ist eine weitere tolle Veröffentlichung aus jenem Subgenre, dass der Journalist Antonio Ciarletta 2012 in einem Artikel im italienischen Blow Up Magazin «Italian occult psychedelia» nannte.² Die 7″ (YER007) ist limitiert auf 500 Stück und erhältlich via Bandcamp.

¹Der Amerikaner spielte übrigens kürzlich ein tolles Konzert im Klub Kegelbahn in Luzern. Mehr dazu findet man bei Interesse im aktuellen, vor wenigen Tagen bei Street Ball und Purple Lean getauften zweikommasieben Magazin (Ausgabe #9).

²Mehr dazu auch hier oder hier.

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Veröffentlicht am 13. Juni 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

In letzter Zeit machten Evje turbulente Zeiten und einige personelle Wechsel durch. Das hindert die Luzerner Düster-Pop Truppe aber nicht daran, mit der EP Still Before Chaos endlich neues Material nachzuliefern:

„You might know that Evje went through some changes during the past few months. However, we rather look into the future and tell you that Evje is ready to play concerts again and thinks about new material already.“

Auf 3 Songs, die mit ihren jeweiligen Titeln den Namen des ganzen Releases ergeben, pflügt sich Belia Winnewissers zauberhafte Stimme mit einer guten Portion Hall durch eine sphärische Szenerie an Synthesizer- und Samplerarrangements. Ob «Still», «Before» oder «Chaos», sie alle zeigen deutlich auf, wieso die Schweizer Musiklandschaft auf die Klänge einer solch talentierten Combo unbedingt angewiesen ist.

Still Before Chaos lässt sich auf Bandcamp zu einem Preis nach Wahl runterladen.

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Veröffentlicht am 12. Juni 2014 von Simon Gwinner in Konzert

Das Festival mit der schönsten Aussicht, hoch über Luzern auf dem Sonnenberg, strahlt auch dieses Jahr wieder über die kleine Leuchtenstadt. In den letzten 9 Jahren etablierte sich das B-Sides Festival zu weit mehr als nur der anderen Seite einer Vinyl-Single. Dieses Jahr zeigt sich es sich ein weiteres Mal von der besten Seite. Lässt man sich heute mit einer Fahrt auf der knarzenden Zahnradbahn hoch über die Luzerner Stadtlichter transportieren, darf man sich von folgenden Act’s überzeugen lassen:

Dan Snaith aka Caribou hat sich erst vor kurzem wieder selber zum Leben erweckt. Nach seinem hypnotisierenden letzten Album Swim wurde es nämlich ziemlich still um dieses Moniker von Snaith. Dem Kanadier seine Fans sind ihm aber ziemlich wichtig und so erscheint bald sein neuster Streich Our Love. Die Vorabsingle haben wir dir letzte Woche bereits näher gebracht. Ob Caribou heute überwiegend neue Songs spielt und ob diese auch so viel Tanzcharakter ausstrahlen, wie «Can’t Do Without You»?

Meditatives und energiegeladenes Gitarrengezupfe, bei welchem man ungeduldig auf den nächsten Ausreisser wartet: Daniel Bachman versucht zwar nicht, das Rad des traditionellen amerikanischen Fingerpickings neu zu erfinden, sondern lässt lieber diese klassischen Techniken in seine Musik einfliessen. Sein virtuoses Hämmern und immer schneller werdendes Gezupfe lässt nicht nur Gitarrenfanatiker und Jack Rose Anerkennung zeigen, auch nicht ganz so gitarrenaffine Musikliebhaber werden kurzerhand in den Bann des traditionellen Amerikas gezogen.

Weiter eröffnen heute das B-Sides Festival Pandour, Ingrid Lukas und zu später Stunde die Dj’s Maft Sai und Chris Menist  von Paradise Bangkok.

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Veröffentlicht am 11. Juni 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Das Boston/LA Duo SinceYou beflügelten uns vor kurzem aus dem nichts mit ihrem griffigen Gitarrenpop. Zwei Monate nach ihrer Debüt EP 1, veröffentlichten sie heute neue Vibes, die nicht ganz so experimentell, dafür umso eingängiger klingen.

Sunpop, so nennen sie diesen sonnengetränkten Sound aus kühlen Gitarrenmelodien, den gewohnt zart aufeinander abgestimmten Gesangseinlagen und den ineinander verschachtelten Beats aus dem Drum-Computer. SinceYou’s «Free Tuesday» weckt auf alle Fälle Sommergefühle und gibts zusätzlich als Gratisdownload!

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Veröffentlicht am 10. Juni 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Voila, da haben wir ihn: Unseren ersten richtigen Sommerhit des Jahres 2014. Und dann noch diese Lyrics. Wir sind hin und weg. «Dalai Lama Big Banana Marijuana» ist Teil des empfehlenswerten Debutalbum der australischen Surf-Rocker Dune Rats, welches am 1. Juni erschienen ist. Und nun, los, schnell Text auswendig lernen:

Dalai Lama Big Banana Marijuana, Dalai Lama Big Banana Marijuana
Dalai Lama Big Banana Marijuana, Dalai Lama Big Banana Marijuana

Dalai Lama Big Banana Marijuana, Dalai Lama Big Banana Marijuana

Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana
Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana Marijuana

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Veröffentlicht am von Marc Hofweber in Neue Musik

A Period Of Review (Original Recordings: 1975 – 1985) ist eine Sammlung von unveröffentlichten Songs und Skizzen des experimentellen Musikers Kerry Leimer. Inspiriert durch Brian Eno, Faust oder den Loop basierten Kompositionen eines Terry Riley, hat Leimer zu Beginn der 70er in Seattle angefangen, Musik zu machen. Dazu motiviert, die kleine, aber wachsende Szene an experimentierfreudigen Komponisten in seiner Stadt zu unterstützen, gründete er mit seiner Frau Dorothy Cross im Jahr 1979 das Label Palace Of Lights. Auf jenem veröffentlicht er bis heute seine komplettes musikalisches Schaffen.

Die nun auf RVNG Intl. erschienene Compilation fokussiert sich auf weitgehend ungehörtes Material, welches seinem Geiste jedoch stets treu bleibt. Leimer’s Musik ist minimalistisch und doch verspielt, meditativ und trotz allem mitreissend. Der Autodidakt Kerry Leimer ist ein wahrer Pionier der Ambient-Musik und das Release A Period Of Review ist eine Perle, die es zu entdecken gilt.

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Veröffentlicht am 9. Juni 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Soeben haben die Brooklyner Experimentalisten von Bear In Heaven ihr neues Album Time Is Over One Day Old angekündigt. Ihr insgesamt viertes Album soll am 5. August auf Dead Oceans erscheinen.

Die Wartezeit verkürzen Bear In Heaven mit dem kräftigen «Time Between», einem ersten Vorabsong, der das Trio von einer überraschend fokussierten Seite zeigt. Hier wurde im Gegensatz zu früheren Songs einiges an Ballast abgeworfen und auf zusätzliche Sound-Schichten verzichtet.

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