Veröffentlicht am 13.04.2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Drei Jahre ist es her, seit Nicole Dollanganger ihr grossartiges Album Natural Born Losers veröffentlichte. Ein ergreifend schönen Gesamtwerk, welches die plastischen Klangwelten von Grimes mit dem melodramatischen Songwriting-Stil von Lana Del Rey vereinte. Gleich mit fünf Vorabtracks kündigt die Singer-Songwriterin nun ihr neues Album Heart Shaped Bed an.

Der Titeltrack «Heart Shaped Bed» ist eine hinreissende und gleichzeitig qualvolle Ballade, in welcher Dollangangers engelhafte Stimme über eine zurückhaltende Komposition schmachtet.

Nicole Dollanganger Heart Shaped Bed soll diesen Sommer erscheinen. Alle fünf Vorabtracks gibt’s via Bandcamp zum Durchhören.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 13. April 2018 von Kilian Mutter in Neue Musik

Drei endlos scheinende Jahre hat man vom englischen Musiker und Produzenten Ben Khan nichts mehr gehört. Seit dem Release seiner zweiten EP 1000 gab es weder neue Musik, noch irgendein Lebenszeichen auf seinen Social Media Kanälen… bis gestern, als er höchstpersönlich ein dystopisches Video inklusive der Ankündigung seines Debütalbums an ausgewählte Blogs, unter anderem an Orange Peel, verschickte.

Untermalen wurde ebendieses Video von einem brandneuen Track mit dem Namen «2000 Angels», welcher heute als erste Single erschien und die lange Wartezeit auf einen Schlag vergessen macht. Welcome back, Ben Khan!

Sein gleichnamiges Album 2000 Angels wird noch dieses Jahr auf Dirty Hit erscheinen.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 12. April 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Sasha Spielberg stammt aus LA und wie ihr Nachname es bereits verrät, ist sie eines der Kinder des bekannten Hollywoodregisseurs Steven Spielberg. Ihr Herz schlägt aber nicht nur für Filme, sondern auch für die Musik. Mit ihrem neusten musikalischen Projekt Buzzy Lee veröffentlicht sie Ende April ihre Debüt-EP Footprint, von welcher nun ein zweiter Vorgeschmack erschien.

Wie bereits die Debütsingle «Coolhand» entstand auch «No Her» mit ihrem langjährigen Freund und Produzenten Nicolas Jaar. In dieser vermischen sich kühle, sphärische Beats mit Sashas wonniger Stimme zu einer harmonischen Ballade.

Buzzy Lees Debüt-EP Facepaint erscheint am 27. April über das Label Future Classic.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 11. April 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik, Video

Remember Sports sind nicht etwa eine Turnmansschaft, die eine Kampagne für mehr sportliche Aktivitäten führt, sondern eine Band aus Philadelphia, welche sich ursprünglich im Jahr 2012 auf dem Kenyon College in Ohio formte und sich damals noch nur Sports nannte. Mit ihrem Debütalbum erweckten sie ein nostalgische Gefühl für emotionalen Indie-Rock und landeten damit gleich einen Plattenvertrag bei Father/Daughter Records. Nach ihrem sehr hörenswerten zweiten Album All of Something war dann aber unklar, wie die Zukunft von Sports aussehen wird. Dies aus dem Grund, weil mittlerweile alle vier Bandmitglieder das College absolviert hatten und kurz davor waren, ihre eigenen Wege, entfernt voneinander, einzuschlagen. Die Freundschaft hielt jedoch über die Jahre und so formte sich Sports als Remember Sports neu. Vor kurzem erschien der zweite Vorgeschmack auf ihr neues, drittes Album.

Mit schrummenden Akoustikgitarren und rohem, ungeschliffenem Gesang könnten Remember Sports heute kaum ehrlicher klingen. Hinter «Pull Through» verbirgt sich so viel Charme, jugendliche Freundschaft und DIY, dass man sich wünschen würde, dass sich wieder mehr Bands in kleinen, heruntergekommenen Kellern treffen, anstatt alleine vor dem Computer am perfekten Sound zu tüfteln.

Remember Sports neues Album Slow Buzz erscheint am 18. Mai via Father/Daughter Records.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 10. April 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik, Swiss Sounds, Video

„Support your locals“ schreibt die Berner Rap-Formation S.O.S auf ihrem Facebook Profil zur neusten Single von COBEE. Auch wir haben uns mit der Kategorie Swiss Sounds vorgenommen, vermehrt über bessere Schweizer Musik zu schreiben und der Rapper aus Bern ist sicherlich eines dieser jungen Talente, die man im Auge behalten sollte.

COBEEs «Trink Mit Mir» spielt mit undeutlichem und von Auto-Tune gefärbtem Gesang, ähnlich jenem von Lokalmatador Pronto, mit amerikanischen New School Einflüssen und den noch nicht zu poppigen Bassklängen von Vic Mensa. Der Song handelt von einer Klubnacht und passt ganz gut in die frühen Morgenstunden einer durchtanzten Nacht.

