Veröffentlicht am 18.07.2017 von Beni Geisseler in Orange Peel präsentiert, Video

Das B-Sides Festival hatte auch dieses Jahr wieder diverse Künstler aus der ganzen Welt bei sich auf dem Sonnenberg zu Gast. In regelmässigen Abständen präsentieren wir dir nun die Fieldsessions, welche im Rahmen des B-Sides 2017 aufgenommen wurden. Heute geht es los mit King Ayisoba.

Der musikalische König von Ghana veröffentlichte dieses Jahr sein neuestes Werk 1’000 Can Die. Mit seinem einzigartigen Stil eroberte er weite Teile der Welt und ist derzeit auf grosser Europa-Tournee. Am B-Sides setzten die Musiker neben ihrem Landsmann Ata Kak den exotischen Glanzpunkt des Festivals.

Alle Fieldsessions der letzen Jahre gibts in dieser Playlist. Das nächste B-Sides Festival findet wiederum zwischen dem 14. und 16. Juni 2018 statt.

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Veröffentlicht am 18. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Ben Stevenson ist ein kanadischer Singer-Songwriter, um welchen es nach seiner vielversprechenden Debüt-EP Dirty Laundry ziemlich ruhig wurde. Mit «Honeycola» kündigt er nun sein Debütalbum an. Dieses beinhaltet auch Gastauftritte von Project Pablo, Joseph Shabason von Destroyer und Matthew Tavares von BADBADNOTGOOD.

In «Honeycola» brüten harmonische Melodien und Gesangseinlagen unter üppigen Synthesizern. Der Song entstand in einer Kollaboration mit Matthew Tavares, dessen eigenes Soloprojekt wir erst kürzlich vorgestellt haben.

“The song is about a muse, a near mythical creature who is at once alluring yet terrifying. She embodies truth and beauty and forces you to realize that you cannot hold on to either…you allow it to pass through or lose it altogether”

Ben Stevenson Debütalbum Cara Cara erscheint am 22. September via Culvert Music.

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Veröffentlicht am 17. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Hinter Wasabi stecken die beiden Schweizer Produzenten und DJs Still Phill und Kudu Banga. In ihrer Single «On Your Mind» spannen sie mit dem jungen Gesangstalent Hardy Nimi zusammen. Dieser erhielt letztes Jahr bereits mit seinem Raptrack «Mucho Guapo» viel Applaus aus der CH-Rapszene.

«On Your Mind» spannt eine Brücke zwischen geschmeidigen Urban Beats und zugänglicher Musik für den Klub. Der Song folgt dabei der Entwicklung tanzbarer Klubmusik, die sich dem Sprachgesang anpasst – ähnlich wie Vic Mensas «Down on My Luck» oder noch aktueller Vince Staples auf seinem abenteuerlichen neuen Album The Big Fish Theory. Diese Fusion des Club-Raps besitzt genug Ohrwurmtauglichkeit um den Sommer musikalisch aufzufrischen und zeigt auch, dass Hardy Nimi weit mehr kann als nur Mucho Guapo.

Die dazugehörige EP Wasabi gibts als Gratisdownload über die Label Website PLSRMG.

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Veröffentlicht am 14. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Dena Miller aka Deer Scout ist eine raffinierte Songwriterin aus Philadelphia, welche mit ihren Songs tiefe Einblicke in ihr persönliches Leben verschafft. Auf ihrer Debüt EP Customs, welche letztes Jahr erschien, tummeln sich vier umwerfende Lo-Fi Songs, welche mit tagebuchartigem Songwriting bezaubern. Auch in ihrer neusten Single «Sad Boy» sprudelt vor Erzählkunst.

«Sad Boy» ist eine bissige Auseinandersetzung mit einer überwiegend von Männer dominierten Indie-Szene, in welcher „Sad Boys“ für ihre offene Art der thematischen Auseinandersetzung mit ihren Emotionen hochgelobt werden, während das gleiche beim weiblichen, transsexuellen und non-binären Geschlecht als Normativ betrachtet wird.

Die launenhafte Art wie Deer Scout diese Geschichten erzählt, in Kombination mit der eingängigen Melodie, lädt zum Schmunzeln ein, ist gleichzeitig aber auch ernst gemeint.

„I got into music in a scene that is especially dominated by men who write vulnerable, self-loathing lyrics. Sad Boy references music I love and that has influenced me, but absolutely falls into this camp. Katie Crutchfield of Waxahatchee, who is a big inspiration for me, pointed out that when non-dude musicians write songs about their feelings it gets called „confessional‘ but when men do it it’s just called ‚honest.‘ The issue isn’t men being vulnerable, though sometimes I think it gets put on a pedestal. The issue is that non-dudes have always embraced softness and vulnerability and never get enough credit for it.“

Deer Scouts neuste Single «Sad Boy» sowie die EP Custom gibts via Bandcamp als Gratisdownload.

