Veröffentlicht am 03.09.2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Nach ihrem Debütalbum Reverie wurde es ziemlich still um Labrador City. Mit ihrer neuen EP The Kiss Hello laden uns die Berner Jungs aber noch mal ein, auf ihre unbewohnte Insel, welche sich durch ihre atemberaubende wilde Küstenregion, den unzähligen versteckten Sandbuchten und schroffen Klippen in unser Gedächtnis gebrannt hat.

«The Shell» ist der erste „Glustigmacher“, der uns nun erwartet. Er verbindet warmen Wohlfühl-Pop mit leicht benommenen Gitarren und einigen sphärischen Klangexperimenten. Labrador City klingen frisch und entspannt, wie der Sommer, den wir uns ach so gewünscht hätten – unbeschwert, lustvoll und voller Tatendrang für ungeplante Abenteuer.

Die 4-Track EP The Kiss Hello erscheint anfangs nächsten Monat über Oh, Sister Records.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 28. August 2014 von Kilian Mutter in Playlists

Einmal mehr fasst unsere Playlist den zu Ende gehenden Monat musikalisch zusammen und bietet dir eine Auswahl von den Songs, die uns im Moment begleiten, begeistern und prägen. Die gesamte Playlist gibt es weiter unten gratis runterzuladen, sowie auf Spotify und Soundcloud anzuhören. Diese Liste ist ein weniger länger ausgefallen, da sich bei uns während der Sommerpause einiges angesammelt hat.

  1. Adult Jazz Spook
  2. Misun Eli Eli
  3. Los Angeles Police Department She Came Through (Again)
  4. WOOF. I Got Away
  5. APB Some Say
  6. Born Gold I Want To Be Naked
  7. Pablo Nouvelle You Don’t Understand (feat. ALX)
  8. Electric Youth The Best Thing
  9. Juniore La Fin Du Monde
  10. DARKSIDE Gone Too Soon
  11. Kalipo Yaruto
  12. Twin Peaks Telephone
  13. Helado Negro I Krill You
  14. Diarrhea Planet Spooners
  15. River Tiber Atlantis
  16. Letting Up Despite Great Faults Gold
  17. Ava Luna Electric Balloon
  18. The Raveonettes Killer In The Streets
  19. Foxygen How Can You Really
  20. Palus Somnii Once More Again
  21. Ruane Maurice Nomenclature
  22. Cancer Same Color As Digital Photography
  23. The Delphines Vice
  24. Weekends Basement Fuzz
  25. Steve Gunn & Mike Cooper Pony Blues
  26. Tennis Never Work For Free
  27. Luluc Without A Face
  28. Natural Child Firewater Liquor
  29. Doprah Stranger People
  30. Peaking Lights Breakdown
  31. SBTRKT New Dorp, New York
  32. Okmalumkoolkat Fancy Footwork
  33. Cymbals Eat Guitars Jackson
  34. Ty Segall Feel
  35. Vessel Red Sex
  36. White Fence Like That
  37. Sophie Lemonade
  38. Slugabed Another Chance 2k14
  39. Wyatt Youtube
  40. Tim Hecker Amps, Drugs, Mellotron

 

Download | Orange Peel Playlist 08|14

Spotify

Soundcloud

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 26. August 2014 von Stefan Zihlmann in Review

Die Liste der beteiligten Musiker lässt aufhorchen: Kevin Martin aka The Bug hat für sein drittes Album Liz Harris (Grouper), Gonjasufi, Death Grips und Inga Copeland gewinnen können. Auch alte Weggefährten wie Flowdan und die Patois-Königin Warrior Queen, die schon vor sechs Jahren auf seinem hochgelobten Album London Zoo zu hören waren, sind auf Angels & Devils (Ninja Tune) vertreten. Wie der Albumtitel vermuten lässt, thematisiert Martin auf Angels & Devils den Kontrast zwischen Gut und Böse und nimmt den Hörer mit in ein düsteres Paralell-Dubuniversum.

