Veröffentlicht am 03.03.2016 von Simon Gwinner in Review

New Jersey’s Pinegrove sind eigentlich schon eine Weile da. Seit ungefähr fünf Jahren kann man ihren Mix aus Indie Rock, Pop und Country auf der Bühne sowie auch auf einer Handvoll EPs erleben. Erst jetzt erschien aber ihr Debütalbum Cardinal über das Label Run For Cover.

Irgendwie spürt man diese Reife, welche die wechselnde Besatzung rund um den Sänger und Gitarrist Evan Stephens Hall in den Jahren aufgebaut hat. Trotzdem klingt Pinegroves Debüt jung und dynamisch und stellt einen zutiefst persönlichen Dialog zwischen dem Leben und Leiden der Bandmitglieder und der wachsenden Fangemeinde auf.

In Falsettgesang spricht der 26-jährige Evan Stephens Hall in einer weitreichenden und vor allem bildlichen Sprache über emotionale Altlasten, die aus seinem Herzen stammen, aber mit einer Leichtigkeit auf den Hörer abfärben.

Aus dem dynamischen Rock des Quartets lässt sich deutlich eine DIY Ästhetik heraushören. Dank Einflüssen aus Country und Americana verwandeln sich diese Schlafzimmergeschichten zu hymnischen Balladen, gemacht um lauthals mitzuschreien.

Pinegroves Cardinal ist ein beeindruckendes Debüt, das innerhalb von nur 30 Minuten mit der Vergangenheit («Old Friends») aufräumt und gleichzeitig neue Vorsätze macht («New Friends»).

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