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Veröffentlicht am 29.12.2016 von Simon Gwinner in best of

Orange Peel ist ein Kollektiv von musikinteressierten Bloggern, Radiomachern und Kulturschaffenden, welches dich hier jahrein jahraus mit neuer Musik versorgt. Jene Autoren stellen dir diese Woche ihre jeweiligen Topalben des endenden Jahres vor. Heute sind es die Lieblingsalben von Simon Gwinner:

Buvette: Elasticity (Pan European Recording)

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Dynamischer DIY Pop mit einem Faible für sich repetierende Krautmelodien und poetische Lyrics, die gerne auch mal in Auto-Tune vorgetragen werden. Die New Wave Einflüsse sind auf Buvettes neustem Werk Elasticity omnipräsent. Sein interkulturelles Interesse am musikalischen Schaffen von Südamerika bis hin nach Asien lädt auf ein Abenteuer ein, bei welchem das Körperliche auch mal verloren geht. Ein nostalgisches Werk, das den synthetischen Pop der 80er wieder aufleben lässt und doch Buvettes ganz eigene psychedelischen Erlebnisse spürbar macht.

Erschienen ist Buvettes Elasticity auf dem französischen Label Pan European Recording.

Kaitlyn Auriela Smith: Ears (Western Vinyl)

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Kaitlyn Auriela Smith beschreibt ihre Kompositionen als futuristischen Dschungel aus Tönen und Klangfarben. Dabei lässt sie sich auch von den Comicwelten von Mœbius oder Miyazaki inspirieren. Ihr neustes Werk Ears fühlt sich oft wie ein solcher bildreicher Abenteuerroman an. Esoterischer Experimentalismus, welcher vor allem durch einen 60er Jahre Hippie-Synthesizer geprägt ist, schwingt um poppige Gesangseinlagen und akustische Instrumentation, die so klingt als wären sie elektronisch erzeugt. Ears stammt von einem Ort, den es nicht gibt, erschafft eine künstliche Klangsphäre, welche ihre Inspiration aus der Natur zieht, und simuliert den Wandel vom Menschen zur futuristischen Maschine.

Kaitlyn Auriela Smiths Ears erschien im April auf Western Vinyl und gibt’s via Bandcamp zum durchhören und bestellen.

Blood Orange: Freetown Sound (Domino Records)

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Dev Hynes drittes Album unter seinem Moniker Blood Orange widerspiegelt eine umfassende Auseinandersetzung mit der afroamerikanischen Kultur, rückt unterdrückten Stimmen und Geschichten in den Vordergrund und widmet sich jenen, die unter dieser systematischen Unterdrückung leiden. Es ist ein persönliches Werk, welches von Dev Hynes Vergangenheit, ausgehend von der Geburtsstadt seines Vaters, geprägt ist. Freetown Sound widmet sich aber auch den Ängsten der Gegenwart und erzeugt eine Art Gemeinschaftsgefühl. Was bei vielen anderen Konzeptalben dieses Jahr manchmal zu kurz oder zu kompliziert war, kommt bei Freetown Sound umso mehr zur Geltung – zeitgenössischer Pop der von Facettenreichtum nur so glänzt. Neo-Funk mit einem Twist Disco und fast schon beruhigenden Zügen. Musik die vibriert, gedanklich berührt und körperlich bewegt.

Blood Oranges Freetown Sound erschien Ende Juni via Domino Records.

Weitere Albumhighlights 2016:
Anderson .Paak – Malibu
Noname – Telefone
Whitney – Light Upon The Lake
Powell – Sport
Yussef Kamaal – Black Focus
Chance The Rapper – Coloring Book
Frank Ocean – Blonde
Palmistry – PAGAN
Pinegrove – Cardinal
Told Slant – Going By
LUH – Spiritual Songs for Lovers to Sing
Leon Vynehall – Rojus (Designed To Dance)
Solange – A Seat at the Table

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Veröffentlicht am 7. Juli 2016 von Kilian Mutter in Mixtape, Playlists

Auch dieses Jahr kriegst du unsere 20 liebsten Sommersongs, feinsäuberlich ausgewählt und arrangiert, schon zu Beginn der Ferienzeit, damit du für den geplanten Roadtrip, die Strandferien, die Flucht aus der Stadt, aber auch deine schwülen Bürotage optimal gerüstet bist. Die Songs sind sowohl einzeln, wie auch als Zip-File downloadbar und fast alle auf Spotify und Soundcloud anzuhören. Das wunderbare Artwork stammt von Cameron Taylor.