Hinter den Beats von COBEEs «Trink Mit Mir» steckt Questbeatz. Die Single erschien oder erscheint noch über das Netzwerk S.O.S Worldwide.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am von Severin Kaufmann in Neue Musik, Video

Der junge Thai Phum Viphurit veröffentlichte nach seiner viralen Debütsingle «Long Gone» einen neue Song und auch dieser sammelt gerade wieder viele Views auf Youtube. Darin beschreibt er das Wechselspiel von Anziehung und Abstossung zu Beginn einer Beziehung.

Mit einer warmen Stimme singt der in Bangkok lebende Musiker in «Lover Boy»: „Darling, I got my trust issues / Warning, you stay away / If we meet at the rendezvous / Take me away, sunray“ und kombiniert diesen eingängigen Refrain mit lockeren Gitarrenmelodie und einem dauerhaften Lächeln. Dieses schwappt regelrecht über den Bildschirm zum Hörer, respektive dem Zuschauer. Momentan befindet sich Phum Viphurit auf einer Tour durch Asien. Konzerte in Europa sind momentan noch keine angekündigt.

Phum Viphurits «Lover Boy» erschien über das Thailänder Label Rats Records.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 9. April 2018 von Sabrina Stallone in Konzert

Tipps für eine Woche voller besserer Musik. Diese Woche mit viel Techno.

Montag, 9. April 2018
Sollte heute bei irgendwem eine grüne Banknote im Portemonnaie locker sitzen, dem sei das Konzert von Tocotronic im X-Tra als affektive Investition wärmstens empfohlen: im Konzertpreis einbegriffen sind norddeutsche Existenzangst, Jugendbewegungen, Kaffee und Kuchen, Samstag ist Selbstmord.

Dienstag, 10. April 2018
Wer aus irgendeinem Grund gerade USA-Nostalgie verspürt, soll diesen Dienstag zu The Yawpers in die Rote Fabrik. Deren Bandnamen haben sie Walt Whitman’s Epos «Song of Myself» entnommen, in ihren Musikvideos tragen sie Cowboystiefel, sich selber beschreiben sie als laut, direkt und amerikanisch. An der Grenze zum Overkill holen sie uns mit ihren eingängigen Riffs knapp noch ins Boot.

Mittwoch, 11. April 2018
Bob Dylan spielt am Mittwoch im Hallenstadion. Eine Band wie Wax Machine, deren Musikvideos mit Epilepsiewarnungen ausgestattet sind und sich aus den Tiefen des Psychrock-Fundus bedienen, würde der Nobelpreisträger entweder abgöttisch lieben oder zutiefst hassen. Wie ihr zu ihnen steht, könnt ihr am selben Abend im Renée zu Basel herausfinden.

Donnerstag, 12. April 2018
Aus Michigan stammend, gehört Shigeto zu den Grössen der elektronischen Musik und lässt seine Detroit-Technowurzeln mit Club- und House-Elementen tanzen. Am Donnerstag tritt er in der Basler Kaserne auf.

Freitag, 13. April 2018
Wenn Kaitlyn Aurelia Smith nicht gerade auf Tour ist, beschäftigt sie sich mit der Komposition von Filmmusik – zum Beispiel mit der Vertonung eines Stummfilms von Harry Everett Smith, welche als Album auf ihrem Label Touchtheplants erschien. Ihr Werk ist sphärisch, spielerisch und szenisch. Am Freitag tritt sie mit ihrem Koffer voller Klänge im Palace zu St. Gallen auf.

Samstag, 14. April 2018
Weiter geht es mit elektronischer Tanzmusik. Dieses Mal der subtileren, unaufgeregteren Variante, doch nicht minder tanzbar. Robag Wruhme ist bekannt für seine minimalistischen, nicht überladenen Kompositionen, die ihn als Teil seiner ausgiebigen Tour nun auch in die Zürcher Zukunft tragen werden.

Sonntag, 15. April 2018
Ursprünglich war der gebürtige Münchner Jim Avignon im Club nicht hinter dem DJ-Pult oder auf der Bühne aktiv, sondern eher an dessen Wände; seine Künstlerkarriere lancierte er mit Ausstellungen seiner Gemälde in deutschen Technoclubs. Als neoangin macht er seit Jahren auch den catchy Electropop, den er diesen Sonntag im Berner Cafe Kairo vorführt.

Mehr Konzerte gibt es in unserem Konzertkalender.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 2. April 2018 von Simon Gwinner in Neue Musik

Der junge Zürcher Produzent Cella musiziert lieber mit Maus und Computerkeyboard anstelle von richtigen Instrumenten. Seine elektronischen Kompositionen fühlen sich aber alles andere als programmiert an. Seine Debüt-EP Prolouge verbindet ausgefeilte elektronische Melodien mit organischen Samples. Diese Harmonien zwischen digitaler und realer Welt setzen sich auch in seiner neusten Single fort.

Mit «Sloth» bricht Cella auf eine klangliche Exkursion in die frühen Tage des Post-Dubstep auf. Angelehnt am Sound von Mount Kimbie oder Shlohmo erweckt er damit Nostalgie für diesen stilprägenden Sound, der die elektronische Musik rund um das Jahr 2010 bewegte.

Wie bereits die Debüt EP erschien auch «Sloth» über das Zürcher Label Quartz Records.

Teile diesen Post via