In einem Interview mit dem Thump Magazine erklärt Kevin Martin sein Konzept folgendermassen: «Das Album untersucht Gegensätzlichkeiten und erforscht Extreme, sowohl sonisch und—besonders wichtig—emotionale. Ich habe mich dazu entschlossen das Album in zwei Hälften zu spalten, Kontrast und Konflikt. (…) Ich wollte einerseits die Erwartungen zunichte machen und gleichzeitig die Musik in fernere, intensivere Gebiete treiben. Ich meine dass es gleichzeitig zonal und misanthropisch ist.»

Am eindrücklichsten funktioniert dieses Konzept in der Mitte des Albums, wenn die Stimmung zu kippen beginnt. Das sakral anmutende «Pandi» schlägt tiefe Orgel-Drones an, gefolgt von langsam überschlagenden Bässen die an die Oberfläche dringen. Der Pathos mutiert zu Unbehagen. Gonjasufi tritt auf die Kanzel und fleht ein entrücktes: «Save Me». Es scheint zu spät zu sein. Das folgende «The One» ist der Dubstep-Marsch Richtung Hölle. «Function» und «Fuck A Bitch» sind dann schlussendlich der Tanz auf glühend heissem Höllenboden.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/znu70ln73mow63rsqms7.mp3″ title=“The Bug – The One (Feat. Flowdan)“ title=“The Bug – The One (Feat. Flowdan)“ share_link=““ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Angels & Devils ist der Soundtrack der Gegenwart. Wer ist Gut und wer ist Böse? So simpel die Dialektik zwischen Engel und Teufel, Gut und Böse erscheint, wir sehnen uns alle nach einer einfachen Antwort auf diese Frage.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 25. August 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Während sie in naher Vergangenheit vor allem mit basslastigen Tracks auf sich aufmerksam machten, die mit der Tanzfläche liebäugelten, fährt das kanadische Duo SANGNOIR für ihre neuste Nummer «Come Back» eine entspanntere Schiene.

Die Räume zwischen den einzelnen Synthie-Klängen sind langgezogen und werden einzig durch Naturgeräusche wie Blätterrascheln oder dem Plätschern eines kleinen Baches ausgefüllt. Fans der ersten Gang Colours Platte The Keychain Collection (2012) werden sich hier schnell zuhause fühlen.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 22. August 2014 von Marc Hofweber in Neue Musik

Aaron Coyes und Indra Dunis aka Peaking Lights haben erste Details zu ihrem neuen, im Oktober erscheinenden Album «Cosmic Logic» veröffentlicht. Die elf Songs auf dem Album wurden innerhalb von 18 Monaten im hauseigenen Studio in LA aufgenommen. Fertig gestellt wurde das Ganze im Frühling 2014 mit Hilfe von Matt Thornely (LCD Soundsystem, Crystal Ark) in den, ebenfalls in LA beheimateten C’mpny Studios.

Ein ersten Leckerbissen daraus gibt es seit dieser Woche auf Soundcloud zu hören: «Breakdown» heisst der Track und setzt musikalisch da an, wo Peaking Lights mit ihrem 2012 erschienen Album «Lucifer» aufgehört haben. Es werden Elemente aus Dancehall, Dub, Cosmic Italo, Afroboeat und Chicago House zu einem umwerfend psychedelisch-kosmischen Pop Song gemixt.

In Aaron Coyes Worten klingt das so: «Peaking Lights’ whole thing has always been based on an idea of ‚Fucked Modern Pop but exactly what that is, we don’t know… we’re still trying to figure that out». Gut so, denn von ihrer Suche können wir kaum genug kriegen.