1. Eröffnet wird das diesjährige Sommermixtape mit HOVE von einem Local, der mit diesem Projekt seine Liebe zu den ambienten Klängen auslebt.

2. Jadu Heart stammen aus England, spielen luftigen Pop mit souligem Einschlag und sind auf dem Label von mura masa unter Vertrag.

3. Der Hypesong des Jahres schlechthin, mit seinen unterkühlten Beats und warmen Folk-Strukturen, ist wirklich kaum totzuhören.

4. Real Lies sind sowas wie die Pet Shop Boys der Millenials: Catchy, fresh und unglaublich britisch.

5. Der zweite von drei Schweizer Vertreter auf dem Mixtape ist ein aufstrebender Produzent aus der Ostschweiz, der mit dem instrumentellen «Zuckersee» einen kleinen Sommerhit geschaffen hat.

6. Einst war er Teil der Smith Westerns, nun hat Cullen Omori mit seinem auf Sub Pop erschienenen Solo-Debüt gleich einige leichtfüssige Sommersongs am Start.

7. 16 Jahre sind im Musikgeschäft eine gefühlte Ewigkeit. Doch das Warten auf das neue Album von den australischen Sample-Königen The Avalanches hat sich gelohnt, nicht nur, aber auch wegen «Colours».

8. Mit seinem tropischen Electro-Pop klingt Jaune etwa so, als wäre er der französische Halbbruder von El Guincho.

9. Die Neuseeländer von Yumi Zouma sind seit nunmehr zwei Jahren Garanten für sommerlichen Dream-Pop, der an Eingängikeit kaum zu überbieten ist.

10. Mit ihrem zweiten Album kriegen die beiden Schweizer von Klaus Johann Grobe endlich auch in ihrer Heimat den Zuspruch, den sie schon lange verdient hätten.

11. Sommerzeit ist «Feelin Fine»-Zeit. ‚Nuff said. Wir danken Hoops für ihre Klänge.

12. Goss, so lautet der Name eines weiteren möglichen Exportschlagers aus Dänemark. Die Debütsingle ist Pop in Reinform, toll produziert und mit unerwarteten Einschüben.

13. Und schon wieder Dänen – dieses Jahr sind sie omnipräsent. First Hate haben mit «Holiday» einen Wave-Pop-Sommerhit geschaffen, der sich sofort in den Gehörgängen einnistet.

14. Geschaffen für ein Album, das als Soundtrack für einen Film dient, ist «Off The Chain» von Fenster ein kleines Feuerwerk an rhythmischem Synthie-Pop.

15.Es wird wohl diesen Sommer nur wenige Songs geben, in denen zwei Stimmen so wunderbar harmonieren, wie jene von Dev Hynes (Blood Orange) und Lorely Rodriguez (Empress Of) in «Best To You».

16. Für die nötige Ration an rotzigem Punk Rock sorgen, wie schon vor zwei Jahren, die dauerbekifften Jungs von Dune Rats.

17. Lewis Del Mar klingen, wie ihr Name es verspricht, nach Strand. Perkkussionslastiger Indie Pop, kombiniert mit akkustischen Gitarren.

18. Auch Deutschland kann Sommer. Still Parade aus Berlin kanalisiert seine Psych-Pop Vorbilder und kreiert seinen ganz eigenen Sound.

19. Schon mit selbstbetitelten Debütalbum deutete Morgan Delt vor 2 Jahren sein Talent an – mit der psychedelischen Vorabsingle für seinen kommenden Zweitling ist sein Können nun noch deutlicher ersichtlich.

20. Abgerundet wird unsere Playlist mit einem Albumhighlight von Angus Stone’s neuem Projekt Dope Lemon.

 

Download: Orange Peel Summer Mixtape 2016

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