Veröffentlicht am 28.09.2014 von Simon Gwinner in Review

Wie klänge wohl eine Kollaboration zwischen My Bloody Valentine und Wiley oder von Slowdive und Tinchy Stryder? Der 21 Jährige Boothroyd aus Manchester beschreibt gegenüber Dazed and Confused seine Musik als genau diesen ungewöhnlichen Mix aus düsteren Rhythmen, inmitten melancholischer Klangbilder und beunruhigender Stille.

Mit einem einfachem Set-up und minderwertigen Kopfhörern erschuf Peter Boothroyd, so sein bürgerlicher Name, seine eindrucksvolle 4-Track EP Idle Hours, welche übermorgen auf Tri Angle Records erscheinen wird. Die dahintrabenden Beats werden durch postapokalyptische Sphären zerstossen und finden dank Lo-Fi Feldaufnahmen wieder den Weg zurück. «NYC» ist ein düsterer Opener, in welchem Synthesizer und durchdringende Gitarrensamples mit klaustrophobischen Industrialklängen der Unterwelt kollidieren. «Skinned» erinnert stark an Burial, lässt aber trotzdem genug Spielraum für Boothroyds eigenen düsteren Gedankengänge und «Y5» klingt wie ein Unterwasserschlachthaus inmitten einer Menschen verlassenen Dystopie.

Mit Idle Hours schafft Boothroyd ein Klangerlebnis, welches der Vorstellungskraft keine Grenzen setzt. Dabei gelingt es ihm, auf seine ganz eigene Weise, die unverkennbaren Sounds von den Labelkollegen Forest Swords, The Haxan Cloak und Fis zusammenlaufen zu lassen. Die ganze EP gibts oben als Stream und erscheint in den nächsten Tagen auf Tri Angle Records. (Auf welchem übrigens auch das von uns hochgelobte 2. Album von Vessel erschien – lese hier).

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