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Veröffentlicht am 27.12.2017 von Beni Geisseler & Simon Gwinner in best of

Das musikalische Jahr 2017 in der Schweiz war gespickt von unzähligen Überraschungen, Höhenflügen und grossartigen Debütanten. Eine kleine Übersicht, was vom Jahr übrig bleibt – und was uns 2018 glücklich machen könnte, inklusive einer Extended Spotify Playlist.

Ella Soto

Ella Soto gilt als eine der aufstrebendsten und vielleicht auch unterschätztesten Talente, welche dieses Jahr aus der Schweizer Musikszene zum Vorschein kamen. Durch die Kombination von fortschrittlichem Hip Hop und Elektronica Beats mit Pop Harmonien und progressivem Soul, bringt die aus Lausanne stammende R&B Künstlerin die Klangtexturen der 90er zu erneutem Glanz.

Ella Sotos Debütalbum Sisterhood erschien dieses Jahr über das Label Creaked Records.

One Sentence. Supervisor

Zwar erschien One Sentence. Supervisor’s Album Temporär Musik 1-13 noch im vergangenen Jahr, doch an der Badener Band kam man 2017 schlicht nicht vorbei. Nach diversen Auftritten an namhaften Festivals in Europa tourten sie mit Archive quer durch den Kontinenten. Zuletzt spielten sie eine Session für KEXP ein und veröffentlichten zum Ende des Jahres einen Song mit Bahur Ghazi.

Schnellertollermeier

Bereits mit dem letzten Album X sorgten Schnellertollermeier international für Furore. 2017 haben Manuel Troller, Andi Schnellmann und David Meier das Nachfolgewerk Rights via Cuneiform Records veröffentlicht. Und dieses steht dem Erstgenannten in nichts nach. Ihre kompromisslose Musik wirkt brachial auf die Hörer ein und lebt von faszinierenden Improvisationen und Repetitionen. An der diesjährigen Bad Bonn Kilbi hielten sie Auszüge ihres neuen Album fest.

Crimer

Man mag ihn oder eben nicht, jedoch gilt der ehemalige Mittelscheitelträger (RIP) zu einem der prominentesten Aufsteiger des letzten Jahres. Man sollte Crimer aber nicht nur auf den Schwiegersohn-Look und die exzentrischen Tanzschritte reduzieren, denn er hat mit seiner Debüt EP definitiv ein Händchen für ansteckenden Wave-Pop bewiesen. Dieser bringt nicht nur die Schweizer Illustrierte-lesende Tante, sondern auch yours truly ins Schwitzen.

Crimers Debüt-EP Preach erschien über Muve Recordings.

Alois

Alois Debütalbum Mints darf man getrost zu einem der stärksten in diesem Jahr zählen. Verspielt arbeiten sie mit träumerischen Pop und diversen anderen Genres. Es erstaunt nicht, dass das Projekt aus einer instrumentalen EP heraus entstanden ist. Die Stimme von Martin Schenker lenkt den Sound aber deutlich in neue Gewässer und beweist mit seinen Mitmusikern, dass eingängiger Pop nicht per se einfach sein muss.

Alois Debütalbum Mints erschien dieses Jahr über das Label Red Brick Chapel.

Danitsa

Zwar ist Danitsa erst zarte 21 Jahre alt, mit dem im Oktober erschienenen Debütalbum Ego stellte sie jedoch bereits ihr grosses Talent unter Beweis. Die in Genf und Paris beheimatete Künstlerin vermischt urbane Einflüsse von Soul, Dancehall und Trap Musik zu einer ansteckenden und aneckenden Mixtur. Vor allem die Singles «Hoover», sowie «Ego» stechen heraus.

Danitsas Debüt Ego erschien über das Genfer Label Evidence Music.

Jeans for Jesus

Die Berner sind nicht einfach nur Estavayeah, sondern eine ausgereifte Schweizer Pop-Band für die Zukunft. Dies zeigten sie auf ihrem neuen Album Pro welches im Frühling erschien. Jeans For Jesus Sound scheint teilweise eine Überinszenierung von globalen Musikgrössen, doch konnte man sich davor wohl nie vorstellen, dass Mundart-Pop so international klingen könnte.

