Veröffentlicht am 19.03.2014 von Marc Hofweber in Review

Jaakko Eino Kalevi ist nicht ein Name, den man sich einfach merken kann. Die Musik des finnischen Musikers und Produzenten hinterlässt da schon eher einen bleibenden Eindruck. Irgendwo zwischen Ariel Pink und Kindness angesiedelt, mit psychedelischen Synths, funkigen Basslines und verhallenden Gesängen entwirft Jaakko Eino Kalevi seine ganz eigene Version von Popmusik. Immer etwas schräg aber doch eingänging und tanzbar.

Nun ist auf dem Label Weird World eine Remix EP von seinem letzten Release «Dreamzone» erschienen. Es ist interessant anzuhören, was die verschiedenen Künstler mit dem Material anstellen, das Jaakko ursprünglich komplett selbst eingespielt hat. Da ist zum Beispiel der «Memories» Remix von Steven Warwick aka Heatsick. Der verwandelt das discoid-poppige Original in ein tropisches Feuerwerk mit afro-beat Patterns und knackigen Gitarren Parts. Tom Noble hingegen gelingt es, «No End» in einen kosmischen Disco-Jam inklusive Keyboard-Solo zu transformieren. Nicht zu vergessen ist natürlich das psychedelische Pop Duo Peaking Lights, das «When You Walk Through Them All» auf seine essentiellen Bestandteile reduziert, und daraus eine, fast schon, clubbige Angelegenheit macht.

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Die Dreamzone Remix EP ist ein gelungenes Release, das an Verspieltheit und Ausgefallenheit vom Original an nichts einbüsst. Wem dies gefällt, sollte unbedingt auch mal Jaakko’s Label Jeks abchecken.

VÖ: 17. Februar 2014
Label: Weird World Record Co

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Veröffentlicht am 18. März 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Zara McFarlane veröffentlicht anfangs Jahr ihr vielgelobtes, subtile und gefühlsvolle zweite Album If You Knew Her. Ende April erscheint die zweite Single «Open Heart» dieses Werkes mit Remixes von Swindle und Label-Kamerad Diggs Duke. «Flipping The Script» soviel steht in der Beschreibung zum schon im Netz erschienenen Swindle Remix.

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Der UK-Producer Swindle nimmt sich das zu Herzen und versetzt dem bittersüssen «Open Heart» seine berüchtigten wobbeligen Subs, verschachtelten Beats sowie die sich selbst entfachtenden (Future)Funksynths. Reichhaltige Orgelsounds, flatterige Jazztasten und sich sanft antastende Flöten sowie McFarlane’s bezaubernde Stimme geben dem Remix, trotz starken Kontrasten zum Original, doch noch eine gewisse Ruhe.

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Veröffentlicht am 17. März 2014 von Laurin Huber in Radio

Samuel Savenberg ist der Mann hinter dem Luzerner Musik-Label Edition Gris (Burial Hex, Evje, …). Nebst anderen Projekten veröffentlicht er unter dem Namen S S S S Musik. Zuletzt in Form von Love is a dog from hell, einem Tape mit drei Produktionen zwischen Industrial und Techno, welches man sich hier anhören kann.

Am 27. Februar 2014 war Samuel Savenberg zusammen mit zweikommasieben-Darling Guy Schwegler alias Guy Joshua in der Sendung Indianer auf Radio 3FACH, wo mehrere Vertreter dieses Blogs mitwirken, zu Gast. Während circa zwei Stunden konnte im Neubad Luzern in gemütlicher Runde der Musik der beiden gelauscht werden.

Der Mix von Samuel Savenberg ist seit heute in voller Länge (60 Minuten) abrufbar. Dieser enthält Musik von Bands wie These Hidden Hands, OM oder Prurient – oder: «chill out music». Sehr zu empfehlen.

Eine detaillierte Tracklist ist auf Soundcloud zu finden.

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Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Review

Vor 1 Monat verstarb der junge belgische Musiker Pieter-Jan Van Campenhout, aus uns unbekannten Gründen. Rein zufällig, durch einen Facebook-Post eines mit ihm befreundeten Musikers, wurden wir heute auf seinen Namen aufmerksam. Es stellte sich als fast unmögliche Aufgabe heraus, auch nur simple Informationen über den belgischen Musiker im Internet zu finden. Klar ist: Van Campenhout verstarb mit gerade mal 29 Jahren, ohne jemals seine Solo-Aufnahmen veröffentlicht haben zu können. Nun zollen ihm seine Freunde aber Tribut und offenbaren damit das unterschätzte Schaffen des noch jungen Künstlers.

Die auf Soundcloud hochgeladene Songkollektion Tragic Magic Man ist voll von Rock’n’Roll getränktem Indie-Rock, umgeben von einem erfrischenden Lo-Fi-Charme. Erinnern die schnelleren Songs eher an den Garage-Pop eines Mikal Cronin, lassen sich bei den ruhigen «I Hate Goodbyes» oder «Black Panther» deutliche Parallelen zum späten Elliot Smith ziehen. Unabhängig von irgendwelchen Referenzen zeigt das für lau beziehbare Album auf, welch grosses Songwriting-Talent in Van Campenhout steckte. Tragic Magic Man hätte das Potential, den Musiker nach seinem Ableben noch zu unverhofftem Ruhm kommen zu lassen. Zu wünschen wäre es ihm.

