Veröffentlicht am 15.04.2014 von Simon Gwinner in Review

Zuhause in Lyttelton verblüfft die Neuseeländerin Aldous Harding seit einigen Jahren das kleine Publikum dieser kleinen Hafenstadt mit ihrer zarten Stimme und ihrem Songwriting. Jetzt erscheint ihr selbstbetiteltes Debütalbum über das Label Lyttelton Records, welches die Platte mit folgenden Worten beschreibt:

«Her music has been the best thing that has ever happened to wayfaring loners that shuffle into bars at the wrong times of day.
She has been the saviour of those falling in home-cooked opium furrows.
She has kept sailors in check with cheek and a strong-songed tongue.»

Streicherkompositionen, ruhige Akustikakkorde und Aldous verletzlich klingende Stimme mit wunderschönen neuseeländischen Akzent sorgen während dem ganzen Album immer wieder für Hühnerhautmomente. Die Leadsingle «Hunter», aber auch die eher hektische Nummer «Beast» tragen einen einfachen, aber trotzdem aussagekräftigen Charme mit sich. Und im Opener «Stop Your Tears» verfällt man ihrer wimmernden Stimme auf Anhieb.

Aldous Hardings Debütalbum ist ein überaus gelungenes Werk, angelehnt an den US-Folk der 60’s. Ein Album für ruhige Momente, um die Augen zu schliessen, sich vom Alltag abzuschotten und im bittersüssen Folk dieser Neuseeländerin zu versinken. Das Debütalbum kann man sich hier in voller Länge anhören.

VÖ: 9. April 2014
Label: Lyttelton Records

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Veröffentlicht am 14. April 2014 von Laurin Huber in Video

Vor drei Wochen erschien mit Singles das neue Album – es ist mittlerweile das vierte in der Band-Diskografie – der US-amerikanischen Band Future Islands um Frontmann Samuel T. Herring (Worte und Musik vom/zum Album findest du in unserem Review).

Im Rahmen ihrer aktuellen, ausgedehnten Tour war die Band letztes Wochenende auch erstmals am Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien zu Gast (dieses findet dieses Jahr am 11.–13. und 19.–20. April statt). Während einem unglaublich guten und intensiven Konzert wurden elf Songs, darunter ganz neue, aber auch altbewährte («Balance», «Tin Man», «Walking Through That Door», «Long Flight», …) vorgetragen – ja richtiggehend zelebriert. Natürlich liegt/lag das Hauptaugenmerk dabei auf Sänger Herring, welcher wie gewohnt, jedoch hier vielleicht in noch etwas extremerer Art und Weise als sonst, seinen Emotionen freien lauf liess, tanzte, rumhüpfte, schrie, gestierte. O-Ton: «You Guys keep your fingers crossed that I don’t kill myself up here».

Das Konzert in voller Länge (50 Minuten):

Future Islands spielen bald auch Konzerte in der Schweiz. Nebst einem Auftritt im Palace St. Gallen kann man das Quartett (neu inkl. Live-Schlagzeuger) am 22. Mai im Südpol Luzern erleben – etwas, worauf wir uns schon jetzt wahnsinnig fest freuen.

Future Islands (US) / Ed Schrader’s Music Beat (US) / Kristian Harting (DK) im Südpol Luzern

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Neue Musik

Vor einer Woche stellten wir dir die mysteriöse Produzentin und Sängerin TĀLĀ und ihren Titeltrack der bald erscheinenden Debütveröffentlichung The Duchess vor. Heute tauchte ein weiterer Track dieser 12“ auf ihrem Soundcloud Profil auf.

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«You give me that something, just what I need» ist nicht nur der lyrische Inhalt vom neuen Track «Serbia», sondern beschreibt auch auf den Punkt, was ihre verführerischen Electronica-Klänge bei uns auslösen. Düstere Drumschläge lassen sich von luftigen Synthesizern und einem einprägsamen Soul-Hook einholen und verformen den Track zu einer euphorisch-schallenden, zeitgenössischen Popnummer ohne wirkliche Grenzen.

TĀLĀs Debüt-12“ The Duchess erscheint voraussichtlich am 2. Juni über das Label Aesop.

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Veröffentlicht am 13. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Das amerikanische Indie-Label Hometapes kennt man als das Zuhause von Bands wie Bear In Heaven, AU, Collection Of Colonies Of Bees oder Matthew E. White. Die experimentelle Auffassung, welche das neuste Signing des Labels, das Brooklyner Quintett Landlady, von folkigem Indie Pop hat, passt also perfekt zur Ausrichtung von Hometapes.

Landlady werden vom Multiinstrumentalisten Adam Schatz angeführt, welcher unter anderem für sein Mitwirken bei Man Man oder Vampire Weekend bekannt ist. Auf der ersten offiziellen Single wagt sich die Band auf rund 6 Minuten in einen Dschungel von Dynamik- und Tempowechseln, wo üppige Arrangements sich mit reduzierte Solomomenten abwechseln.

