Veröffentlicht am 18.04.2014 von Marc Hofweber in Neue Musik

Für ihr neues Projekt hat sich ex-Moloko Sängerin Roisin Murphy von italienischem Pop aus den 60er und 70er inspirieren lassen. Aufgenommen in London und Ibiza, mit ihrem italienischen Partner Sebastiano Properzi, wird die Mi «Senti EP» nebst einigen Neuinterpretationen von alten Klassikern auch eine neue Eigenkomposition mit dem Titel «In Sensiti» enthalten. Release Date ist der 28. Mai via The Vinyl Factory.

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Veröffentlicht am 17. April 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Den aufmerksamkeitsdefizitär agierenden Dubstep-Produzenten Skrillex zu kritisieren oder gar zu verhöhnen gehört in der Musikwelt anscheinend noch immer zum guten Ton. Wenn es aber um sein eigenes Label OWSLA geht, verstummen die meisten negativen Stimmen. Allein der Fakt, dass er mit Hundred Waters eine der vielleicht unterschätztesten und interessantesten Indie-Pop Acts unter Vertrag hat, zeugt von einem guten Musikgeschmack.

Die Band aus Gainesville, Florida wird in knapp einem Monat mit The Moon Rang Like A Bell den Nachfolger zu ihrem exquisiten Debütalbum von 2012 in die Plattenläden bringen. Das elegante «Xtalk», welches die sphärischen Poplandschaften von Hundred Waters erfolgreich zu kanalisieren versucht, ist die inzwischen dritte Vorabsingle des Albums und macht die Spannung auf den Zweitling schier unerträglich.

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The Moon Rang Like A Bell erscheint am 27. Mai auf OWSLA.

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Veröffentlicht am 16. April 2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Via Twitter sind wir zufälligerweise auf das dänische Trio Nelson Can aufmerksam geworden. Drei hübsche, junge Frauen, welche sich dicken Basslines, wuchtigen Drumrhythmen und kämpferischen Gesangseinlagen verschrieben haben. Inspiriert vom Sound der White Stripes, Black Keys oder Dead Weather spielen sie dezenten Garagerock, verzichten jedoch ganz auf jegliche Gitarreneinlagen. Nur Bewaffnet mit zwei Schlagzeugsticks und einer Bassgitarre sorgen Nelson Can für ihren simplen aber extrem kraftvollen, minimalistischen Dogma Rock.

«The band operates with several dogmas and a very noticeable one is that the band use no guitars.»

Nelson Can kommen aber nicht nur ohne Gitarristin aus, auch die harmonisch aufeinander abgestimmten Gesangseinlagen sind ein Merkmal dieser Frauenband und sorgen für einen abwechslungsreichen Dreh. Vor allem die Gossip-artigen Stimmeinlagen der Leadsängerin Selina Gin sorgen für funkelnde Augen und lassen den Atem für kurze Zeit ausfallen.

Nelson Can veröffentlichen am 28. April, auf ihrem eigenen Label Like a Can of Beans Records ihre zweite EP mit dem einfallsreichen Titel EP2.

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«Call Me When You Want To Get Laid», ein weiterer Appetizer auf die EP gibt’s schon jetzt als Stream bei uns.

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Video

Der halb mauritische, halb britische Producer, Sänger und Perkussionist Mo Kolours veröffentlichte vor kurzem sein selbstbetiteltes Debütalbum über das Label One-Handed Music. Mo Kolours ist seit seiner 3-teiligen EP Serie bekannt für seinen umwerfenden Ideenreichtum und seine ruhige Crooner-Stimme. Auf seinem Debütalbum treffen Einflüsse von Séga, einer lokalen Musikrichtung aus Mauritius, auf (leichte) zeitgenössische, britische Bassmusik.

Mo Kolours Musik wirkt auf den ersten Blick skizzenhaft, aufgebaut auf unterschiedlichen Dub-Fundamenten, welche mit Reggae, Early Funk und dem traditionellen Sound aus Mauritius angereichert sind. Erst bei genauerem hinhören lässt sich das überwältigende Arrangement an Synthesizern und Samples, sowie ein ganz eigener, farbenfroher Bedroom-Soul herauslesen, welcher gleichzeitig die Platte mit einem fröhlichen Spirit veredelt.

