Cella «Imperfection»

Die neue Single des Zürcher Produzenten fühlt sich an wie ein mitreissender Ritt ins Ungewisse.

Mit DIY-Attitüde und einem Gespür für wummrige Beats und enigmatische Melodien bastelt Cella an den perfekten Grooves. Dass er dabei grösstenteils auf klassische Instrumente verzichtet, überrascht nicht, denn er gehört zu jener Generation junger, aufkommender Künstler*innen, die lieber mit Ableton oder FL Studio, also mit Maus und Keyboard herumexperimentieren. Vor zwei Jahren erschien seine Debüt-EP Prologue, welche disharmonische Jazzakkorde mit wilden Trapbeats und düsteren, elektronischen Texturen verbindet und stark an die britische Bassmusik aus den mittleren 2000er Jahren erinnert.

Nach dem Release stieg die Karrierekurve des Zürcher Wunderkindes ziemlich steil an. Zahlreiche internationale Musikoutlets berichteten über die cinematischen Klangwelten des inzwischen 21 jährigen Produzenten und nationale, wie auch internationale Künstler und Bands reissen sich um seine Remixes. Nun erschien die erste Vorabsingle zu seiner neuen EP, welche nächsten Monat folgen soll.

Ähnlich wie bereits die letztjährige Single «Sloth» lässt sich auch «Imperfection» wie ein mitreissender Ritt ins Ungewisse beschreiben. Komplexe Rhythmen aus computergenerierter Perkussion verweben sich mit an- und abschwellenden Bässen und verzerrten Vocalssamples. Die Single zeigt Cellas Ausdrucksweise und Geschick mit diesem Instrument, welches in diesem Fall eine Computersoftware mit unzähligen Plugins und virtuellen Instrumenten ist und welche schier unbegrenzte kreative Vielfalt dies mit sich bringt.

Cellas neue EP Opportunity Cost erscheint im Mai über Quartz Records. Cella ist Teil des Orange Peel Agency Rosters.