Veröffentlicht am 19.04.2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Club Kuru startete vor ein paar Jahren eigentlich als Soloprojekt von Laurie Erskine, formierte sich dann aber langsam zu einem fünfköpfigen Powerpaket. Auf ihrer neuen EP Waiting At The Corner kombinieren die Londoner raffinierte Harmonien zwischen Psych- und Dream-Pop, der teils an Unknown Mortal Orchestra und teils an Tame Impala erinnert.

So ist auch ihre neuste Single «Giving In» eine sonnengetränkten Popperle, gefüllt mit Jangle-Gitarren, sentimentalen Synths und einer Croonerstimme, die mit viel Charme zu berühren weiss.

Club Kurus neue EP Waiting At The Corner gibts hier im Stream. Wer lieber von visueller Ästhetik verführt werden will, dem sei das Musikvideo zur Single «Ribbons» empfohlen.

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Veröffentlicht am 18. April 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Unter ihrer eigenen Genrebeschreibung Mood-Pop veröffentlichte das LA-Outfit Toyko in den letzten zwei Monaten bereits zwei vielversprechende Songs. Sehr emotional, laut und wunderschön theatralisch prallen darin Popmelodien auf innige Hooks.

Auch ihr neuster Song «Like What I Like» reiht sich in diese Elektropop-Serie ein und birgt für den Hörer die Gefahr, bereits beim ersten Hördurchgang zum lauten Mitsingen angeregt zu werden.

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Veröffentlicht am 17. April 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik, Review

Als wir das erste Mal von Shamir und seiner Debütsingle «If It Wasn’t True» Wind bekommen hatten, waren wir uns einig, dass hier eine neue Pophoffnung heranwächst. Mit seinem nasalen Gesang und den eingängigen Elektro-Popmelodien machte sich Shamir im Nu einen internationalen Namen. Nach einigen vielversprechenden Songs und der ersten EP Northtown ging dann alles ziemlich schnell. XL Recordings nahmen Shamir unter Vertrag und kurz darauf folgte bereits das Debütalbum Ratchet des aus Las Vegas stammende Sängers. Vielleicht ein bisschen zu früh. Die ersten Auftritte welche im Internet kursierten konnten nicht ganz mit den Erwartungen mithalten und vielmehr als Shamir selbst stand vielleicht seine energiegeladene Hitsingle «On The Regular» im Zentrum.

Zwei Jahre nach diesem Senkrechtstart veröffentlichte Shamir dieses Wochenende ein intimes Überraschungsalbum, welches einen musikalischen Wechsel offenbart. In der Beschreibung zum Album erzählt Shamir:

I was gonna quit music this weekend. From day 1 it was clear i was an accidental pop star. I loved the idea of it, i mean who doesn’t? Still the wear of staying polished with how im presented and how my music was presented took a huge toll on me mentally. I started to hate music, the thing i loved the most! […] My music only feels exciting for me if its in the moment, and thats what this album is. I made this album this past weekend stuck in my room with just a 4 track feeling hopeless about my love for music. Im not gonna lie, this album is hard to listen to, but it was even harder for me to share. I love pop music, i love outsider music, and i love lofi music, this is my way of combining all 3.

Das Album, welches ebenfalls dieses Wochenende aufgenommen wurde, zeigt Ähnlichkeiten zum starken neuen Album Infinite Worlds von Vagabon auf. Shamirs Falsettstimme springt auch in Hope hervor, die Melodien dagegen klingen viel mehr nach Lo-Fi Indie Rock als Elektropop. Abgesehen davon, dass das Album innerhalb von kürzester Zeit und nur mit wenigen Hilfsmitteln aufgenommen wurde, wirken die Songs sehr ehrlich und intim. Sie zeigen eine ganz neue Seite von Shamir und beweisen, dass gute Popmusik auch ungeschliffen funktioniert.

Das ganze (Mini)album Hope gibts via Mediafire in Lo-Fi Qualität zum Herunterladen und oben im Albumstream.

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Veröffentlicht am von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit zweimal Italianità und einem Coverabend. Zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone.

Montag, 17. April 2017
Ein langer Kater, der je nach durchzechten Osternächten und Brunchdichte mehr oder weniger intensiv ausfällt ist oft typisch für den Ostermontagabend. Diesen weg schütteln kann man in der Bosch Bar zu Fuzz Orchestra, einem kraftvollen Noise-Outfit aus Mailand.

Dienstag, 18. April 2017
Ouzo Bazooka erinnert tatsächlich an alles, was Tel Aviv zu bieten hat, wie dessen Bio verspricht. Und für uns ist das eine New Age Ästhetik gekoppelt mit jugendlicher Frische, mediterraner Wärme und Mystik. Der Israeli tritt am Dienstag im Kreuzlinger Horst Klub auf.

