Veröffentlicht am 24.05.2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Crack In The Road, einer unserer Lieblingsblogs, stellte vor kurzem das Quintett HYLA vor. Viel erfährt man von dieser Band aus London zwar noch nicht, ihr Jazz-infizierter Downbeat-Track «You and I» spielt jedoch schon mal mit all unseren Sinnen.

Langsam herantastend mit leichten Pianoklängen und benommener Gitarre hypnotisiert «You and I», auf ganzer Bandbreite. Tiefen Orgeln verdrehen gegen Schluss die ganze Atmosphäre zu einer Post-Rock Ästhetik, doch Lilli Unwins geübte Stimme kann das Crescendo gerade noch vom Abheben abhalten.

HYLA debütieren mit «You and I» einen faszinierenden und zugleich anspruchsvollen Track. Die 5-teilige Band ist zweifellos ein vielversprechender Act, welcher in naher Zukunft noch von sich reden machen wird.

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Veröffentlicht am 22. Mai 2014 von Simon Gwinner in Review

Als In-House Sängerin von Floating Points Recordlabel Eglo schenkte die Schwedin Fatima Bramme Sey mit ihrer faszinierenden Stimme schon einigen Perlen einen souligen Touch. Im 2010 erschien zudem ihre Debüt-EP Mind Travellin. Bis zum Debütalbum vergingen noch mal ein paar Jahre. Doch das warten hat sich gelohnt.

Yellow Memories, Fatimas Debütalbum ist eine überaus lebhafte, dynamische und ambitionierte Soulplatte kombiniert mit zeitgenössischen Beatproduktionen. Eglo Records Boss Floating Points alleine ist an fünf von den 12 Tracks als musikalischer Leiter beteiligt. Zudem widmeten sich auch gleichgesinnte Beatmaker wie Theo Parrish, Scoop DeVille, Knxwledge, Flako sowie Shafiq Husayn von Sa-Ra, den Produktionen von Yellow Memories.

Der Opener «Do Better», produziert von Floating Points, ist Soul auf höchstem Niveau, gespickt mit bezaubernden Bläserarrangements. Ihre kraftvolle Stimme besitzt etwas raues, ist aber gleichzeitig reich an Tiefe und Wärme. Auch wenn sie ab und an an Erykah Badu erinnert, fehlt es Fatima keineswegs an Einfallsreichtum, wie sie mit ihrer Stimme umgehen soll. Ihr gelingt es ohne grosse Probleme, sich an wechselnde Rhythmen anzupassen und spielt mit dissonanten Gesangsharmonien, von denen man sich speziell in den beiden Acappella Songs «Sun, Star, Sola» und «Rest in Peace» überzeugen kann.

Der Mix aus Fatimas soulgetränkter Stimme und den traditionellen Soul- und R&B-Melodien mit lebhaften zeitgenössischen UK-Beats machen Yellow Memories zu einem wahren Ohrenschmaus.

VÖ: 12. Mai
Label: Eglo Records

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Veröffentlicht am 21. Mai 2014 von Marc Hofweber in Neue Musik

Die Musik von Delroy Edwards ist roh und brachial. Nach einigen Releases auf L.I.E.S Records, startete er mit L.A. Club Resource sein eigenes Label. Auf jenem erschien diese Woche sein neues Mixtape «Slowed Down Funk Vol.1». Angelehnt an der, von Dj Screw erfundenen chopped and screwed Technik, enthält das 20-minütige Tape unveröffentlichte Remixes und Instrumentals von Edwards.

Den kostenlosen Download gibts auf: www.sloweddownfunk.net

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Neue Musik

Ein Kollektiv aus 15 kongolesischen Musikern aus fünf verschiedenen ethnischen Stämmen der Kasai Region. All diese Stämme sprechen eine andere Sprache, einen anderen Dialekt und teilen unterschiedliche musikalische Traditionen. Diese kulturellen und musikalischen Einflüsse vereinen sich in der kongolesischen Supergroup Kasai Allstars.

Im 2008 veröffentlichten sie ihr Debütalbum über das Label Crammed Discs, als Teil dessen Congotronics Serie. Diese widmet sich dem ungewöhnlichen Mix aus elektronischen und traditionellen Sounds der Musikszene Kinshasas. Congotronics, respektive Crammed Disc,s öffnete übrigens auch den virtuosen Konono No 1 das Fenster zur westliche Welt. Akustisch, wie auch vom Stil her sind sich Kasai Allstars und Konono No 1 ziemlich ähnlich. Beide greifen für ihren Sound auf verstärkte Likembés (Daumenpianos) scheppernde Perkussion und hypnotische Rhythmen und Gesänge zurück. Kasai Allstars fügen diesem Cocktail jedoch noch straffe E-Gitarren und Xylophonklänge hinzu.

in the 7th moon, the chief turned into a swimming fish and ate the head of his enemy by magic – dies übrigens tatsächlich der Name ihres Debütwerks, beschreibt den wilden und lebensbejahenden Vibe von Kasai Allstars relativ passend. Je ausführlicher man sich mit dem hypnotischen Sound dieses Kollektivs auseinandersetzt, desto deutlicher lassen sich die Feinheiten in ihren Arrangements heraushören.