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Veröffentlicht am 11. Juli 2017 von Beni Geisseler in Neue Musik

Daniel Benjamin eröffnete uns mit seinem Erstling Secret Life 2015 bereits eine breite Palette seines Schaffens. Der gebürtige Kanadier zog vergangenes Jahr nach Detroit und zeigt nun sein Lo-Fi Dream Pop Projekt Moon King in einem neuen Anzug. Maddy Wilde, die ihn früher stimmlich und mit Gitarre unterstützte, ist nicht mehr mit dabei.

Dass die 80er letztes Jahr ein Revival erfuhren, bewiesen gleich mehrere Künstler. Moon King setzen in ihrem neuen Song «In & Out» gekonnt auf sanfte, träumerische Synthies. Im Hintergrund marschiert ein schon fast discoider Drumcomputer über die ganze Distanz. Es scheint teilweise eine Ode an Künstler wie Womack & Womack zu sein.

Die EP ‚Hamtramck ’16‘ erscheint Anfang August via Arbutus Records.

Foto: Simon Mohos
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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Review

Der aus Michigan stammende Choker ist ein noch relativ junger Künstler. Mit seinem Debütmixtape Peak präsentiert er aber bereits eine unglaublich vielfältige Klangwelt. Dabei setzt der 21-jährige wenig auf Songstrukturen, sondern werkelt lieber einfach mal drauf los. Die manchmal schlaftrunkenen Beats vermischen sich mit losen Gitarrenriffs und unaufdringlichen Klavierstrophen, welche immer mal wieder ausbrechen.

Das Mixtape erschien in Eigenregie – Choker produziert, singt und rappt mit einer fesselnden Magie und übermittelt ein Wechselbad an Gefühlen. Inhaltlich erzählt das Mixtape von Selbstzweifel, jugendlichem Unsinn, sowie frischen und vergangenen Liebesgeschichten.

Stellenweise klingt Peak wie Frank Oceans Blonde. Eine Vielzahl an musikalischen Einflüssen, von J Dilla über Odd Future, sowie von Künstlern anderer Genres wie Tame Impala, Feist oder Regina Spektor vermischen sich zu einem hybriden Sound, der sich nicht wirklich einordnen lässt. Die Hooks oder Refrains überlässt Choker sich selbst, manchmal füllen sie ganze Songs («El Dorado»), manchmal bleiben sie vollends aus.

Diese Konzeptlosigkeit, welche in Wirklichkeit wahrscheinlich keine ist, macht Peak zu einem abenteuerlichen Debüt, das überrascht, berauscht und die volle Aufmerksamkeit verdient.

Chokers Peak gibt’s via Bandcamp als Gratisdownload.

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Veröffentlicht am 10. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Das Pressebild von Robert Sotelo mag einerseits abschreckend, andererseits aber auch ansteckend wirken. Wer und was steckt aber hinter diesem Blockflöte spielenden Tausendsassa? Mit bürgerlichem Namen nennt er sich Andrew Doig, ist 36 Jahre alt und ist ursprünglich aus Peterborough, UK. Mit seinem Alter Ego widmet er sich grossartigem Psych Pop.

Sein Debütalbum, welches am 1. September erscheinen wird, soll eine individuelle Auseinandersetzung mit einem post-sozialen Lebensabschnitt Sotelos sein und dient als Grundlage, um wieder mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ihm einmal sehr nahe standen.

«Let’s Transcend» ist eine intime, von Mitte-30er Existentialismus geprägte und betörend melodische erste Single, die sich stark am Sgt. Pepper’s Rock der 60er anlehnt.

Robert Sotelos Debütalbum Cusp erscheint am 1. September auf dem Label Upset the Rhythm.

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Veröffentlicht am 6. Juli 2017 von Simon Gwinner in Neue Musik

Das norwegische Duo Smerz stellten wir dir letztes Jahr bereits mit ihrer Single «Blessed» vor. Henriette Motzfeldt und Catharina Stoltenberg kombinieren in ihrer Musik harte Technobässe mit wallender Elektronik und einem nonchalantem Gesang.

Genau diese bewusste Lässigkeit und die Schlichtheit ihrer Produktionen ist es aber, welche überzeugt und bezaubert. Auf dem renommierten XL Recordings Label folgt nun ihre grossartige Single «Oh My My».

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