Mittwoch, 19. April 2017
Die in Bologna gegründeten His Clancyness erinnern mehr an das New York der 1980er Jahren als an die lyrische Melodramatik anderer Bolognesi wie zum Beispiel Lucio Dalla; wo doch beides seinen Charme hat, passt ersterer Sound um einiges besser in die Zürcher Zukunft, wo die Band um Jonathan Clancy diesen Mittwoch auftritt.

Donnerstag, 20. April 2017
Liz Harris alias Grouper braucht kein neues Album, um sich eine Tour zu gönnen: Ruins ist bereits im Oktober 2014 erschienen, eingespielt wurden die meisten der acht Lieder aber bereits drei Jahre zuvor. Macht aber nichts, denn die tröstlich-traurige Musik ist so schön wie zeitlos. Am Donnerstag spielt Grouper in der Roten Fabrik.

Freitag, 21. April 2017
Am vorherigen Abend spielen die 90er-verliebten Lo-Fi-Songschreiber von LVL UP im Zürcher Gonzo, aber mittlerweile ist die Jahreszeit gekommen für den einen oder anderen Ausflug – Wetter hin oder her. Deshalb empfehlen wir das New Yorker Gespann im Pink Rouge im Walliser Städtchen Monthey besuchen zu gehen, die Nacht durchzumachen und morgens ein Croissant in den Café au Lait einzutunken. Ein Abenteuer! Wie früher.

Samstag, 22. April 2017
Stahlberger feiert das 10-jährige Jubiläum des St. Gallers Palace ausgelassen: Mit Musikfreunden und -freundinnen covert er diesen Samstag nur Bands, die bereits im «War mal ein Kino»-Club aufgetreten sind. So zum Beispiel Jeffrey Lewis, The xx, Sleaford Mods, Timber Timbre, Züri West, Distelmeyer, Bonnie Prince Billy, Animal Collective und Future Islands. Ausserdem sollen Stahlbergers eigene Lieder von anderen Bands gecovert werden.

Sonntag, 23. April 2017
«Ich mochte es schon immer, traurige Geschichten zu fröhlicher Musik zu erzählen» erzählte Jens Lekman kürzlich in einem Interview. Auch auf seinem vierten Album Life Will See You Now vermischt der Schwede melodiösen Indiepop mit tragischen Erlebnissen. Am Sonntag spielt Lekman in der Zürcher Zukunft.

> Mehr Konzerte gibt es in unserem Konzertkalender.

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Veröffentlicht am 12. April 2017 von Kilian Mutter in Playlists

Einmal mehr bietet dir unsere monatliche Playlist eine Auswahl von den Songs, die uns im Moment begleiten, begeistern und prägen. Die gesamte Playlist gibt es weiter unten gratis runterzuladen, sowie auf Spotify anzuhören. Shout-out an Cameron Taylor für das Cover!

1. Lana Del Rey Love (Recycle Culture Remix)
2. Middle Kids The Edge Of Town
3. All XS Don’t Play With My Heart
4. Zeal And Ardor Devil Is Fine
5. krrum Moon

6. Lydia Ainsworth Open Doors
7. Future Islands Cave
8. Lea Porcelain Bones
9. Superorganism
 something for your M.I.N.D.
10. Al Lover Meets Cairo Liberation Front Level 1

11. Beach Fossils This Year
12. KWAYE Cool Kids
13. Perfume Genius Slip Away
14. Los Angeles Police Department If I Lied
15. High Sunn Polaroids

16. Chai Khat Graves
17. Julietta Beach Break
18. Hoops Rules
19. The Moonlandingz Lufthansa Man
20. SACRED PAWS Everyday

21. Generationals Turning The Screw
22. Axxa/Abraxas White Ship (Pt. 1)
23. Derya Yildirim & Grup Şimşek 3223
24. Her Swim
25. Cold Beat 62 Moons

26. SKATERS In Your Head
27. a=f/m Ashes
28. Howling Phases
29. Talaboman Safe Changes
30. Fog Lake roswell

Download: Orange Peel Playlist 04|17

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Veröffentlicht am 11. April 2017 von Yemi Omodunbi in Neue Musik

Das von Tamsin Wilson angeführte Trio WILSEN besteht seit 2013 und überzeugt seither. Manche mögen die New Yorker Band bereits länger verfolgen, somit auch das im gleichen Jahr erschienene Album Sirens sowie die zwei Jahre später veröffentlichte EP Magnolia kennen und wahrscheinlich auch lieben. Sollte dies der Fall sein, so wird man die Stimme Wilsons aus Songs wie «Magnolia» oder «December» sofort wiedererkennen. Sie besticht auf einzigartige Weise mit ihrer Zärtlichkeit und Wärme.