Diese Woche erschien ein Videoclip zu einem der Favoriten auf dem Album. Der Steel-Drum getränkte Track «Little Brown Dog» ist nicht nur eine herzerwärmende Freundschaftserklärung an den kleinen Vierbeiner, sondern weckt auch die Lust auf einen ersten (Vor)sommerlichen Soundtrack.

Mo Kolours abwechslungsreiches Debütalbum steht auf seiner Bandcamp Seite nach dem pay-what-you-want Prinzip als Download zur Verfügung sowie bei uns als Albumstream.

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Veröffentlicht am 15. April 2014 von Laurin Huber in Review

Für einmal ist die Rückseite einer LP – gemeint ist hier das Artwork, nicht die Schallplatte an sich – fast spannender, als das (schöne!) Cover: Mit einer Liste von «other LPs of interest» gibt uns die Zürcher Band Yakari auf [wieder Artwork-technisch gesprochen] der LP ihres neuen Albums Local Music einen ausgedehnten Einblick in ihren musikalischen Hintergrund. Darauf zu finden: Sonic Youth, Bruce Springsteen, ja sogar Dans La Tente & Field Studies. Eine schöne Idee und wunderbare Einstimmung auf die neue Musik der Band.

Yakari haben sich spätestens mit ihrem Sommer-Hit «Beach Beach» (2010, Ikarus Records, inkl. diesem tollen Video) und ihrem wuchtigen zweiten Album Feel It Two (2011, Ikarus Records) einen Namen als eine der spannendsten Schweizer Gitarren-Bands erspielt. Man geht als Teil von Ikarus Records (DAVV, Yuri Member, Kid Ikarus, …) seit Jahren unermüdlich einen eigenen Weg – musikalisch im Bereich von Shoegaze und Rock bis Pop zwischen Psychedelik und Noise, ideologisch mit DIY und einer Garagen-Band-Mentalität.

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Nach einer kurzen Deutschland-Tour (zusammen mit DAVV) vor ziemlich genau einem Jahr präsentieren Yakari im 2014 nun also ihr drittes Album Local Music. Aufgenommen und gemischt wurde dieses – selbstverständlich – in Eigenregie, neu auch mit Unterstützung von Dominic Oppliger (Legendary Lightness, Doomenfels) am Schlagzeug.

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Darauf finden sich zwar noch immer typische Elemente der Yakari-Musik, viel verzerrter Gitarre, eingängige Refrains, jedoch etwas weniger Noise und Brachiales. Für mich haben die Songs an Leichtigkeit gewonnen, auch an Tanzbarkeit – im Stile von Mac DeMarco’s Makeout Videotape Projekt, dem Dunedin-Sound von Bands wie The Bats oder The Clean oder auch Klassikern von Sonic Youth. Neben den teils ruhigeren, teils krautigeren, ja auch etwas poppigeren Phasen, haben aber auch die bekannten und geschätzten lauten, verzerrten Gitarren ihren Platz auf Local Music.

Neues Musikvideo zu «Doesn’t Mean Shit»:
(von Yakari und Sergej Medvedev)

Local Music erscheint diesen Freitag, 18. April, auf Ikarus Records (das Label feiert übrigens dieses Jahr das 10-Jahr-Jubiläum, Compilation und Konzerte dazu findest du hier). Am 19. April wird das Album im Klubi Zürich gebührend getauft. Aus meiner Sicht ist es noch immer das Beste, die Musik von Yakari live zu erleben, daher sei dieser Anlass an dieser Stelle herzlich empfohlen.

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Veranstaltung: YAKARI – „LOCAL MUSIC“ IS BORN!

(PS: Die eingangs erwähnte Liste mit «other LPs of interest» während dem Hören des Albums zu studieren und deren Einfluss auf einzelne Songs zu analysieren und herauszuhören, ist ein wunderbarer Zeitvertrieb. You know what to do.)