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Ebenso ans Herz zu legen gilt es den zweiten Vorabsong des Albums – der ebenfalls opulent arrangierte Albumopener «Above My Ground».

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Das Debutalbum von Landlady wird am 15. Juli erscheinen und trägt den Namen Upright Behavior.

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Veröffentlicht am 12. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Nach ihrem letzten, eher schwachen Album Ventriloquizzing hatten viele die Brightoner Krautrocker Fujiya & Miyagi schon abgeschrieben. Zu klein war ihr musikalischer Fortschritt, zu sehr tönten die Songs nach Outtakes ihrer früheren Alben.

Umso überraschter ist ob dem Hören ihrer neuen Single «Flaws»: Diese zeigt die drei Musiker von einer deutlich elektronischeren Seite als bisher gewohnt. Die repetitiven Synthesizer fügen sich nahtlos in die krautigen Bassläufe von Matt Hainsby ein und machen die Band erfreulicherweise zu Fujiya & Miagy 2.0.

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Das neue Album Artificial Sweeteners erscheint am 6. Mai 2014 auf Yep Roc Records.

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Veröffentlicht am 11. April 2014 von Laurin Huber in Video

Terje Olsen alias Todd Terje ist ein Mann mit einem wunderbar eigenen, subtilen Humor, der in all seinen Projekten, Musikstücken und auch visuellen Zusammenarbeiten (wie z.B. mehreren Platten-Covers des Olsen-Freunds und Comics-Zeichners Bendik Kaltenborn*) mitschwingt.

So auch in seinem neusten Streich, dem Musikvideo zu seinem Song «Leisure Suit Preben» (Teil seines Debüt-Albums It’s Album Time, erschienen vor kurzem auf Olsen Records). Dieses – übrigens das erste offizielle (oder:  «sort of official» laut Youtube-Beschrieb) Musikvideo zu Musik von Olsen seit der legendären «Whateverest»-Geschichte – wurde gedreht von Espen Friberg und Emil Høgset und zeigt uns einen Tag im Leben von Preben, einem «Sänger, Tänzer und Partytiger aus Oslo».

*Bendik Kaltenborn ist übrigens diese Woche als Teil des Osloer Comic-Kollektivs Dongery mit einer Ausstellung am internationalen Comix-Festival Fumetto in Luzern präsent. Mehr Informationen dazu findest du hier.

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Veröffentlicht am von Laurin Huber in Video

Der im US-amerkanischen Seattle ansässige Radio-Sender KEXP ist ein Garant für wunderbare, schön gefilmte Studio-Konzerte. Nebst der Musik (von so ziemlich allem was gute Musik macht und in der Nähe von Seattle ein Konzert spielt) wird dabei geschwatzt, gelacht, ja manchmal sogar etwas mit den Augen geklimpert.

Nach 2011 (nach dem Erscheinen von bzw. im Rahmen der Tour zu Slave Ambient) besuchten Adam Granduciel und seine Band The War On Drugs vor ein paar Tagen erneut das KEXP-Studio. Mit «An Ocean In Between The Waves», «Eyes to the Wind», «Red Eyes» und «Suffering» wurden vier Lieder des kürzlich erschienenen Albums Lost In The Dream (Secretly Canadian) live vorgetragen. Die reizende Cheryl Waters von KEXP war in Hochstimmung und hin und weg vom Auftritt der Band, die neuerdings übrigens mit einer etwas veränderten Zusammensetzung spielt. Nun, man kann sie sehr gut verstehen…

The War On Drugs touren momentan in den USA, ab Mitte Mai spielen sie auch Konzerte in Europa, leider jedoch (noch?) nicht in der Schweiz. Alle Konzert-Daten der Band sind hier abrufbar.

Unser Review zu Lost In The Dream

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Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Neue Musik

Auf dem Orange Peel Vorgänger guerolitomusic gehörten die englischen Glass Animals zu den Lieblingen des Jahres 2012. Ihr Song «Cocoa Hooves», mit seinem wabbeligen Dubstep-Bässen, diente speziell als Soundtrack für laue Sommerabende.

In knapp 2 Monaten soll nun endlich das in jahrelanger Tüftelei erabeitete Debutalbum der Band erscheinen, eingeleitet durch die Vorab-EP Gooey. Benannt ist diese nach der gleichnamigen Single, die nun eine spannende Überarbeitung erfährt. Der amerikanische Jungspund Chester Watson leiht diesem Rework ein paar wenige, jedoch ausgeklügelte Lines und beweist, dass sich Glass Animals Kompositionen äusserst gut als Rap-Beats eignen.

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Zum weiteren Genuss gibts hier zusätzlich das Video zur originalen Version:

Das Album Zaba soll anscheinend am 10. Juni veröffentlicht werden. Die Gooey EP gibts schon jetzt digital und gepresst zu erwerben.

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