Veröffentlicht am 28.05.2018 von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit einem konzertfreien Wochenende. Springt ins Wasser!

Montag, 28. Mai 2018
Für alle diejenigen, die ihren genüsslichen Sonntagskater bewusst in den Montag tragen möchten: Cigarettes After Sex, die Band aus Brooklyn, die den Soundtrack zu jedem zeitgenössischen Indie-Romcom-Abspann liefert, spielt heute Abend ihre geflüsterten, Slow-Mo-Songs im Zürcher X-Tra.

Dienstag, 29. Mai 2018
Moaning aus LA sind einer der neuesten Hoffnungsträger bei Sub Pop. Ihr Post-Punk ist meist kühl und erdig, um dann hie und da in fast schon stadionartige Grösse zu entfachen. Es bleibt also spannend, in welche Richtung die noch junge Band sich entwickeln wird. Am Dienstag kriegt man im Le Romandie in Lausanne einen ersten Einblick.

Mittwoch, 30. Mai 2018
Über Lorenzo Senni wird gesagt, dass er Trance als Genre dekonstruiert und aus den Unmengen von Teilchen eine neue Rave-Kultur entstehen lässt. Vom italienischen DJ wird also einiges erwartet. Am Mittwoch tritt er mit seinem postmodernen Trance im Luzerner Südpol auf.

Donnerstag, 31. Mai 2018
Schon wieder Sub Pop, dieses Mal mit alten statt neuen Lieblingen. Wolf Parade eroberten in den Mittnullerjahren die Herzen alle deren, die sich nach und trotz The Strokes noch für nordamerikanischen Indie-Rock begeistern liessen. Nun sind sie mit «Cry Cry Cry», ihrem vierten Studioalbum, zurück. Diesen Donnerstag spielen sie im Zürcher Bogen F.

Freitag, 1. Juni 2018
Levitation Room aus LA ist eine Psych-Rockband, die bei Burger Records unter Vertrag steht – was an West Coast Hipness-Status schon kaum zu übertreffen ist, toppen sie. Die Bandmitglieder waren auch Mitgründer von Everydaze Music, dem LA-Musikgeschäft und DIY-Hub für Lofi-Rock in Kalifornien. Nun machen sie am Freitag in der Gare de Lion zu Wil Musik.

Mehr Konzerte gibt es in unserem Konzertkalender.

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Veröffentlicht am 21. Mai 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Die Singer-Songwriterin Laura Marling und Tunngs Mike Lindsay spannen zusammen für ein experimentelles Folk-Projekt mit dem Namen LUMP. «Late To The Flight» ist die zweite Single ihres bald erscheinenden Debütalbums. Der Song beschäftigt sich mit luzidem Träumen und den Gefahren in einer öffentlichen Person gefangen zu sein. Überweltlich klingt auch die Klangkonstellation unter den gerissenen Lyrics. Mit merkwürdigen Flöten, Synths, Gitarren und sich überlagernden Gesangsechos schaffen die beiden ein Björk-esques Klangbild, das selbst wie ein auditiver Traum wirkt.

LUMP selbstbetiteltes Debütalbum erscheint am 1. Juni via Dead Oceans, eine weitere Single («Curse of The Contemporary») ist bereits draussen.

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Veröffentlicht am 16. Mai 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Squaring Circles ist eine vierköpfige Band aus Melbourne, Australien, welche Einflüsse aus Electronica, Jazz und Psychedelic Rock zu einem dynamischer Mix verbindt. Ihre Debütsingle «Anima» feierte vor kurzem Premiere auf Triple J und klingt wie ein Song von Caribou auf der Überholspur.

Mit subtilen, an einem vorbeiflirrenden Vocal Samples, aufwirbelnder und dann wieder beruhigender Perkussion und kurvenreichen Gitarrenpassagen erzeugen Squaring Circles ein sphä­risches Gesamtklangbild, dass mal laut & mal leise vor sich hinschwelgt.

Squaring Circles Debütalbum Motion soll noch dieses Jahr erscheinen.