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Veröffentlicht am von Kilian Mutter in Neue Musik

Letztes Jahr veröffentlichte der Zürcher Produzent Sacha Winkler alias Kalabrese mit Independent Dancer eines der spannendsten Schweizer Alben des Jahres. Dieses Release, erschienen auf seinem hauseigenen Label Rumpelmusig, wird nun durch eine neue Split 12-Inch ergänzt.

Während die A-Seite vom Berner Tausendsassa Jimi Jules und dem Track «Hello Asshole» bespielt wird, tobt sich Winkler gemeinsam mit Kollegin Sarah Palin und seinem Rumpelorchester auf der B-Seite aus. «Kafi Lied», so nennt sich der entspannte House-Track, auf dem die Truppe 8 Minuten ihrer Zeit dem koffeinhaltigen Heissgetränk widmet.

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Die Split-Single Rumpelmusig 003 erscheint am 21. April als 12“, wie auch digital, auf Groove Attack.

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Veröffentlicht am von Simon Gwinner in Review

Zuhause in Lyttelton verblüfft die Neuseeländerin Aldous Harding seit einigen Jahren das kleine Publikum dieser kleinen Hafenstadt mit ihrer zarten Stimme und ihrem Songwriting. Jetzt erscheint ihr selbstbetiteltes Debütalbum über das Label Lyttelton Records, welches die Platte mit folgenden Worten beschreibt:

«Her music has been the best thing that has ever happened to wayfaring loners that shuffle into bars at the wrong times of day.
She has been the saviour of those falling in home-cooked opium furrows.
She has kept sailors in check with cheek and a strong-songed tongue.»

Streicherkompositionen, ruhige Akustikakkorde und Aldous verletzlich klingende Stimme mit wunderschönen neuseeländischen Akzent sorgen während dem ganzen Album immer wieder für Hühnerhautmomente. Die Leadsingle «Hunter», aber auch die eher hektische Nummer «Beast» tragen einen einfachen, aber trotzdem aussagekräftigen Charme mit sich. Und im Opener «Stop Your Tears» verfällt man ihrer wimmernden Stimme auf Anhieb.

Aldous Hardings Debütalbum ist ein überaus gelungenes Werk, angelehnt an den US-Folk der 60’s. Ein Album für ruhige Momente, um die Augen zu schliessen, sich vom Alltag abzuschotten und im bittersüssen Folk dieser Neuseeländerin zu versinken. Das Debütalbum kann man sich hier in voller Länge anhören.

VÖ: 9. April 2014
Label: Lyttelton Records

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Veröffentlicht am 14. April 2014 von Laurin Huber in Video

Vor drei Wochen erschien mit Singles das neue Album – es ist mittlerweile das vierte in der Band-Diskografie – der US-amerikanischen Band Future Islands um Frontmann Samuel T. Herring (Worte und Musik vom/zum Album findest du in unserem Review).

Im Rahmen ihrer aktuellen, ausgedehnten Tour war die Band letztes Wochenende auch erstmals am Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien zu Gast (dieses findet dieses Jahr am 11.–13. und 19.–20. April statt). Während einem unglaublich guten und intensiven Konzert wurden elf Songs, darunter ganz neue, aber auch altbewährte («Balance», «Tin Man», «Walking Through That Door», «Long Flight», …) vorgetragen – ja richtiggehend zelebriert. Natürlich liegt/lag das Hauptaugenmerk dabei auf Sänger Herring, welcher wie gewohnt, jedoch hier vielleicht in noch etwas extremerer Art und Weise als sonst, seinen Emotionen freien lauf liess, tanzte, rumhüpfte, schrie, gestierte. O-Ton: «You Guys keep your fingers crossed that I don’t kill myself up here».

Das Konzert in voller Länge (50 Minuten):

Future Islands spielen bald auch Konzerte in der Schweiz. Nebst einem Auftritt im Palace St. Gallen kann man das Quartett (neu inkl. Live-Schlagzeuger) am 22. Mai im Südpol Luzern erleben – etwas, worauf wir uns schon jetzt wahnsinnig fest freuen.

Future Islands (US) / Ed Schrader’s Music Beat (US) / Kristian Harting (DK) im Südpol Luzern

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