Veröffentlicht am 06.03.2014 von Simon Gwinner in Neue Musik

Endlich gibt’s von How To Dress Well wieder was neues auf die Ohren. Heute veröffentlichte Tom Krell aka How To Dress Well seinen ersten Song seit seinem innigen 2. Album Total Loss, welches 2012 erschien. Gefühlsvoll umschreibt Krell den Song mit diesen Worten:

«This song for me is about love, trust, commitment, and what happens to these things and, like, what happens to really real love when sentimentality is so co-opted and ruined. What remains of true love in this world of simulations?»

Kitschig? Vielleicht. Aber in dieser gespenstigen R&B Form gerne mehr! Hoffnung auf ein neues Album geben übrigens nicht nur dieser Song, auch eine neu registrierte Domain whatisthisheart.com lassen auf einen Nachfolger von ‚Total Loss‘ schliessen.

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Veröffentlicht am 6. März 2014 von Kilian Mutter in Video

Wildewoman, das im Herbst 2013 erschienene Debut der New Yorker Band Lucius, zählt zu den unterschätztesten Indie-Pop-Alben des letzten Jahres. Zum Album-Highlight «Turn It Around», welches schon ein Jahr früher auf ihrer ersten EP zu finden war, hat die Truppe nun ein neues Video veröffentlicht.

Regie führte dabei Mimi Cave, die schon in der Vergangenheit durch Videos wie mit jenem für tUnE-yArDs‘ «Bizness» bestach und verdienterweise mit Lob überhäuft wurde.

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Veröffentlicht am 5. März 2014 von Kilian Mutter in Neue Musik

Kaum eine Woche ist vergangen, seit ihre Stammband Vivian Girls ihre endgültig letzten Shows gespielt hat, schon liefert Bassistin Katy Goodman neues Material mit ihrem aktuellen Projekt nach. „Losing To The Dark“ ist die erste Vorabsingle zum dritten La Sera Album Hour Of The Dawn und verfolgt jenen Pfad, den Goodman auf ihrem Zweitling Sees The Light und den vermehrt kurzen und prägnanten Songs eingeschlagen hat.

Obwohl die neue Single die Romanze mit einem drogenabhängigen Alkoholiker thematisiert, ist es der Pop-Punk von La Sera, der wie die kalifornische Mittagssonne, alles überstrahlt. Hour Of The Dawn kommt am 13. Mia auf Hardly Art raus.

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Veröffentlicht am 26. Februar 2014 von Kilian Mutter in Review

Mit „Abandoned City“ legt der Meister des präparierten Klaviers, Volker Bertelsmann alias Hauschka, sein neustes Album vor. Aufgenommen in seinem Heimstudio in Düsseldorf ist es das Resultat eines Energieschubes, welchen er nach der Geburt seines ersten Sohnes erlebte. Für die Aufnahmen beschränkte sich Bertelsmann auf sein präpariertes Klavier, eine Bassdrum und einen Sub-Bass. Im Falle von „Abandoned City“ reicht dieses Equipment jedoch aus.

Das Album erzählt Geschichten von berühmten Geisterstädten. „Schönheit, Vergänglichkeit, Melancholie und Absurdität – in den verlassenen, von der Natur schon wieder übernommenen Orten finde ich eine Metapher für das, was in mir passiert.“, sagt Bertelsmann selbst über die 9 Songs. Gefühle, die durch das spärliche Instrumentarium perfekt widerspiegelt werden und auch dem Hörer von „Abandoned City“ nicht verborgen bleiben.

VÖ: 4. März 2014
Label: City Slang / Temporary Residence

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Veröffentlicht am 2. Februar 2014 von Simon Gwinner in Review

Angeblich sollen sich die 4 Berner Jungs in einer übercoolen Bar in Brooklyn getroffen haben, jedoch bald, gelangweilt von dem Hipsterzirkus dieses Musikmonopols, auf einen Roadtrip quer durch die Staaten verabschiedet haben. Auf ihrer Suche nach dem Spirit von Steve Lee, mit musikalischer Unterstützung von Stiller Haas, Joy Division und Baile-Funk und einem spanischen Typen ohne Hosen, beschlossen sie unter dem Moniker Jeans For Jesus zusammen zu musizieren und gleichzeitig das Mundart-Genre neu zu interpretieren.