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Neue Musik

Connie Constance ist eine jener jungen, aufkommenden Soul-Stimmen aus London, welche eigentlich nur noch auf ihren grossen Durchbruch warten. Ursprünglich stammt sie aus einer kleineren Gemeinde ausserhalb Londons, mit 16 Jahren zog sie aber in die grosse Stadt um ihrer Leidenschaft, dem Tanzen, nachzugehen. Irgendwann nahm das Musik machen aber überhand und im 2015 veröffentlichte sie mit «Stars» ihre erste vielversprechende Single. Vor allem aber mit ihrer EP Boring Connie mochte sie sich mit ihrem singulären und dynamischen Stil von anderen Singer-/Songwriterinnen abgrenzen. Mit aufrichtigen Lyrics und ihrer vibrierenden Stimme über meist sehr reduzierte Instrumentationen gewährt sie einen tiefen Einblick in ihre eigene Welt. In «Let Go» erzählt Connie beispielsweise mit viel Ehrlichkeit über das hin und her einer toxischen Beziehung.

Mit «Yesterday» veröffentlicht Connie Constance nun eine weitere grossartige Komposition. Wiederum sehr reduziert, nur begleitet von einem jazzy Bass und einer heulenden Gitarre, steht vor allem wieder ihre Stimme im Vordergrund.

Connie Constances «Yesterday» erschien diese Woche über Universal Music.

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Veröffentlicht am 15. Mai 2018 von Simon Gwinner in Radio

Alle acht Wochen, jeweils am Samstag von 15:00 bis 17:00 Uhr, teilen wir auch bessere Musik im Radioformat. Unser 8. Setblock lief letzten Samstag über den Zürcher Internet-Radiosender GDS.FM und gibt’s jetzt auch zum Nachhören.

Im 8. Setblock stellten wir dir unser extended Frühlingsmixtape vor. Unter anderem mit neuer Musik von Hookworms, Dachs, MorMor, Sun June, Weirdo, Kevin Krauter, Remember Sports, Ben Khan, Cobee sowie einigen weiteren Künstlern und Songs, welche hoffentlich deine warmen Frühlingstage und -nächte versüssen.

Tracklist Setblock #8

1. Hookworms Each Time We Pass
2. Young Fathers In My View
3. Mormor Heaven’s Only Wishful
4. The Internet Roll (Burbank Funk)
5. Sun June Discoteque
6. Dungen & Woods Turn Around
7. Westerman I Turned Away
8. Amen Dunes Blue Rose
9. Dachs Selecta Automat
10. Her Together
11. Hibou Junipero Love
12. Cobee Trink mit mir
13. Thunder Jackson Colours
14. Hop Along How Simple
15. Kevin Krauter Rollerskate
16. Atlin Gün Halkali Seker
17. Sonny SmithRefugees
18. Malena Zavala Could You Stay
19. Janelle Monaé I Like That
20. Weirdo Disco
21. Shannon & the Clams The Boy
22. Rolling Blackouts Coastal Fever Talking Straight
23. Remember Sports Pull Through
24. FONTAINS D.C. Boys in the Better Land
25. Alaskalaska Meateater
26. Buzzy Lee No Her
27. Cella Sloth
28. Jon Hopkins Emerald Rush
29. Octavian Hands
30. Lauren Auder for those who patiently endure
31. Ben Khan 2000 Angels
32. Michael Christmas Girlfriend
33. Solomon Grey The Game
34. Henry Green Another Light

Alle unsere vergangenen Setblocks gibt’s bei GDS.FM zum Nachhören. Das Orange Peel Sprint Mixtape gibt’s hier auch mit einzelnen Songs als Stream und Dowload und vergiss nicht uns auf Facebook oder Twitter zu folgen für Updates, wann der nächste Setblock Live geht.

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Veröffentlicht am 13. Mai 2018 von Yemi Omodunbi in Neue Musik

Rund zwei Jahre ist es her, dass Long Tall Jefferson (einst Gitarrist bei Pablo Nouvelle) sein erstes Album I Want My Honey Back veröffentlichte und sofort auf sich aufmerksam machte. Ein äusserst talentierter Schweizer Solokünstler bahnte sich zu Recht seinen Weg in die Öffentlichkeit und machte deutlich, dass guter Folk mit solidem Gitarrenhandwerk noch lange nicht der Vergangenheit angehört. Besonders der Song «Old Friend» mag vielen bereits zu Ohren gekommen sein – und zeigt, was LTJ ausmacht: Zarte, durchdachte Melodien und Texte, die einem einfahren.