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Veröffentlicht am 15. März 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Der 19-jährige Shamir Bailey ist der neuste Zuwachs zum Brooklyner Label Godmode. «If It Wasn’t True» ist die erste Nummer des Sängers aus Las Vegas in Zusammenarbeit mit dem Godmode Labelboss Nick Sylvester. Ein Nu-Disco-Track der gerade so gut an Juan Maclean’s «Feel Like Movin’» anknüpfen oder auf einem neuen Release von DFA Records veröffentlicht werden könnte. Ein kurz gefasster Vibe mit einer dicken Synth Basslinie, trockenen Beats und Shamir’s sanfter und gefühlsvollen, fast schon zwittrigen Stimme. «If It Wasn’t True» hypnotisiert unsere Ohren mit einer gewissen Mühelosigkeit und diesem nahtlos anhaltenden Tanzgroove, welcher die Fussligamente ohne widersetzten zu steuern versucht. Spätestens zum Schluss, wenn die Synthlines ins unendliche abheben und Shamir’s Stimme im eigenen Echo versinkt muss man dieser Perle einfach die körperliche Vollmacht überlassen.

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Der unveröffentlichte, Gänsehaut erzeugende B-Side-Gospel «I’ll Never Be Able To Love» konzentriert sich dagegen ganz auf die ungewöhnlich, bewusst weibliche Stimme von Shamir und dessen Songwritingskills.

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Veröffentlicht am 13. März 2014 von Kilian Mutter in Review

Mit ihrem letzten Album Slave Ambient ebneten sich The War On Drugs den Weg für eine erfolgreiche Zukunft. Mit dem ambitionierten Lost In The Dream gehen sie den Weg nun weiter und übertrumpfen sich selbst.

Die aktive akustische Auseinandersetzung mit dem neuen Album von Adam Granduciel und seinen Bandkollegen gleicht einem Gang auf dem Walk Of Fame des amerikanischen Classic-Rock. Gemächlich schlendernd trifft man zuerst auf Bob Dylan, wird auf halbem Weg von den Dire Straits angehauen, bevor es am Ende zu einer angenehmen Begegnung mit Bruce Springsteen kommt. Wären sie alle nicht gewesen, so gäbe es auch The War On Drugs nicht in dieser Form.

Und doch strotzt Lost In The Dream vor Einzigartigkeit: Die psychedelisch angefahrenen Songs verlieren sich des öfteren in sich selbst und öffnen unerwartete Türen. Ähnlich wie es ihr ehemaliger Bandkollege Kurt Vile letztes Jahr mit Wakin On A Pretty Daze vormachte, perfektionieren The War On Drugs ihren krautig-shoegazigen Ostküsten-Rock und werden ihren Status in der Szene deutlich ausbauen können.

VÖ: 18. März 2014
Label: Secretly Canadian

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Veröffentlicht am 11. März 2014 von Laurin Huber in Neue Musik

Seit 2009 machen Mica Levi (Micachu von Micachu and the Shapes) und Tirzah – eine «alte Schulkollegin» – gemeinsam Musik. Eine Kollaboration, die lange zwar fruchtbar war, aber keine offizielle Veröffentlichung hervorbrachte. Nachdem bereits mehrere gemeinsame Songs in eigenen Sets und Mixes gestreut wurden, war es letztes Jahr dann endlich soweit: I’m Not Dancing, eine EP mit vier Songs, erschien unter Tirzahs Namen als 12″ auf dem in London und Berlin ansässigen DIY-Imprint Greco-Roman (TEED, Joe Goddard, Drums of Death, …).

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Die von Micachu mit typisch holprigen, vertrakten Beats produzierten Songs, irgendwo zwischen Leftfield und gemächlichem Pop bis R&B, mal tanzbar, mal ruhiger, stiessen vor allem im Heimatland England auf grossen Anklang und wurden gebührend auch im Boiler Room London live präsentiert. Micachu und Tirzah – eine Erfolgsgeschichte also.

Eine Erfolgsgeschichte, die nun weiterzugehen scheint! Denn gestern gab Greco-Roman über einen Artikel im Dummy-Magazin bekannt, dass die beiden Frauen mit einer weiteren EP – No Romance – auch 2014 Material aus ihrer Kollaboration veröffentlichen werden.

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Die fünf Songs der EP – von Micachu und Tirzah als «emo» beschrieben, wohl aber im ähnlichen musikalischen Bereich wie die Songs von I’m Not Dancing anzusiedeln – sind ab dem 21. April erhältlich. Der Titeltrack ist bereits jetzt als Stream abrufbar.

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Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Neue Musik

Thief Urban, kurz Thief, ist das Alias des australischen Musikers PJ Wolf. Der noch immer anhaltenden Welle an aufstrebenden Indie-Pop-Acts aus Down Under entspringend, gilt es seinen Namen speziell einzuprägen. Beweis dafür ist sein Genre-Hybrid «Closer». Ursprünglich auf seiner Closer EP letzten Herbst erschienen, bekommt der Song nun dank einem passenden Video die nötige Aufmerksamkeit.

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Genau so zu einem möglichen Hype beitragen könnte der Remix des neuseeländischen Kollektivs Weird Together, welcher «Closer» in eine exotischen House-Track  verwandelt.

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