«Estavayeah», das erste Lebenszeichen von Jeans For Jesus, verwandelte sich zugleich zum (Sommer)-Soundtrack vom letzten Jahr, gefolgt von weiteren Hits wie «Nie Meh» und «L.A.», welche die Erwartungen auf die Debütscheibe ziemlich steigerten. Vor kurzem haben Jeans For Jesus ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlicht und offenbaren das Mundartpop nicht nur wie Polo Hofer, Züri West oder Patent Ochsner klingen muss.

«Estavayeah», «Nie Meh» und «L.A.» bleiben aber nicht die einzigen Hits auf dem Debütalbum. Die Liebes(suchende)ballade «Isleworth Mona Lisa», der Ukulele-Ravetrack «Kapitalismus Kolleg»und auch der Drive-Soundtrack-inspirierte Titeltrack «Jeans For Jesus» oder die basslastige, melancholische Nummer «Hollywood Was Talking About Love Before Anyone Else Did» sorgen für den gewünschten anhaltenden Groove.

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Jeans For Jesus vermischen US-Indie-Pop, feuchttropische Club-Beats mit verzerrten Synths, gepitchen Vocalsamples & minimalistische Gitarrengezupfe à la The XX. Dazu gesellt sich eine Mischung aus verwickelten Wortspielen, einfachen Chorrefrains zum Mitsingen und dieses gewisse Popgespür, welches sich je nach Laune in sensibel-melancholische, fröhlich-tanzbare oder psychedelisch-manifestierte Stücke verwandelt.

Trotz den ausgeklügelten Mundarttexten kann man den Sound von Jeans For Jesus unschweizerisch nennen. Doch genau diese Mischung aus zeitgenössischem Sound, welche international schon länger für Begeisterung sorgt, kombiniert mit den authentischen Berner Lyrics, hauchen dem Mundart-Genre diese junge, frische, hippe Brise ein, die schon lange auf sich warten liess.

Das Debütalbum Jeans For Jesus gibt’s hier zum kaufen und die Vorabsingles «Estavayeah»sowie «Nie Meh»als Maxi-Singles als Free Download.

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Veröffentlicht am 12. Dezember 2013 von Simon Gwinner in Neue Musik

Viel ist über den Bedroom R&B Producer Ben Khan noch nicht bekannt, trotzdem entfacht der Londoner mit jedem neuen Track, den er ins Netzt stellt ein kleines Blogfeuerwerk. Das seine minimalistisch aufgebauten Beats mit den diversen Gitarren und Synthmuster sowie dem R&B Gesang gerne und immer wieder mit Jai Paul verglichen werden ist zwar verständlich, trotzdem findet man bei Ben Khan noch immer diese eigene Note, welche ihn von seinem Landgenossen abhebt.

Der Bedroom Soul von Bed Khan setzt sich durch sanft aufeinander gesetzten Soundebenen auf Soundebenen zusammen. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, Ben Khan vermischt genau die richtige Einheit an Break-Beat-artige Drumpatterns, griffige Funkriffs und Elefanten-inspirierte Synthklänge. Und genau mit dieser minimalen Patchwork-Mischung gelingt es ihm uns wachzurütteln und nach mehr zu betteln.

