Veröffentlicht am 04.09.2017 von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit endlich wieder Clubkonzerten und dem einen oder anderen Festival.

Montag, 4. September 2017
Weit reisen müsste man heute aus der Deutschschweiz, und womöglich seid ihr gerade schon unterwegs: Entweder zu den Lo-Fi-Pop LA-Musikern namens Cosmonauts ins tolle Casotto in Lugano, oder zu dem keiner Einleitung bedürftigen Thurston Moore und seiner Thurston Moore Group am La Bâtie Festival in Genf.

Dienstag, 5. September 2017
Wer hätte das gedacht, damals als wir den Sonntagmorgen immer verschlafener amensagend auf harten Kirchenbänken sassen, dass die Orgel eines Tages wieder hip werden würde? Das Bâtie Festival in Genf, seit eh und je ein Geschmacksvorreiter im Booking, widmet dem Instrument einen ganzen Abend, mit den Virtuosen Diego Innocenzi, James McVinnie und Anna von Hausswolff.

Mittwoch, 6. September 2017
In den Golanhöhen ist es meist frischer als im Rest der Region; für nahöstliche Verhältnisse wird es da fast schon richtig kalt, mit immer wiederkehrendem Schnee. Vielleicht nicht gerade die Gegend, die man mit sommerlich andeutendem Reggae verbinden würde. Die syrische Band TootArd verarbeitet in ihren Texten allerdings nicht nur Sunshine-Themen, sondern nicht zuletzt auch die Anliegen des Lebens in den besetzten Gebieten. Am Mittwoch im Düdinger Bad Bonn.

Donnerstag, 7. September 2017
Wer mal wieder einen Energieschub braucht, denen empfehlen wir keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern lediglich einen Donnerstagabend im Stall 6 mit Ata Kak. Der Ghanaer Disco-Hype, wiederentdeckt durch Awesome Tapes From Africa, strahlt auf der Bühne so viel Power aus, dass er keinen Tag älter als 20 wirkt. Hingehen und tanzen!

Freitag, 8. September 2017
Legendärer MC Pharoahe Monch aus Queens landete mit Simon Says Anfang 2000er einen Riesenhit und zählt zu den begabtesten MCs. Am Freitag gibt der Rapper eines seiner selteneren Konzerte im Schaffhauser Kammgarn.

Samstag, 9. September 2017
Bevor uns die Festivals ausgehen, hier noch ein kleines und lautes Openair: Das RockOut in Ringgenpärkli in Bern, organisiert vom ISC, holt sich die deutsche Dirt-Pop-Hoffnung Isolation Berlin in die Hauptstadt – unterstützt von drei lokalen Rockmatadoren.

Sonntag 10. September 2017
Während der kaum endend wollenden Psych-Rock-Welle um 2013 rum, schlichen sich auch The Holydrug Couple aus Santiago de Chile mit ihrem Album «Sanctuary» in unsere Herzen ein. Nun ist das Duo wieder auf Tour, und macht diesen Sonntag im Casotto in Lugano Halt – höchste Zeit für einen Tessiner Ausflug.

Mehr Konzerte gibt es in unserem Konzertkalender.

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Veröffentlicht am 29. August 2017 von Beni Geisseler in Orange Peel präsentiert

Und schon geht es weiter mit den B-Sides Festival Fieldsessions. Heute mit der Zürcher Rapperin Big Zis zusammen mit Julian Sartorius und dem Song «iBack».

Ein bisschen weniger Party, dafür umso mehr abstrakte Rhythmen von Julian Sartorius zeichnet Big Zis auf ihren neuen Songs aus. Sartorius, der seinerseits dieses Jahr mit einer Klangwanderung und neuem Album aufhorchen liess, begleitet die Stimme von Big Zis geradlinig durch ihre Songs und wirkt dabei wie eine zweite Stimme.

Auch am B-Sides zeigte die Sprachkünstlerin, wie der Neo-Old-School-Rap aus der Schweiz klingen könnte.

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Veröffentlicht am 16. August 2017 von Kilian Mutter in Orange Peel präsentiert, Video

Das B-Sides Festival 2017 ist bereits seit einigen Monaten Geschichte. Dies bedeutet aber nicht, dass uns die tolle Ausgabe nicht noch immer nachhallt. Die Erinnerungsschwelgerei wird dabei von den Fieldsessions-Videos unterstützt, in denen verschiedene Acts des diesjährigen Festivals abgespeckte Versionen ihrer Songs präsentieren.

Heute feiert bei uns die bereits 23. Fieldsession ihre Premiere, in der East Sister, ein musikalisches Konglomerat der Städte Luzern, Basel und Genf, ihren Song «To Grow» zum Besten geben. Noch stärker als ihre Studioaufnehmen rückt diese Version die stimmliche Harmonie von Lorraine Dinkel und Laura Schenk in den Vordergrund. Begleitet werden sie bloss einem kleinen Yamaha-Keyboard, feiner Perkussion von Amadeus Fries, sowie Vögeln, die im Hintergrund zwitschern. Eine wahre Fieldsession also.

Das nächste B-Sides Festival findet 2018 zwischen dem 14. und 16. Juni statt.