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Sechs Jahre nach ihrem Debütalbum folgt nun Ende Juni ihr heissersehnter Nachfolger Beware The Fetish – als 5. Teil der Congotronics Serie. Vom Vorabtrack und Opener «The Chief’s Enthronement», sowie «Yangye, The Evil Leopard», kann man sich bereits jetzt schon selber überzeugen.

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Veröffentlicht am von Laurin Huber in Neue Musik

Quirke. so heisst die jüngste Verpflichtung des stets verlässlichen wie innovativen Labels Young Turks aus London [*2006, hier veröffentlichen beispielsweise Künstler wie Jamie xx, SBTRKT oder Koreless ihre Musik]. Was sich durchaus als guter Band-/Projekt-/Künstlername macht, ist de facto schlicht ein Nachname: Der von Josh Quirke, einem Mann, der laut Boomkat tagsüber sein Geld als Zimmermann verdient, um sich nachts dem Produzieren von Musik zu widmen.

Erstmals ist diese Musik von Quirke nun offiziell erhältlich und erwerbbar: Unter dem Namen Acid Beth erschienen letzten Sonntag vier seiner Stücke auf einer 12″ [YT-110, limitiert auf 500 Ex. – die EP ist zusätzlich digital erhältlich]. Young Turks beweist mit dieser Veröffentlichung einmal mehr nicht nur Geschmack, sondern auch ein gutes Händchen für aktuelle Trends und Strömungen innerhalb der vom Label selbst bespielten Marktnische.

Acid Beth greift musikalische Ansätze auf, die es in ähnlicher Form bereits auf den neusten Werken von Oneothrix Point Never oder Fatima Al Qadiri (jüngst erschienen: Asiatisch) zu hören gibt. Daraus resultieren Hybriden zwischen Ambient, Electronic, klassischer Musik, Drone, schönen, hellen Tonabfolgen und Störgeräuschen – Klanglandschaften, welche zwar durchaus unkonventionell daherkommen, aber trotzdem ein Minimum an Pop beinhalten.

«Acid Beth»:

«Break A Mirrored Leg»:

Acid Beth 12″ erwerben:
Boomkat / Rough Trade

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Veröffentlicht am 20. Mai 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Seit 2010 und ihrem grossartigen Album Crush war es ruhig um Abe Vigoda, der im Tropical-Punk angesiedelten Band aus Los Angeles. Verschiedene Quellen sprachen letztes Jahr noch von Aufnahmesessions, nun scheint es aber so, als ob das Projekt auf Eis gelegt wurde.

Ein offizielles Statement steht zwar aus, doch es spricht für sich selbst, dass Keyboarder Juan Velasquez mit seinem neuen Projekt Roses von sich reden macht. Zusammen mit Marc Steinberg und Victor Herrera frönt Velasquez jetzt unter neuem Moniker 80er-lastigem Synthie-Pop. Gewisse Ähnlichkeiten zu Abe Vigoda sind bei der ersten Single – «Florence Girls» – kaum von der Hand zu weisen, der Song macht aber Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 17. Mai 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Die Debüt-EP Gallantino des 19-jährige Neuseeländers Mzwétwo hat uns Ende letztes Jahres ziemlich weggeblasen. Düstere Beats verschmelzen mit nebligen Synthies und leichten R&B/Rap Vocals. Ein genrebiegendes Chaos mit hypnotischer Wirkung, irgendwo zwischen Clams Casino und How To Dress Well.

Vor kurzem erschien Mzwétwos neuste Perle «Horror» sowie ein dazugehöriger visueller Teaser auf einen bald erscheinenden Clip.

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Mzwétwos 3-Track EP Gallantino gibts übrigens auch als Free Download.

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Veröffentlicht am 16. Mai 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

„Auszüge aus dem Leben eines mit sich ringenden Musikers.“

In etwa so lässt sich der neuste Streich der Cleveland-Rocker Herzog in einem Satz zusammenfassen. Musikalisch grösstenteils auf der Sonnenseite angesiedelt, spricht Boys auf textlicher Ebene vor allem die Hamsterradsituation eines nicht vom Fleck kommenden Musikers an. «Teenage Metalhead», eines der Highlights des Albums, zeigt jedoch auf, dass Herzog selbst keine Mühe damit bekunden, sich weiterzuentwickeln. Es ist deutliche Zeuge einer musikalischen Öffnung ihrer eingängigen Mischung aus Power-Pop und von den 90ern beeinflusstem Alternative Rock.

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Boys erscheint am 20. Mai auf Exit Stencil Records.

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