Veröffentlicht am 11.04.2014 von Laurin Huber in Video

Der im US-amerkanischen Seattle ansässige Radio-Sender KEXP ist ein Garant für wunderbare, schön gefilmte Studio-Konzerte. Nebst der Musik (von so ziemlich allem was gute Musik macht und in der Nähe von Seattle ein Konzert spielt) wird dabei geschwatzt, gelacht, ja manchmal sogar etwas mit den Augen geklimpert.

Nach 2011 (nach dem Erscheinen von bzw. im Rahmen der Tour zu Slave Ambient) besuchten Adam Granduciel und seine Band The War On Drugs vor ein paar Tagen erneut das KEXP-Studio. Mit «An Ocean In Between The Waves», «Eyes to the Wind», «Red Eyes» und «Suffering» wurden vier Lieder des kürzlich erschienenen Albums Lost In The Dream (Secretly Canadian) live vorgetragen. Die reizende Cheryl Waters von KEXP war in Hochstimmung und hin und weg vom Auftritt der Band, die neuerdings übrigens mit einer etwas veränderten Zusammensetzung spielt. Nun, man kann sie sehr gut verstehen…

The War On Drugs touren momentan in den USA, ab Mitte Mai spielen sie auch Konzerte in Europa, leider jedoch (noch?) nicht in der Schweiz. Alle Konzert-Daten der Band sind hier abrufbar.

Unser Review zu Lost In The Dream

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Veröffentlicht am 11. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Auf dem Orange Peel Vorgänger guerolitomusic gehörten die englischen Glass Animals zu den Lieblingen des Jahres 2012. Ihr Song «Cocoa Hooves», mit seinem wabbeligen Dubstep-Bässen, diente speziell als Soundtrack für laue Sommerabende.

In knapp 2 Monaten soll nun endlich das in jahrelanger Tüftelei erabeitete Debutalbum der Band erscheinen, eingeleitet durch die Vorab-EP Gooey. Benannt ist diese nach der gleichnamigen Single, die nun eine spannende Überarbeitung erfährt. Der amerikanische Jungspund Chester Watson leiht diesem Rework ein paar wenige, jedoch ausgeklügelte Lines und beweist, dass sich Glass Animals Kompositionen äusserst gut als Rap-Beats eignen.

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Zum weiteren Genuss gibts hier zusätzlich das Video zur originalen Version:

Das Album Zaba soll anscheinend am 10. Juni veröffentlicht werden. Die Gooey EP gibts schon jetzt digital und gepresst zu erwerben.

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Veröffentlicht am 10. April 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

In den letzten zwei Jahren sorgte der in London lebende Producer Bayou immer wieder mal für Herzflimmern. Ob mit seiner geschmeidigen Debütsingle «[fap_track url=“https://soundcloud.com/martskvy/bayou-cherry-cola“ title=“Cherry Cola“ title=“Cherry Cola“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“simple“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]», dem süssen und leichten Popjam «[fap_track url=“https://soundcloud.com/bayyyou/varsity-jacket-1″ title=“Varsity Jacket“ title=“Varsity Jacket“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“simple“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]» oder der modernen Anlehnung «[fap_track url=“https://soundcloud.com/bayyyou/everybodysgottalearnsometime“ title=“everybodysgottalearn“ title=“everybodysgottalearn“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“simple“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]» an den gleichbetitelten 80er Klassiker von The Korgis. Seine Falsettstimme mit Autotune, die verzwickten Synths und die verschleierten Beats sorgen für eine harmonische Bedroom-Pop Atmosphäre.

In seinem neusten Track «Airlock» schmiegen sich ungewöhnlich, brüsk auftauchende, verzerrte Synths an diese zarte Pop-Atmosphäre und verwandeln den Sound von Bayou in eine schizophren anmutende Harmonie ohne dabei die wehleidig klingende Strophe «And it’s too far away» zu stören.