Jeans For Jesus Pro erschien über Universal Music.

Magic & Naked

Die vier Musiker aus Genf verblüfften dieses Jahr mit ihrem Debütalbum Human Expressions. Sie erzeugen Klänge aus den 70er Jahren, wobei sie mit ihrem zarten Alter dem Sound eine zeitgemässe Note aufdrücken. «Bring Me The Moon» war die erste Single-Auskoppelung von Magic & Naked neuem Album Human Expression und überzeugte mit einer famosen Riff-Leichtigkeit, die man sonst nur von Übersee kennt.

Magic and Naked neues Album Human Expression erschien über das Label Echo Orange.

ALL XS

Dass wir schon immer grosse Fans von ‚Oh, Sister‘-Bands waren, ist kein Geheimnis. Mit All XS hat das Berner Label ein neues Baby bekommen. Allerdings kein gänzlich unbeschriebenes, wirkten doch Teile der Band bereits bei Labrador City mit. Das neue Projekt scheint ein Flashback zurück ins England der frühen 90er Jahre. Dennoch trifft ihr Album Soma Fortuna United den Nerv der Zeit. Strikte Beats mit discoiden Synths und Bass irren umher und münden in tanzbaren Pop-Hymnen.

ALL XS Debütalbum Soma Fortuna United erschien über das Oh, Sister Label.

B77

Das Fribourger Duo B77 gibt noch kaum was von sich preis – wie man das halt so macht im Jahre 2017. Dennoch weist der sphärische Synth-Pop, den die Band schmiedet, auf grosses Potential hin. Aufs wesentliche reduziert, verbinden B77 atmosphärischen Electro-Pop à la M83 mit elektronischem French House und unkomplizierten Lyrics, die man nicht schnell aus dem Kopf kriegt.

B77s Debüt-EP L L 8 gibt’s auf Bandcamp mit Stream und Download.

Zeal & Ardor

Der Basler Manuel Gagneux wusste nicht, wohin ihn sein neues Projekt führen wird. Mit der Idee Black Metal und Gospel zu vereinen, landete er 2017 auf den ganz grossen Bühnen. Als Vorband von Metal-Grössen tourte er mit Zeal & Ardor rund um den Globus und wurde im Nu zu einem der grössten Exportschlager der Schweiz.

Zeal & Ardors Devil is Fine erschien dieses Jahr offiziell über das Label MVKA.

S S S S

Was Samuel Savenberg unter seinem Moniker S S S S produziert kann man als düstere Klubmusik bezeichnen. Dabei geht es dem Luzerner Musiker nicht unbedingt darum, mit seiner Musik Gefühle zu erwecken oder nur rein technoide Club-Tracks zu schreiben, sondern viel mehr darum Grenzen auszuloten, Klangtexturen aufeinander prallen zu lassen und laut zu sein. Mit There Is No Us, sowie Guilt präsentierte der Produzent dieses Jahr zwei anspruchsvolle und experimentell hochstehende Veröffentlichungen.

S S S S There Is No Us erschien über das Berliner Label aufnahme + wiedergabe und Guilt über das Schweizer Label Edipo Re.

HUGOwho

2014 hat HUGOwho seine Debüt-EP I Am Not Hugo veröffentlicht, und damit so einige Musikhörer entzückt. Der Zürcher lebt inzwischen in London und feilt an seiner Musikkarriere. Im Sommer kam er mit einer neuen EP zurück. Mit diversen Electro-Elementen treibt er seine Songs nach vorne und hört sich dabei an wie ein junger Chet Faker. Kaum zu glauben, dass er nur vor wenigen Jahren noch Kandidat bei The Voice of Switzerland war.

HUGOwhos neue EP Another erschien via Irascible.