«Cosmic Logic» erscheint am 6.Oktober via Weird World.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 21. August 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Anna Jean ist Französin. Die Musik, welche sie unter dem Namen Juniore produziert, lässt daran keine Zweifel. Die junge Dame entführt in eine Welt, in der Françoise Hardy nicht eine 60er-Chanteuse verkörpert, sondern eher einer ausgewanderten Musikerin in einem Western-Film gleicht. So beschreibt Anna ihre Kompositionen treffend selbst.

«La Fin Du Monde», ihre neue Single, hat Ohrwurm-Potential und wird in Frankreich schon hoch gehandelt. Die 7“-Vinyl dazu gibts via Entreprise.

[fap_track url=“https://app.box.com/shared/static/dwokfdjbbtp0w9dfn6mz.mp3″ title=“La Fin Du Monde“ title=“La Fin Du Monde“ share_link=“https://app.box.com/shared/static/dwokfdjbbtp0w9dfn6mz.mp3″ cover=““ meta=““ layout=“list“ enqueue=“no“ auto_enqueue=“no“]

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 20. August 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Sie sind roher als Ghostpoet, weisser als Dels, verständlicher als The Streets und um einiges britischer als Shabazz Palaces – und doch ziehen Ruane Maurice, ein Trio aus Birmingham, ihre Einflüsse von diesen Künstlern. Ihre Verbundenheit zum heimischen Musikschaffen zeigt sich zudem in der Produktion. Hier finden sich neben ambienten elektronischen Elementen auch Prägungen durch frühen Industrial, Krautrock und avantgardistischen Pop.

Wie nur wenige englische Rap-Combos der Gegenwart verbinden sie ihre Affinität zu verschiedensten Genres zu einem düsteren und innovativen Ganzen. Ein Ganzes, das sich in wenigen Wochen auf ihrem selbstbetitelten Erstling Ruane Maurice geniessen lässt. Einen ersten vielsprechenden Eindruck vermögen die beiden Vorabsingles «Nomenclature» und «Farne» zu geben, die es wärmstens zu empfehlen gilt.

Das Album erscheint am 9. September auf dem Brooklyner Label Stars & Letters.

Teile diesen Post via


Veröffentlicht am 18. August 2014 von Stefan Zihlmann in Video

Ich habe mich auf den Spuren von Fred Armisen durch das World Wide Web geklickt: Eine Reise durch Sendungen, Webfeatures, TV-Shows und Comedy-Formate – vieles, dass in dieser Fülle und Qualität nur in den USA existiert.

Doch wer zum Teufel ist eigentlich dieser Fred Armisen? Bekanntheit erlangte Armisen als langjähriges Mitglied des Saturday Night Live (SNL) Cast. Von 2001 bis 2012 schlüpfte er in viele verschiedene Rollen. So war er einige Zeit Hausparodist für die Rolle als Barack Obama. Seit 2011 spielt er neben Carry Brownstein die Hauptrolle in der erfolgreichen Serie «Portlandia». In dieser Show nehmen die beiden mit viel Ironie das soziale Treiben im Alternativ-Mekka Portland auf die Schippe. Seit diesem Jahr ist er zudem Bandleader der Late Night with Seth Meyers Hausband. Seine ersten Schritte als Musiker machte er in den 90er-Jahren als Schlagzeuger bei Trenchmouth. Ob Mainstream- oder Undergroundkultur, er kennt beide Seiten. Die Mischung aus Popularität und Geschmackssicherheit hat ihn daher zu einem vielbeschäftigten Gesprächspartner gemacht. Aber genug der Worte, lassen wir die Bilder sprechen. Let the show begin.

The History Of Punk

Die von einer BBC-Musik-Doku kaum zu unterscheidende Mockumentary avancierte zu einem SNL-Klassiker. Die Idee dafür stammt von Seth Meyers, doch ist es Armisen, der mit seiner musikalischen Vergangenheit der Figur Ian Rubbish Glaubwürdigkeit einhaucht. Die Geschichte des Punk muss deshalb um ein Kapitel erweitert werden. (mehr …)

Teile diesen Post via