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Veröffentlicht am 27. Juli 2017 von Yemi Omodunbi in Neue Musik, Video

Sudan Archives ist Violinistin und Sängerin in Einem. Wie der Name fälschlicherweise verlauten könnte, ist die 23-Jährige nicht etwa im Sudan aufgewachsen. Der Name ist dennoch Programm: Die gebürtige und nun in Los Angeles beheimatete Amerikanerin bedient sich dem Klang und Rhythmus der Violine, wie sie im Sudan typisch sind. Gemischt werden in Sudan Archives‘ Musik oftmals Geigenklänge mit elektronischen Elementen oder Hip-Hop Beats. Der Autodidaktin (das Geigenspielen hat sie sich in jungen Jahren selber beigebracht) gelingt auf diese Weise eine Fusion verschiedener Genres, wie auch geographisch unterschiedlich einzuordnender Musikelemente, die schliesslich in einem sehr besonderen Stil resultieren.

Ihr neuster Song «Come Meh Way» ist dabei das beste Beispiel dafür. Eine eigenwillige Geige, der Gesang einer selbstbewussten Frau, gemütliche afro-angehauchte Beats, abgerundet von elektronischen Komponenten. Das Video dazu zeigt Sudan Archives während eines Aufenthalts in Ghana, den sie nutzte, um jungen Studenten das Kreieren und Produzieren von Musik näherzubringen.

Ihre sechs Tracks lange Debut-EP Sudan Archives, in die es sich wirklich reinzuhören lohnt, erschien am 24. Juli 2017 bei Stones Throw.

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Veröffentlicht am 26. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Corbin, auch bekannt als Spooky Black, veröffentlichte mit Couch Potato das letzte Mal im Jahr 2015 eine Sammlung an Songs. Anfangs dieses Jahres erlebte er, nun als Corbin, mit dem neuen bedrückenden Ambienttrack «destrooy» eine Wiedergeburt. Darauf folgt nun eine weitere eindrückliche und melancholisch-klagende Single.

Produziert wurde «Ice Boy» von Shlomo und D33J, welche eine ruhige Harmonie zwischen Corbins teils schreiender Stimme und einem minimalistischen Set an Klangkörpern schaffen. Die Single erschien auf dem Label WEDITIT.

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Veröffentlicht am 25. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Untogether hiess das Debütalbum des Duos Blue Hawaii, welches 2013 erschien. Raphaelle ‘Ra’ Standell und Alexander ‘Agor’ Kerby musizieren immer noch zusammen und kündigen mit einer neuen Single den Nachfolger Tenderness an. Dieser sei ein Konzeptalbum, welches sich den Herausforderungen einer Liebesbeziehung übers Internet widmet.

«No One Like You» klingt im Gegenteil zum doch eher kühleren Debüt nach einem lauwarmen Sommerabend, zu welchem es sich nicht nur einen vornehmen Drink schlürfen, sondern auch leicht tanzen lässt. Ra’s Stimme bettet sich dabei liebevoll zwischen den orchestralen Instrumentationen und wummernden Bässen ein. Laut dem Presserelease soll ihr neues Album klingen, als treffe Björk auf The xx und DJ Koze. Blue Hawaiis Tenderness erscheint am 6. Oktober über das Label Arbutus Records.

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Veröffentlicht am 22. Juli 2017 von Kilian Mutter in Mixtape, Playlists

Wie jedes Jahr kriegst du unsere 20 liebsten Sommersongs, feinsäuberlich ausgewählt und arrangiert, damit du für den geplanten Roadtrip, die Strandferien, die Flucht aus der Stadt, aber auch deine schwülen Bürotage optimal gerüstet bist. Die Songs sind sowohl einzeln, wie auch als Zip-File downloadbar und fast alle auf Spotify anzuhören. Das wunderbare Artwork stammt von Cameron Taylor.

1. Homeshake Hello Welcome
2. Washed Out Floating By
3. Isaac Delusion Isabella
4. MoreEats Bar
5. Grumpus Waters

6. deer scout sad boy
7. Foreign/National Mr Unlucky
8. Algiers The Underside Of Power
9. Superorganism something for your M.I.N.D.
10. Tender Nadir

11. Cosmo Pyke Chronic Sunshine
12. Wasabi On Your Mind (feat. Hardy Nimi)
13. KOKOKO! Tokoliana
14. King Gizzard & The Lizard Wizard Melting
15. Charly Bliss Percolator

16. Trevor Sensor High Beams
17. Jeans For Jesus Wosch no chli blibä
18. Aloïs Flowers
19. Slowdive Star Roving
20. Cigarettes After Sex Sunsetz

Download: Orange Peel Summer Mixtape 2017

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Veröffentlicht am 20. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik, Video

Der in Nigeria geborene und mittlerweile in London lebende Obongjayar, veröffentlichte letztes Jahr mit «Creeping» und der dazugehörigen EP Home ein interessantes Debüt. Darin nimmt er geschickt Elemente aus Soul, Grime und Electronica auf, bringt eine eigene gefühlsvolle Note mit ein und erweckt ein rüttelndes Gedicht.

Auch in seiner neusten Single «Endless» fesselt Obongjayar, mit seinem kratzenden Sprachgesang und sich in Ekstase bewegenden Rhythmen, die sich im Erbe Fela Kutis bewegen. Ein intensiver, poetischer Mix, der sehr innovativ und eigen wirkt.

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