S.O.S

Könnten wir einen Preis für die Beste Live Performance verleihen, wären Nativ und Dawill unumgänglich an der Spitze – zumindest im Hip Hop. S.O.S lösten mit ihren beiden Alben 2017 einen regelrechten Hype aus. Und dies völlig zurecht. Eine breite Palette an kräftigen Songs veröffentlichten sie und waren und sind sich nicht zu schade auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Und die Bewegung geht weiter.

S.O.S veröffentlichte gleich zwei Alben (Akim und Imani) dieses Jahr.

Jon Hood

Unter dem Moniker Jon Hood spannte Joan Seiler mit zwei Labelkollegen von Red Brick Chapel zusammen. Was daraus resultierte war ein glänzendes Debütalbum. Mit filigraner, aber reifer Stimme führt sie die Band an und durchbricht gekonnt die üblichen Genregrenzen.

John Hoods selbstbetiteltes Debütalbum erschien dieses Jahr über Red Brick Chapel.

Dans La Tente

Ja, es stimmt, die Herren aus Luzern machen sich rar. Ein neues Album kommt frühestens gegen Ende 2018 – wohl eher 2019, wenn überhaupt. Aber Anfang Jahr haben sie eine EP veröffentlicht, die fast in Vergessenheit geriet. Sie zeigt, wie verworren das System Dans La Tente arbeitet. Alleine der Song «A Waste» sollte die Mini-Sammlung nicht in Vergessenheit geraten lassen. Selten hat sich Schweizer Melancholie wärmer angehört. Die Musik der Band scheint zeitlos.

Dans La Tentes EP 2016 erschien Anfang Jahr via Oh Sister Records.

ESTELLE ZAMME

Nochmal ein Künstler, über welchen wir eigentlich gar noch nichts wissen. Estelle Zamme ist ein Projekt aus Neuchâtel und veröffentlichte mit der Debütsingle «Fiston» einen ersten Eindruck von tanzbarem (Ed Banger ähnlichem) Elektropop, inklusive Musikvideo mit kitschigem Bergpanorama.

Cella

Cella ist Teil einer neuen Welle von Producern, die sich selber als Spotify-Kinder bezeichnen und lieber mit Maus und Tastatur arbeiten, als mit richtigen Instrumenten. Trotzdem besitzt der junge Zürcher Haudegen ein Gespür für eingängige Melodien und fortschrittliche Beats. Seine in diesem Jahr erschienen Debüt-EP Prolouge verbindet disharmonische Jazzakkorde mit wilden Trapbeats und unzähligen elektronischen Texturen. Der Mix klingt dabei so organisch wie auch verzerrt und tanzt hochseilartig zwischen der realen und digitalen Welt.

Cellas Debüt EP Prologue erschien dieses Jahr über das Zürcher Label Quartz Records.

Eine umfassende Playlist mit besserer Schweizer Musik des Jahres 2017 gibts auf Spotify zum Durchhören und umso mehr sind wir gespannt, was uns im 2018 aus der Schweizer Musikszene erwarten wird.

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Veröffentlicht am 28. September 2017 von Simon Gwinner in Review

Alois sind ein Popgespann von vier Luzernern, welche dieses Jahr mit zwei Singles bereits zu verzaubern wussten. Die wirklich spannenden Songs erwarten uns aber erst auf ihrem Debütalbum, welches am Freitag über das Label Red Brick Chapel folgt.

Auf Mints vereinen sich Stilelemente aus luftigem Gitarren-Pop, von Synthesizern geprägtem Krautrock und subtilen Klangspielereien. Dabei folgen sie keiner Geradlinigkeit oder Monotonie, sondern lassen sich von experimentierfreudigen Ideen und Instrumentalläufen leiten. So verwundert es auch nicht, dass sich das Projekt ursprünglich aus einer rein instrumentalen EP heraus entwickelte. Aus dem Soloprojekt von Martin Schenker entstand über zwei Jahre hinweg eine vierköpfige Band, in der auch der Gesang plötzlich einen Platz in den melodiös ausgeprägten Songstrukturen fand. Alois schaffen ein Gesamtbild, das sehr harmonisch klingt. Sie erlauben bestimmten Instrumenten auszubrechen, finden sich dann aber wieder in einem elektrisierenden Groove, welcher mit kleinen Details ausgeschmückt wird.