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Gleichzeitig mit dem neuen Track kündigt der Londoner auch sein Mixtape Loopback an, welches am 12. Mai via Double Denim erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 8. April 2014 von Stefan Zihlmann in Review

Südpol, 4.4.2014: Die Bescheidenheit der fünf Luzerner verbietet es eine Plattentaufe mit Pomp und Feuerwerk zu veranstalten. Die Antwort zur Frage, weshalb Dans La Tente zum feinsten gehört, was die Luzerner Musikszene zu bieten hat, geben sie lieber auf der Bühne.

Es beginnt ein Abend der ganz im Zeichen von verhuscht-charmanten Dream-Pop-Exkursionen steht. Als idealer Einstieg fungiert Palus Somnii, das Soloprojekt von Belia Winnewisser, die ihr Talent schon als Mitglied bei Evje und Silver Firs unter Beweis gestellt hat. Mithilfe von MacBook und Synthesizer umschlingt sie die Besucher mit sehnsuchtsvollen Ambient-Drones. Mit viel Hall in der Stimme nimmt Belia Winnewisser die Hörer auf eine Reise in höhere Sphären. Das lateinische Palus Somnii, was übersetzt «Sumpf des Schlafs» bedeutet, sollte man nicht wörtlich nehmen. Einschläfernd ist die Darbietung keineswegs, eher einlullend.

Die Spannung steigt, denn es stellt sich die Frage, wie die neuen Songs von Dans La Tente Live klingen werden. Spätestens mit der Veröffentlichung der EP Knights 2009 und dem Gewinn des Kick-Ass-Awards gehören Dans La Tente zum stolzen Aushängeschild der Luzerner Musikszene. Mit Did We Like It So Far Or Have We Just Persevered? legten sie zwei Jahre später nochmals eine Schippe drauf. Sie minimierten die Wave-Einflüsse und setzten den Fokus auf komplexere Art-Pop Strukturen. Mittlerweile ist die Band zu einem Quintett gewachsen und hat musikalisch nochmals neue Wege eingeschlagen.

Die Songs sind bündiger geworden und suchen die Innovation nicht mehr in kunstvollen Ausschweifungen, sondern im Austarieren der Textur, was ein engmaschiges Geflecht aus traumwandlerischen Art-Pop-Klängen ergibt. Während dem Konzert kann man die neugewonnenen Qualitäten in jedem Song bestaunen: Die beiden Schlagzeuger Christoph Herzog und Marc Rambold teilen sich die Aufgabe und erzeugen den nötigen perkussiven Druck, während Rolf Laureijs an den Tasten für warme Klänge sorgt, wenn er nicht gerade mit Gitarre und Stimme Christoph Barmettler unterstützt. Als Bindeglied zwischen Melodie und Rhythmus fungiert Oli Vogel, der mit versierten Bassläufen die nuancierten Songstrukturen verbindet. Laufen die Songs auf Young Men Drifting in ihrer Perfektion zeitweise Gefahr, ins Blutleere abzudriften, klingen sie live um einiges spontaner und lebendiger. Aber dies ist Klagen auf ganz hohem Niveau.

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Album: Young Man Drifting
VÖ: 04. April 2014
Label: Goldon Records

(Ursprünglich erschienen auf kulturteil.ch)

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Veröffentlicht am 7. April 2014 von Laurin Huber in Video

Norwegen ist seit einigen Jahren ein sehr spannendes Pflaster für elektronische Musik. Gerade in den Grossräumen Oslo und Bergen im Süden des Landes ist um Labels wie Full Pupp (von Thomas Hermansen alias Prins Thomas), Smalltown Supersound oder dem Label-Verbund Sex Tags (von DJ Sotofett und seinem Bruder DJ Fett Burger, mit diversen Sub- und Schwesterlabels) eine sehr produktive und innovative Szene entstanden.

Bekannt ist diese – spätestens seit dem Erscheinen von «Inspector Norse» vom Osloer Produzenten Todd Terje [sein Debüt-Album It’s Album Time ist letzten Freitag auf Olson Records erschienen] auch international – vor allem für eigenwillige Produktionen im Bereich Leftfield, House und Disco, oft auch im Rahmen von Kollaborationen (Achse Oslo–Berlin und/oder Oslo–New York).