So überrascht es nicht, dass der dritte veröffentlichte Song «Final» ab ihrer im April erscheinenden LP I Go Missing in My Sleep ganz ohne Schnick Schnack auskommt. Lediglich das Zupfen einer akkustischen Gitarre und eben diese Stimme sind darin vereint und schaffen gemeinsam eine fast schon zerbrechliche, da so bezaubernde, Stimmung.

Dass die meisten Songs ab dem Album in den Momenten vor der Dämmerung, in einem kleinen Appartment in Brooklyn geschrieben worden seien, scheint also nicht nur eine beschauliche Anekdote zu sein, sondern vermutlich tatsächlich zu den andächtigen und erfrischenden Klängen geführt zu haben.

I Go Missing in My Sleep erscheint am 28. April 2017 bei Secret City Records & Kobalt/Dalliance.

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Veröffentlicht am 10. April 2017 von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit Orchestern, Osterhasen und fast allen Genres. Zusammengestellt von Eva Hediger und Sabrina Stallone.

Montag, 10. April 2017
Wenn es einen ultimativen Erbe des Afrobeats gibt, dann ist es Seun Kuti. Sein Vater hatte damals das Genre und die Bewegung in der nigerianischen Diktatur der 1970er Jahre gegründet. Kuti der Jüngere erfindet die Klänge seines Vaters neu mit Hip-Hop und Rap-Einflüssen und bleibt dennoch der Materie treu. Heute spielt er im Zürcher Moods.

Dienstag, 11. April 2017
Future Politics heisst das diesjährige Album von Austra. Doch die Sängerin und Produzentin wettert nicht gegen Trump oder andere Politiker: «Die Grenzen, wie die Zukunft aussehen wird, sind ebenso faszinierend wie endlos. Das hat weniger damit zu tun‚ politisch zu sein, sondern über Grenzen hinaus zu denken – und das in jedem Bereich», erklärt die Kanadierin. Am Dienstag tritt Austra im Mascotte in Zürich auf.

Mittwoch, 12. April 2017!
Unsere Musikexpress-Kollegen finden, dass Wolf People auf ihrem neusten Album Ruins die perfekte Balance aus 70er-Hardrock, Folk und Hiphop hinlegen. Wie das live klingt, werden wir am Mittwochabend erleben. Dann spielen die Engländer im Bogen F in Zürich.

Donnerstag, 13. April 2017
Wer vergangenen Sonntag die Egyptian Female Experimental Music Session verpasst hat, der kriegt diese Woche hie und da noch eine Chance; zum Beispiel am Donnerstag, wenn das Konzeptalbum der ägyptischen Noise-Aktivistinnen im Palace zu St. Gallen präsentiert wird.

Freitag, 14. April 2017
Keine Angst, Ostern bietet mehr als Schokohasen und freie Tage. Sondern auch das Electron Festival in Genf. Zwischen Donnerstag und Sonntag gibt es vielversprechende Acts wie Roosevelt, Booka Shade, Zombie Zombie und Jan Blomqvist & Band.

Samstag, 15. April 2017
Manchmal wollen wir von sanftem Folk und einer tiefen Stimme eingelullt werden. Überkommt uns dieser Wunsch, legen wir die Alben Blue Ceilings und This Is How You Let Me Down von The Franklin Electric ein. Wir sind sicher: Auch am Auftritt der Band im Papiersaal am Samstag werden wir gefühlsduselig werden.

Sonntag, 16. April 2017
Ostermontag soll man mit einem Schokohasen und einem dicken Kater willkommen heissen: deshalb gibt es am Sonntag im Bee Flat zu Bern eine dicke Ladung Nachtleben am nachtlosesten Tag der Woche. Den Auftakt liefert das lokale Gespann Horizon Liquide mit seinem «Psychedelic Techno», um sich dann mit Acid Arab die Hand zu geben, welche mit ihrem unverkennbaren arabischen Techno das lange Wochenende zelebrieren.

> Mehr Konzerte gibt es in unserem Konzertkalender.

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Veröffentlicht am 5. April 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Wild springt Francis Novotny von Genre zu Genre und fusioniert dabei elektronisch infizierten R&B, mit Glitch-Soul und experimentellem Pop. Das lebendige und phantasievolle Gesamtbild ist demnach auch eher schwer fassbar und doch lassen sich Referenzen von Jai Paul über James Blake, bis hin zu Cashmere Cat heraushören. Der Multiinstrumentalist, welcher ursprünglich aus Göteborg stammt, mittlerweile aber in Paris lebt, verhält sich zwar noch mysteriös, das Label Black Butter hat aber bereits angebissen.

«Between The Lines» ist seine dritte und wahrscheinlich stärkste Single innerhalb eines Monates(!). Seine Stimme erklimmt dabei reibungslos himmlische Höhen, während die Instrumentationen in einem abenteuerlichen Wechsel umherschwirren.

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