Premiere: One Sentence. Supervisor «Yélena»

Von der Schweizer Rockmusikszene behaupten zu wollen, sie sei momentan mit viel Abwechslung und Innovation

ONE SENTENCE. SUPERVISOR «YÉLENA»

Von der Schweizer Rockmusikszene behaupten zu wollen, sie sei momentan mit viel Abwechslung und Innovation gesegnet, wäre vermessen. Glücklicherweise sorgen vereinzelte Bands für Lichtblicke. So beispielsweise die Badener One Sentence. Supervisor, welche in den letzten zwei Jahren mit dem Album This Heavy Sea und ihrer Single «Diver» viele lobende Worte fanden und die Bühnen im In- und Ausland bespielten.

Ihr neuster Wurf, der heute auf Orange Peel weltweite Premiere feiert, nennt sich «Yélena» und ist Teil eines Projektes mit dem Namen Temporär Musik. Dieses soll gemäss Angaben der Band von Februar bis Dezember 2015 dauern und sei «weder ein Versprechen für die Zukunft, noch ein Zugeständnis an die Vergangenheit». So werden OSS während dieses Jahres in Form von neuen Songs vorweg die Entstehung eines möglichen Albums veröffentlichen.

Das über stolze 9 Minuten lange «Yélena» bildet nicht nur den Anstoss zu Temporär Musik, sondern zeigt gleichzeitig auch die Stossrichtung von One Sentence. Supervisor. Aus dem bisherigen Hang zu psychedelischem Krautrock wird in diesem Song eine regelrechte Lust zur Krautorgie, die von ungeheurer Dynamik und Vorwärtsdrang geprägt ist. Trotzdem lässt sich der eingängige und geradlinige Indie Rock, den man von den Badenern bisher kannte, noch heraushören.

Sowohl die Version in ganzer Länge, wie der dazugehörige Single Edit, lassen sich auf Bandcamp gratis runterladen. Auch die zukünftigen Temporär Musik Releases werden frei zugänglich sein.