Ben Khan macht Appetit auf mehr, spätestens mit seinem erst kürzlich veröffentlichten Track «Savage». Ein richtiger Release von diesem Soul-R&B Producer lässt aber noch auf sich warten. Allerdings sollte man ihn für nächstes Jahr im Auge behalten und wenigstens müssen wir bei dem Herrn nicht ganz so lange auf weitere Tracks hoffen wie bei Jai Paul, der uns innerhalb der letzten drei Jahre ‚nur‘ mit drei Tracks beglückte…

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Veröffentlicht am 1. Dezember 2013 von Kilian Mutter in Review

Mutual Benefit ist das Projekt des nomadisch lebenden Amerikaners Jordan Lee. Zwischen Ohio, Boston und Brooklyn pendelnd hat er vor kurzem sein Debutalbum „Love’s Crushing Diamond“ veröffentlicht. Darauf frönt Lee simpel gestricktem Folk, der beim ersten Durchhören ziemlich harmlos zu wirken scheint.

Diese Harmlosigkeit, welches anderen Alben dieser Art das Prädikat „belanglos“ einbringen würde, macht „Love’s Crushing Diamond“ zu einer warmherzigen Perle. Die Songs tönen seltsam vertraut und eingängig und doch laden sie mit einer unerwarteten Tiefe zum wiederholten Eintauchen ein. In einer Zeit, in der alle Musiker verkrampft gegen den Strom zu schwimmen versuchen, paddelt Mutual Benefit locker stromabwärts und geniesst die Freiheiten, die sich im dabei bieten.

VÖ: 3. Dezember 2013
Label: Soft Eyes Records

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Veröffentlicht am 25. November 2013 von Simon Gwinner in Review

Aus dem kleinsten Bundesstaat der Vereinigten Staaten Rhode Island kommt der 25-jährige Producer James Hinton aka The Range. Vor kurzem veröffentlichte er sein Debütalbum Nonfiction, welches man mit gutem Gewissen zwischen die Werke von Four Tet oder Caribou einreihen kann.

Zu Schulzeiten war James Hinton noch unter dem Moniker «Stegosaurus» bekannt und seine Musik war stark inspiriert von der Baltimore Clubmusik. Ein Stil, den man auch noch heute in seinem aktuellen Projekt The Range raushört. Diese gewissen Bmore-Breakbeat Rhythmen und Harmonien verwandeln sich bei seinem neuen Projekt mit Footwork und Jungle Einflüssen zu einer dynamisch, warmen Synthgeysire.

«The Range», «Nonfiction» und das Cover seines Debütalbums sehen auf den ersten Blick eher trüb, düster und stur aus, die 11-Tracks auf der Scheibe klingen jedoch genau im Gegenteil gefühlvoll, warm und ab und zu ziemlich optimistisch. Die warmen Synths, Piano-House-Klänge und die 4/4 Beats bilden eine atmosphärisch-spannend-aufgebaute Welt, in welche man sich erst mal einlassen muss, bevor man dann nicht mehr so schnell wieder von ihr loslassen will.

Highlights auf dem Album sind auf alle Fälle «Jamie», «FM Myth» und vor allem «Metal Swing». All diese Tracks sind, im Gegensatz zu den übrigen Tracks, rund um Vocal Samples aus Youtubevideos gebastelt. Und im Vergleich mit anderen aktuellen Houseproduktionen, welche mit gesammelten Vocalsampels arbeiten, diese zerhacken, zerschneiden und wieder einfügen, lässt The Range diese Stimmen in vollem Zug zu Wort kommen. Alltagsprobleme von unbekannten Personen werden in den Mittelpunkt gezogen und geben den ausgeklügelten Melodien eine gewissen melancholischen Touch.

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James Hinton’s Debütalbum «Nonfiction» stellt einen hypnotisierender Soundtrack dar, ist für den Hörer hie und da anspruchsvoll und weder für gemütliche Abende noch für Dancefloor-Showdowns geeignet, öffnet jedoch mit jedem Play neue Soundebenen, welche es erst mal zu entdecken gibt. Ein Album das beim durchhören manchmal in regelmässigen, manchmal in unregelmässigen Abständen, jedoch spätestens beim letzten Track «Metal Swing», zur wohlverdienten Eruption gelangt.

Das ganze Debütalbum «Nonfiction», welches über das Label Donky Pitch erschienen ist, kann man sich hier in voller Länge zugute tun.

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