Aber auch im Bereich der Musik-Hybriden zwischen Pop und experimenteller Elektronik tut sich in letzter Zeit spannendes in Norwegen: Etwa mit Kine Sandbæk Jensen, die mit ihrem Projekt Pieces Of Juno im Stile von Holly Herndon oder einer frühen Laurel Halo die ruhigere, sphärischere Seite der elektronischen Musik bearbeitet. Kürzlich veröffentlichte die in Oslo wohnhafte Künstlerin eine neue EP unter dem Namen Do You Know Who You Are via Soundcloud. Darauf findet man zwei ihrer Produktionen, welche von düsteren, gespenstischen Synthesizer-Klänge bestimmt werden.

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Zu «Saffron», einem der beiden Songs, gibt es seit kurzem ein Musikvideo, aufgenommen von Kristine Meling Enoksen, welches man sich hier ansehen kann.

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Neue Musik

Die mysteriöse britische Sänger- und Produzentin TĀLĀ wird gerade in der Online-Welt als vielversprechende Beat-Bastlerin gehandelt und das zurecht! Trotzdem zeigt sie sich bisher noch in einem geheimnisvollen Kleid und gibt über sich nur bekannt, dass sie iranische Wurzeln hat und zurzeit in London lebt. Auf dem Label Aesop, auf welchem auch Künstler wie SOHN und Wayward zuhause sind, wird sie bald ihre Debüt-EP veröffentlichen.

Letzte Woche erschien die erste düstere Nummer «The Duchess» von TĀLĀ im Netz. Ein zeitgenössischer Mix aus wuchtigen, konstant anhaltenden Bassklängen mit verzogenen Vocals und benebelten, tanzgetriebenen Rhythmen berauscht unsere Sinne auf eine angenehme Weise.

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Aus einer Zusammenarbeit mit dem britischen House-Producer T.Williams für seine Feelings Within EP, kann man sich überdies auch von TĀLĀs Stimmorgan überzeugen lassen.

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Veröffentlicht am 4. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Seit geraumer Zeit schwirrt der Name dd elle durch die Blogosphäre und mit ihm verbunden zwei hübsche, basslastige Songs. Das aber ist es dann auch schon. Zurzeit beissen sich verschiedene Musikplattformen die Zähne aus, herauszufinden, wer hinter diesem Pseudonym stecken mag.

Wir überlassen die Arbeit den anderen, lassen uns überraschen und vergnügen uns in der Zwischenzeit mit den vielversprechenden Tracks  «a note»,  «Kind 2 U» und ganz neu auch «Love Me Only». (Anhören auf Gorilla vs. Bear)

Anscheinend soll in Kürze eine erste EP mit dem Namen U veröffentlicht werden.

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Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Review

Einst nahm Dylan Baldi seine Songs im stillen Kämmerchen zuhause auf, mit minimalem Equipment und wenig Erfahrung. Dementsprechend charmant und ungezwungen kamen die Songs auf seinem Debut Turning On und dem selbstbetitelten Nachfolgwerk daher.

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Dann der grosse Wandel: Mit Album Nummer 3, Attack On Memory, welches 2012 erschien, mutierten Cloud Nothings definitiv zur Band. Das deutlich vom Grunge beeinflusste Rockepos war härter, schneller und stärker als die frühen Aufnahmen und wurde von der Musikpresse in höchsten Tönen gelobt.

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Nun sind Cloud Nothings mit Here And Nowhere Else zurück. Geschrieben auf Tour und aufgenommen in New Jersey ist das Album ein weiteres Werk voller raffinierter Noise-Rock-Songs, die trotz des organisierten Lärms melodiöser nicht sein könnten. Besonders herauszuheben gilt es dabei Dylan Baldis markant verbesserten Gesang und die virtuose Schlagzeugkünste von Schlagzeuger Jayson Gerycz’s.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/f3ua5scpw8gsh1rkkpj7.mp3″ title=“«Psychic Trauma» (ab: Here And Nowhere Else, 2014)“ title=“«Psychic Trauma» (ab: Here And Nowhere Else, 2014)“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Here And Nowhere Else ist soeben auf Carpark Records und Mom & Pop erschienen.

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