Auch in echt macht der Luzerner Eindruck. Denn spätestens wenn man LTJ live gesehen hat, kommt man vom Schwärmen nicht mehr weg. Er hat alles, was es für gute (Live-)Musik braucht: Eine tolle Präsenz, ein astreines Fingerpicking, eine warme wie kräftige Stimme und nicht zuletzt die Prise Emotionen und Konzentration, die das Erlebnis abrunden und zu einem machen, das man nicht so schnell vergisst.

Und für alle, die sein erstes Album bereits rauf und runter gehört haben, nun die gute Nachricht: Der erste Song seines zweiten Albums ist seit Kurzem draussen und verspricht, dass auch das zweite keine Enttäuschung wird – nein, da bahnt sich etwas wirklich Gutes an. «Yonder is a Mountain» nämlich sprüht vor Energie. Nebst der Gitarre und der Stimme, die typischerweise und mit gutem Grund im Vordergrund stehen, wird der Song mit Backing Vocals und subtilen Percussion-Elementen ausgeschmückt. Und für jene, die noch nicht Fan sind, bleibt das zumindest ein guter Moment, um auf den Zug aufzuspringen.

Das nächste Mal live zu sehen ist Long Tall Jefferson übrigens im Juni am B-Sides Festival in Luzern – und zwar erstmals mit Band!

Sein zweites Album Lucky Guy erscheint am 7. September 2018 bei Red Brick Chapel, seinem selber gegründeten Label.

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Veröffentlicht am 8. Mai 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Lange wartete man auf neues Material der Süd-Londonerin Tirzah. Ihre genreübergreifenden Kompositionen spannen von Leftfield, über gemächlichen Pop bis hin zu R&B. Mit I’m Not Dancing sowie der darauf folgenden EP No Romance veröffentlichte sie auch bereits zwei EPs, die uns zu verzaubern wussten. Mit einer neuen Single kündigt sie nun ihr langersehntes Debütalbum Devotion an.

Auch dieses entstand in Kollaboration mit ihrer Schulfreundin Mica Levi aka Micachu. «Gladly» ist ein gefühlsvoller Liebessong und gleichzeitig Vorgeschmack auf ein noch folgendes, sehr persönliches R&B Album von Tirzah. Ihr verträumter Gesang schwebt über den zurückhaltenden Klaviernoten und verbirgt Songzeilen wie: „I don’t want, To sound so serious, But you are taking me away from all this, hey, All it takes, all it takes, Is your arms, your smile, I like you“

Tirzahs Debütalbum Devotion erscheint am 10. August über Domino Records.

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Veröffentlicht am 7. Mai 2018 von Severin Kaufmann in Review

Das Cover von Geowulfs Debütalbum zeigt auf eindeutliche Weise, was den Hörer erwartet. Mit sanften Klängen und eingängigen Melodien zaubert das australische Duo die Sonne herbei. Der mit Synthesizer bemalte Pop wirkt gekonnt lässig und so erzeugt Great Big Blue auf Albumlänge pure Sommervibes.

Dies zeigt sich besonders bei Songs wie «Get You» oder «Saltwater». Andere Songs wie «Drink Too Much» wirken wie ein Tagtraum und laden ein, in Erinnerungen zu schwelgen.

„Cause I get myself in trouble when I drink too much, think too much.“

Einerseits bietet das Album eine gewisse Abwechslung, die sich beispielsweise beim gelungenen Synthie-Einsatz in «Won’t You Back» zeigt und damit mit dem vom New Wave beeinflussten Song die allgemeine Einheitlichkeit von Great Big Blue fein durchbricht.

Obwohl das Album also mit einfach gehaltenen Melodien und warmen Klängen brilliert, mag es einigen Hörern wohl ein wenig an Ecken und Kanten fehlen. Als Untermalung für laue Abende funktioniert es dafür umso besser.

Great Big Blue erschien im Februar 2018 bei 37 Adventures.

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