Die bereits erschiene Vorabsingle «Flowers» ist wie gemacht fürs Radio, während andere psychedelischere Songs wie «Glacier» oder «Isolator» genaueres hinhören verdienen. «Young Sun Paradox» ist zudem eine wunderschöne Popballade, mit welcher man langsam in den eigenen Träumen versinkt.

Alois‘ Debütalbum Mints erscheint am Freitag über das Label Red Brick Chapel. Die beiden Vorabsingles («Flowers» und «Credo») kannst du in unseren Playlists nachhören.

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Veröffentlicht am 22. Juli 2017 von Kilian Mutter in Mixtape, Playlists

Wie jedes Jahr kriegst du unsere 20 liebsten Sommersongs, feinsäuberlich ausgewählt und arrangiert, damit du für den geplanten Roadtrip, die Strandferien, die Flucht aus der Stadt, aber auch deine schwülen Bürotage optimal gerüstet bist. Die Songs sind sowohl einzeln, wie auch als Zip-File downloadbar und fast alle auf Spotify anzuhören. Das wunderbare Artwork stammt von Cameron Taylor.

1. Homeshake Hello Welcome
2. Washed Out Floating By
3. Isaac Delusion Isabella
4. MoreEats Bar
5. Grumpus Waters

6. deer scout sad boy
7. Foreign/National Mr Unlucky
8. Algiers The Underside Of Power
9. Superorganism something for your M.I.N.D.
10. Tender Nadir

11. Cosmo Pyke Chronic Sunshine
12. Wasabi On Your Mind (feat. Hardy Nimi)
13. KOKOKO! Tokoliana
14. King Gizzard & The Lizard Wizard Melting
15. Charly Bliss Percolator

16. Trevor Sensor High Beams
17. Jeans For Jesus Wosch no chli blibä
18. Aloïs Flowers
19. Slowdive Star Roving
20. Cigarettes After Sex Sunsetz

Download: Orange Peel Summer Mixtape 2017

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Veröffentlicht am 2. Februar 2017 von Kilian Mutter in Playlists

Einmal mehr bietet dir unsere monatliche Playlist eine Auswahl von den Songs, die uns im Moment begleiten, begeistern und prägen. Die gesamte Playlist gibt es weiter unten gratis runterzuladen, sowie auf Spotify anzuhören. Der Ruhm für das wundervolle Artwork gehört ein weiteres Mal Cameron Taylor.

1. New Mystics Sparrows
2. The xx I Dare You
3. Homeshake Every Single Thing
4. Susso Ansumana
5. Julie Byrne Natural Blue

6. Gabriel Garzón-Montano Sour Mango
7. Eat Fast Sand Drone
8. Dougie Poole Less Young But As Dumb
9. Jeans For Jesus Dr letscht Popsong (Gäubi Taxis im Sand)
10. The Proper Ornaments Bridge By A Tunnel

11. Heat Sometimes
12. Dom Robinson Good Love
13. Japandroids No Known Drink Or Drug
14. Chris LaRocca Closer
15. cal fish Autobiography #4

16. Bon Iver 33 „GOD“ (Monumental Men Edit)
17. Vagabon The Embers
18. Wild Pink Wizard Of Loneliness
19. Aloïs Credo
20. Grammar Michigan

21. Body Type Ludlow
22. Snail Mail Thinning
23. Dakota Icon
24. San Fermin Open
25. Moon Duo Creepin‘

26. Sleaford Mods TCR
27. MILCK Quiet
28. Real Estate Darling
29. Allison Crutchfield Dean’s Room
30. Reckonwrong The Passions Of Pez

31. Alex Lahey Let’s Go Out
32. Gidge Lit
33. Lydia Ainsworth The Road
34. Throwing Snow Gossamer’s Thread
35. Peter Silberman New York

Download: Orange Peel Playlist 02|17

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